EUR/USD: Trumps Europatour & JEFTA

Admiral MarketsUS-Präsident Donald Trump sorgte am Wochenende für die meisten Schlagzeilen, mit seinem Besuch in England und Schottland, sowie seinem Treffen mit dem russischen Präsidenten Putin. Gerade die EU, die Trump kürzlich als den echten Gegner in Handelsfragen bezeichnete, befürchtet einen Alleingang der USA und Russland. Im Gegenzug unterzeichnete die EU kürzlich eines der größten Freihandelsabkommen der Welt mit Japan.

Nun aber zu unserer Technischen Analyse
Der EUR bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, am Mittwoch der letzten Handelswoche, im Bereich der 1,1729 und damit erneut über dem Niveau fünf Handelstage zuvor. Der EUR bildete am Mittwochnachmittag, nach einem kleineren Rücksetzer, das Hoch im Betrachtungszeitraum aus. Dieses Hoch wurde aber bis in den späteren Handel wieder ab verkauft.

Dem EUR gelang zwar am Donnerstag übergeordnet eine leichte Erholung, das Währungspaar gab am Freitag, im Nachgang dessen, bis in den Bereich der 1,1612 nach. Hier gelangen am späten Vormittag die Stabilisierung und die Erholung. Diese Aufwärtsbewegung setzte sich zu Beginn dieser Handelswoche weiter fort.

Der EUR konnte bis zum Dienstagmittag fast an die 1,1750 steigen, schaffte es aber nicht, sich über dem Level der 1,1700 festzusetzen. Was folgte war ein deutlicher Rücksetzer der bis in den Bereich der 1,1650 ging. Erst hier gelang die Stabilisierung.

Das Hoch im Betrachtungszeitraum liegt zwar über der 1,1700, aber unter dem Hoch der Vorperiode. Auch der Wochenschluss lag unter dem Level der 1,1700 und unter dem Niveau fünf Handelstage zuvor. Die Range war mit 147 Pips erneut sehr klein und lag unter der der Vorperiode und unter dem Jahresdurchschnitt.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der EUR mit dem Überschreiten der 1,1741/43 weiter bis an die 1,1752/54 laufen könnte. Diese Bewegung hat sich am Mittwoch der letzten Handelswoche eingestellt, das Anlaufziel wurde knapp überschritten. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 1,1630/28 ebenfalls knapp unter unser nächstes Anlaufziel bei 1,1619/17. Damit hat das Setup nicht perfekt gepasst.

  • Wochenhoch*: 1,1758 Vorwoche 1,1791
  • Wochentief*: 1,1612 Vorwoche 1,1630
  • Wochenschluss: 1,1685 Vorwoche 1,1742
  • Wochen-Range*: 146 Pips Vorwoche 161 Pips

Wie könnte es weitergehen?

  • EUR/USD-WS: 1,1711/39/98…..1,1821/84…..1,1947….1,2014/46/80…..1,2138/86
  • EUR/USD-US: 1,1646…..1,1529/01…..1,1485/69…..1,1328…..1,1241…..1,1163…..1,1088

Weitere Widerstände/Unterstützungen können dem Chart entnommen werden.

Die wichtigen Marken auf Basis unseres Setups

  • Box-Bereich: 1,3039 bis 1,0504
  • Tagesschlusskurs-Marken: 1,2046 und 1,1328
  • Intraday-Marken: 1,1842 und 1,1657
  • Die Range: 1,3479 bis 0,9631

Ausblick für die kommenden fünf Handelstage:

Chartcheck:

Der EUR ist in den letzten fünf Handelstagen übergeordnet seitwärts gelaufen. Er konnte zwar die EMA200/20 und EMA50 im 4h Chart überwinden, ist am Dienstag aber wieder unter alle diese Linien gefallen – und das mit Dynamik. Sollte der EUR jetzt zwei rote Kerzen unter der EMA20 (aktuell bei 1,1680) ausbilden, so wäre das kurzfristig bärisch. Weitere Rücksetzer könnten dann die 1,1615/10 und dann die 1,1530/00 erreichen.

Da der EUR in den letzten Handelswochen immer nur eine enge Range ausgebildet hat, wäre es denkbar, dass sich das Währungspaar übergeordnet weiterhin seitwärts bewegt. Erst über der EMA50 (aktuell bei 1,1710) könnte der EUR bei zwei vollen grünen Kerzen über diesem Level erneutes Potential auf der Oberseite realisieren. Diese Aufwärtsbewegung könnte aktuell bis 1,1750 bzw. bis 1,1790/1,1800 gehen.

Fazit: Der EUR könnte weiterhin in einer engen Box seitwärts laufen. Auf der Unterseite wären die 1,1530/00 und auf der Oberseite 1,1790/1,1800 sollten die EMA20 im 4h Chart unter- oder überschritten werden.

Rahmenbedingungen:

Die Welt hat in den letzten Tagen auf den NATO Gipfel und auf das Treffen in Helsinki gewartet. Andere Sachthemen haben nur bedingt Eingang in die tägliche Berichterstattung geschafft. Nach wie vor ist das Thema der Strafzölle zwischen den USA und China nicht vom Tisch. Die US Administration hat vor, Strafzölle auf chinesische Waren in Höhe von 200 Mrd. Dollar einzuführen.

Sollte sich das realisieren, dürfte die Reaktion der Chinesen auf dem Fuße folgen. Das wird dazu führen, dass nicht nur China betroffen ist, sondern auch die USA deutlich an Aufschwungsdynamik verlieren werden. Die Auswirkungen des Streits werden sich mit Zeitverzug in den Wirtschaftsdaten zeigen.

Zum Markt in den kommenden fünf Handelstagen:

Der EUR könnte zunächst versuchen, sich im Bereich der 1,1640 zu stabilisieren. Schafft der EUR dies, so könnte er dann erneut versuchen, die 1,1654/57 zu erreichen. Kann er sich über dieses Level schieben, so wären die nächsten Anlaufziele bei 1,1668/70, bei 1,1681/83 und dann bei 1,1694/96 zu suchen.

Sollte es bei 1,1694/96 zu keinen Rücksetzern kommen, so könnte der EUR dann die 1,1706/08, die 1,1721/23 und dann die 1,1731/33 bzw. die 1,1745/47 anlaufen. Insbesondere im Bereich der 1,1706/08 und der 1,1731/45 könnte es der EUR Probleme haben, weiter zu kommen, bzw. er könnte diese Level mehrmals anlaufen.

Bei ausgeprägter Aufwärtsdynamik wäre auch denkbar, dass der EUR die 1,1756/58 die 1,1767/69 und die 1,1788/90 erreichen könnte.

Kann sich der EUR nicht über der 1,1640 etablieren, so könnten die Rücksetzer den EUR zunächst an die 1,1628/26, an die 1,1619/17 und dann weiter bis an die 1,1611/09 führen. Im Bereich der 1,1619/09 hat der EUR gute Chancen auf Stabilisierung und Erholung.

Gelingen diese Stabilisierungen aber nicht, so wären die nächsten Anlaufziele bei 1,1597/95, bei 1,1583/81, bei 1,1569/67 und dann bei 1,1555/53 zu suchen. Rutscht der EUR unter die 1,1555/53, so wären die nächsten Anlaufmarken bei 1,1539/37, bei 1,1526/24 und dann bei 1,1515/13 bzw. bei 1,1506/04 zu suchen.

Im Bereich der 1,1515/04 hat der EUR gute Möglichkeiten sich zu erholen. Unter der 1,1506/04 könnte der EUR dann noch die 1,1496/94, die 1,1478/76 und die 1,1464/62 anlaufen.

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts

Disclaimer

Diese Publikation liefert Markteinschätzungen, unabhängig davon, mit welchem Instrument ggf. getradet wird. Admiral Markets ist Forex & CFD Broker, sollten Sie den Basiswert als CFD traden, beachten Sie bitte: Forex & CFDs sind Hebelprodukte und nicht für jeden geeignet! Der Hebel multipliziert Ihre Gewinne, aber auch die Verluste. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 76 % der Retail Kunden verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Die Basisinformationsblätter („KID”) zu den Handelsinstrumenten finden Sie hier (https://admiralmarkets.de/start-trading/kontoeroeffnung-leicht-gemacht/antraege-dokumente), den ausführlichen Hinweis zu Marktkommentaren hier und den ausführlichen Warnhinweis zu Handelsrisiken über folgenden Link: DISCLAIMER: https://admiralmarkets.de/risikohinweis Die Autoren können ganz oder teilweise in den besprochenen Werten investiert sein. Diese Inhalte stellen keine Finanzanalyse dar: Es handelt sich um eine Werbemitteilung, welche nicht allen gesetzlichen Vorschriften zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen genügt und keinem Handelsverbot vor der Veröffentlichung der Analysen unterliegen.

Weitere News Beiträge Weitere News Beiträge