DE30: Europäische Autoverkäufe rückläufig, BMW unter Druck

XTB: Unsicherheit ist das Schlimmste für die Märkte und das zeigt sich derzeit an den Finanzmärkten. Insbesondere die verhärteten Fronten zwischen den USA und China sind ein entscheidender Faktor. Jeden Tag werden uns von beiden Seiten unterschiedliche Enthüllungen angeboten, die nicht für eine bessere Stimmung sorgen. Die jüngsten Nachrichten kamen aus China: Chinesischen Medienberichten zufolge soll Peking nicht an weiteren Verhandlungen mit den USA interessiert sein, da Washington mit der Erhebung weiterer Zölle drohte.

Bei den chinesischen Aktien waren daher am heutigen Freitag Kursrückgänge zu beobachten. Auch in Europa ist der Start in den Handel verhalten, da alle wichtigen Indizes deutlich unter ihren gestrigen Schlusskursen eröffneten. Darüber hinaus verschlechterten die neuesten Autoverkaufszahlen aus Europa die ohnehin schon schlechte Marktstimmung.

Die Autoverkäufe verzeichnen zum achten Mal in Folge einen Rückgang, worauf die Aktien der europäischen Automobilhersteller im heutigen frühen Handel nachgaben.

BMW traf es hierbei am stärksten, da die Aktie 6% an Wert verlor.

 

Die Autoverkaufszahlen aus Europa sind im April zum achten Mal in Folge rückläufig. Die Aktie von BMW verlor als Reaktion auf diesen Bericht deutlich an Wert. Quelle: Bloomberg

 

TECHNISCHE ANALYSE: DE30
Am deutschen Aktienmarkt sieht die technische Perspektive nicht schlecht aus. Hervorzuheben ist, dass der DE30 nach einem gescheiterten Test einer wichtigen Unterstützung im bullischen Trendkanal bleibt: Der Markt prallte an der unteren Seite des genannten Kanals ab, dieser Bereich wurde zusätzlich durch die 50-Tage-Linie gestützt.

Infolgedessen waren an drei aufeinander folgenden Tagen Zuwächse zu beobachten. Unter Berücksichtigung der jüngsten Nachrichten aus Peking könnte jedoch eine weitere Erholung in Frage gestellt werden. Auch wenn die Bullen den Kurs Richtung Norden halten könnten, würden sie bei 12.400 Punkten auf einen starken Widerstand stoßen.

Die untere Grenze des Trendkanals dient weiterhin als die wichtigste Unterstützung.

Der DE30 leitete nach dem Test der Unterseite des Aufwärtstrendkanals eine beachtliche Erholung ein. Quelle: xStation 5

 

AUTOVERKAUFSZAHLEN
Wie bereits erwähnt gehörte die Aktie von BMW (BMW.DE / WKN: 519000) nach den Nachrichten über die sinkende Zahl der europäischen Autoverkäufe zu den größten Verlierern. Im April sank die Zahl der Pkw-Verkäufe um 0,4% im Jahresvergleich, dieser Rückgang ist jedoch zum Teil auf das hohe Nachfrageniveau aus dem Vorjahr zurückzuführen.

In den ersten drei Monaten des Jahres sanken die Pkw-Verkäufe um 3,5% im Jahresvergleich.

Im W1-Chart nähert sich die Aktie von BMW der entscheidenden technischen Unterstützung nahe der 64 EUR-Marke. Dieses Niveau war in der Vergangenheit eine Art „Sprungbrett” für Anstiege, sodass Bullen auch diesmal darauf hoffen könnten. In solch einem Szenario könnte ein möglicher Aufschwung mindestens die Oberseite der rückläufigen Handelsspanne erreichen, gefolgt von den darüber liegenden 78 EUR. Quelle: xStation 5

 

 

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