DE30: US-Börsenaufsicht verklagt Volkswagen

XTB: Nachdem an den großen asiatischen Börsen Gewinne erzielt wurden (außer in Australien), starteten die europäischen Aktien am Freitag auf einem höheren Kursniveau. In den ersten Handelsminuten konnten in ganz Europa leichte Kursgewinne verzeichnet werden, wobei britische und russische Aktien zu den Outperformern gehören.

Chemie-Werte legten zu, während Reise- und Immobilienunternehmen am meisten zurückblieben.

 

 

Der DE30 scheint immer noch zwischen dem Widerstand um die 11.680 Punkte-Marke und der aufwärts gerichteten Trendlinie gefangen zu sein. Eine verengte Handelsspanne deutet auf einen drohenden Ausbruch aus diesem Dreiecksmuster hin. Angesichts der gestrigen Tageskerze scheinen die Bullen jedoch an Kraft zu verlieren. Quelle: xStation 5

 

 

 

 

Das Ergebnis der gestrigen Abstimmung im britischen Parlament kann als eine Art Erleichterung angesehen werden, da es Raum bietet, um zu verhindern, dass die EU ohne ein Abkommen verlassen wird. Doch nicht jeder scheint damit zufrieden zu sein. Martin Wansleben, Chef der DIHK Industrie- und Handelskammern, sagte, dass die Entscheidung den Brexit zu verschieben, der deutschen Wirtschaft schade.

Er begründete seine Haltung damit, dass deutsche Unternehmen bereits früher über den Ausgang der Brexit-Gespräche und der Abstimmungen unsicher gewesen waren, während jetzt zusätzliche Unsicherheit über den Zeitpunkt herrscht. Wansleben fügte hinzu, dass inzwischen rund 70% der deutschen Unternehmen, die auch in Großbritannien tätig sind, erwarten, dass sich die Bedingungen dort im Laufe des Jahres 2019 verschlechtern werden.

Bis gestern war das Brexit-Datum vom 29. März eines der wenigen Dinge, die die Wirtschaft mit Sicherheit verkraften und auf das sie ihre Prognosen stützen konnte.

Allerdings sehen wir möglicherweise einen gewissen Druck auf die EU und Großbritannien, den Verhandlungsprozess transparenter zu gestalten, da er dazu beitragen könnte, potenzielle Schäden für Unternehmen erheblich abzumildern.

 

 

 

 

Wichtige europäische Aktienindizes nach der ersten Handelsstunde:
– DE30: +0,15
– FTSE 100 (UK100): +0,42%
– CAC 40 (FRA40): +0,36%
– IBEX (SPA35): +0,35%
– FTSE MIB (ITA40): +0,19%

 

 

Wirecard fällt nach einem weiteren negativen Bericht über dessen Aktivitäten in Asien. Quelle: Bloomberg

 

Unternehmensnachrichten
Die US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) hat beschlossen, Volkswagen (VOW3.DE / WKN: 766403) aufgrund der in die Irre geführten Anleger zu verklagen. Die Regulierungsbehörde behauptet, Volkswagen habe die Anleger beim Verkauf von Unternehmensanleihen im Zeitraum 2010 bis 2015 getäuscht, indem sie nicht offenlegte, dass ihre Autos die Abgasnormen nicht erfüllen.

Während die SEC seit 2017 Volkswagen untersuchte, deutet die jüngste Ankündigung darauf hin, dass Durchsetzungsmaßnahmen stattfinden könnten.

Wirecard (WDI.DE / WKN: 747206) stand wieder einmal unter Druck. Der Aufschwung wurde durch einen weiteren negativen Bericht über die Aktivitäten des Unternehmens in Asien gestoppt. Das Handelsblatt berichtete, dass neben dem Geschäft von Wirecard in Singapur auch die indische Niederlassung von den Aufsichtsbehörden untersucht werde.

Darüber hinaus gab die Citi eine “Verkaufsempfehlung” für die Aktie heraus, die die Bären ermutigte, noch aktiver zu werden. Das Unternehmen ist heute das schwächste DE30-Mitglied.

 

 

 

 

BASF (BAS.DE / WKN: BASF11) gehört heute zu den führenden DE30-Unternehmen. Der Vorsitzende der chinesischen Niederlassung sagte, dass das Unternehmen trotz der aktuellen Herausforderungen für die Weltwirtschaft bestrebt sein werde, die Investitionen in die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt zu steigern.

Die Region Asien-Pazifik trug 2018 über 23% zum Umsatz von BASF bei.

 

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