DE30: Lufthansa bricht nach Ergebnisbericht ein

XTB: Die europäischen Aktienindizes notieren am Dienstagmorgen niedriger. Der britische FTSE 100 (UK100) ist die einzige Ausnahme, da er durch das schwächere GBP an Wert gewinnt. Im Hinblick auf Deutschland steht die Ertragslage ganz oben auf der Agenda, da zahlreiche DE30-Mitglieder heute ihre Quartalsberichte veröffentlicht haben.

Leider scheinen diese die Anleger nicht zu überzeugen, da der deutsche Leitindex der größten Nachzügler in Europa ist.

 

Der DE30 konnte den Bereich von 12.420 bis 12.450 Punkten erneut nicht durchbrechen. Aufgrund einer Reihe enttäuschender Ergebnisberichte großer deutscher Unternehmen steigt der Druck am Dienstagmorgen deutlich an. Wenn sich die Abwärtsbewegung verstärkt, sollte die 12.300-Punkte-Marke beobachtet werden. Quelle: xStation 5

 

 


 

VOLATILITIÄT BEI LUFTHANSA, FRESENIUS UND FRESENIUS MEDICAL CARE
Die Aktie der Lufthansa (LHA.DE / WKN: 823212) ist am Dienstagmorgen der schwächste DE30-Titel. Das Unternehmen veröffentlichte den Ergebnisbericht für das zweite Quartal und zeigte, dass das EBIT gegenüber dem Vorjahr um rund 25% gesunken ist. Bemerkenswert ist, dass das Unternehmen um 255 Mio. EUR höhere Kraftstoffkosten erlitten hat. Bereinigt um diesen Anstieg würde das EBIT sogar über dem Vorjahreswert liegen. Die Lufthansa erwartet, dass die Probleme mindestens bis Ende dieses Jahres anhalten werden, da sich europäische Fluggesellschaften weiterhin im Preiskrieg befinden und der Handelskonflikt das Frachtgeschäft unter Druck setzt.

Fresenius (FRE.DE / WKN: 578560) und Fresenius Medical Care (FME.DE / WKN: 578580) befinden sich zu Beginn der Sitzung am Dienstag unter den Outperformern. Beide Unternehmen haben heute ihre Ergebnisberichte für das zweite Quartal des Jahres veröffentlicht. Fresenius erzielte mit 8,779 Mrd. EUR einen leicht über den Erwartungen liegenden Umsatz sowie einen Gewinn je Aktie von 0,862 EUR (3,9% mehr als die Medianschätzung). Auch Fresenius Medical Care erreichte mit 0,92 EUR ein über den Erwartungen liegenden Gewinn je Aktie, während der Umsatz mit 4,284 Mrd. EUR um 1,23% unter den Prognosen lag.

 

DE30-Übersicht um 09:55 Uhr. Quelle: Bloomberg

 


 

WEITERE UNTERNEHMENSNACHRICHTEN
Bayer (BAYN.DE / WKN: BAY001) hat heute in einer Erklärung gesagt, dass die Erreichung von Zielen und Prognosen für das Gesamtjahr immer „ehrgeiziger” werde. Das Unternehmen nannte zwei Gründe für die schwächere Performance: Zum einen wirkten sich in diesem Jahr ungünstige Witterungsbedingungen in den USA und Europa negativ auf den Absatz der landwirtschaftlichen Einheit aus. Darüber hinaus sagte Bayer, dass die Zahl der Kläger im Roundup-Fall zunehme und inzwischen bei rund 18.400 liege.

Das ist mehr als das Unternehmen erwartet hat, außerdem könnten mögliche Geldstrafen höher ausfallen.

Bayer hatte für das Gesamtjahr einen Umsatz von 46 Mrd. EUR sowie einen Gewinn je Aktie von rund 6,80 EUR erwartet.

 

Die Deutsche Bank (DBK.DE / WKN: 514000) wird Mitte August mit der Versteigerung ihres Derivategeschäfts beginnen und bis September Angebote annehmen. Durch den Verkauf soll bis zu 10 Mrd. EUR Kapital freigesetzt werden, das später für die laufende Umstrukturierung verwendet werden soll.

Darüber hinaus plant das Unternehmen weitreichende Kürzungen im Aktienkassahandel und Teilen des Zinsgeschäfts.

 

Die Lufthansa-Aktie entwickelte sich im zweiten Quartal 2019 schlecht und der heute veröffentlichte Ergebnisbericht zeigte, dass das Geschäft des Unternehmens auch in diesem Zeitraum in Schwierigkeiten steckte. Der heutige Rückgang brachte den Kurs unter eine wichtige Unterstützungszone (14,60 EUR bis 14,90 EUR) und die Aktie wird auf dem niedrigsten Niveau seit März 2017 gehandelt. Die nächste wichtige Zone liegt zwischen 10,80 EUR und 11,20 € – die untere Grenze der Handelsspanne von Oktober 2014 bis März 2017. Quelle: xStation 5

 


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