FXCM: Gestern Angst, heute Zuversicht – DAX nimmt wieder Fahrt auf

Was ist im US-Haushaltsstreit passiert? Von Annäherung zumindest in der Frage der Anhebung der Schuldenobergrenze ist allerorten die Rede. Aber dass allein diese Meldungen die noch gestern nervöse Haltung der Investoren heute schon in Zuversicht wandeln, zeigt auch, dass die Finanzmärkte nicht wirklich an eine baldige Insolvenz der USA glauben. Vielmehr werden die Börsen heute durch die Angst getrieben, im Falle einer Einigung nicht dabei zu sein, wenn die Kurse weiter steigen. Wer bislang skeptisch ob einer Lösung des Konflikts war, muss jetzt auf den fahrenden Zug aufspringen.

Auch der Notenbank und dem gestern Abend veröffentlichten Sitzungsprotokoll scheint man nicht so recht zu trauen. Geht es nach dem Papier und den Mitgliedern des geldpolitischen Ausschusses, steht der Zeitplan für ein Ende von QE3 im Sommer nächsten Jahres nach wie vor. Auch sei die Entscheidung, im September das Anleihe-Kaufvolumen noch nicht zu reduzieren, sehr knapp ausgefallen.

Da die Zeit aber langsam knapp wird, müsste eine schrittweise Reduzierung nun sehr viel aggressiver stattfinden als bislang von den Marktteilnehmern erwartet. Dass die Märkte dies mit Kursgewinnen honorieren, lässt nur den Schluss zu, dass sie besonders nach der offiziellen Ernennung von Janet Yellen als Nachfolgerin Bernankes nicht mehr an die Einhaltung dieses straffen Zeitplanes glauben.

Im Umkehrschluss bedeutet dies, weiter geöffnete Geldschleusen werden die Aktienmärkte und damit auch den DAX auf neue Höchststände treiben. Schon in der kommenden Woche könnte auch aus technischer Sicht ein neuer Anlauf auf das Allzeithoch bei 8.770 Punkten gestartet werden. Gelingt dies, ist der Weg bis zum Jahresende auf 9.000 bis 9.200 Punkte frei.

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