DE30: Volkswagen verklagt Bosch wegen Diesel-Skandal

XTBDie europäischen Aktien profitierten zu Beginn der neuen Handelswoche von einer positiven Stimmung. Gewinne sind in ganz Europa zu beobachten. Der größte Anstieg war in den ersten Minuten der Sitzung am französischen und schweizerischen Markt zu verzeichnen, während die Aktien aus Polen am meisten zurückblieben.

Bergbauunternehmen und der IT-Sektor führten zu Beginn des europäischen Handels die Kursgewinne an, während Versorger und Unternehmen aus dem Gesundheitswesen am schlechtesten performten.

 

Chartanalyse
Chartanalyse

Der DE30 brach am Ende der Vorwoche unter die Unterstützungszone um die 11.000-Punkte-Marke ein. Die Abwärtsbewegung wurde später bei 10.850 Punkten gestoppt. Der anschließende Abpraller brachte den deutschen Leitindex jedoch zurück in Richtung des oben genannten Bereichs. Die Marktreaktion auf diese technische Hürde könnte entscheidend dafür sein, ob die übergeordnete Erholung anhalten wird oder nicht. Quelle: xStation 5

 

 

Während Großbritannien verdientermaßen Kritik für das Brexit-Chaos erhält, macht die britische Regierung tatsächlich Fortschritte – allerdings nicht mit der Europäischen Union. Das britische Handelsministerium kündigte an, dass Großbritannien und die Schweiz heute ein Abkommen über die Beibehaltung der Vorzugskonditionen für den bilateralen Handel nach dem Brexit-Datum unterzeichnen werden.

Damit sicherte sich Großbritannien die Handelsbeziehungen zu seinem zehntgrößten Handelspartner (Handelsströme: 32,7 Mrd. USD im Jahr 2017).

Ähnliche Vereinbarungen wurden bereits mit Israel, Australien und Neuseeland angekündigt.

Andererseits wollen Japan und Südkorea mit einem ähnlichen Schritt warten, bis mehr Sicherheit über die Zukunft der Handelsbeziehungen zwischen der EU und Großbritannien besteht. Dies könnte ein Schlag für die britische Wirtschaft sein, da das Handelsabkommen zwischen der EU und Großbritannien immer noch außer Reichweite zu sein scheint und wiederum die Gefahr besteht, dass ein Abkommen mit Japan oder Südkorea nicht vor dem 29. März unterzeichnet wird.

Japan und Südkorea nahmen im Jahr 2017 die Plätze 14. bzw. 20. der größten Handelspartner Großbritanniens ein, der kombinierte Handelsstrom betrug mehr als 31,6 Mrd. USD.

 

 

Das Leibniz-Institut (IWH) veröffentlichte unterdessen einen Bericht über die Auswirkungen von einem “No-Deal”-Szenario beim Brexit auf den deutschen Arbeitsmarkt. Der Studie zufolge könnten bis zu 100 Tsd. deutsche Arbeitsplätze durch den chaotischen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union betroffen sein.

Die Autoren behaupten, dass die Automobilindustrie am stärksten betroffen sein wird, da bei Volkswagen und BMW an den Standorten Wolfsburg und Dingolfing-Landau erhebliche Entlassungen möglich seien.

Der Bericht kommt auch zu dem Schluss, dass die deutsche Wirtschaft im Falle eines “harten” Brexit am stärksten betroffen sein dürfte, da sie weitgehend vom Export abhängig ist.

Wichtige europäische Aktienindizes nach der ersten Handelsstunde:
– DE30: +1,03%
– FTSE 100 (UK100): +0,92%
– CAC 40 (FRA40): +1,10%
– IBEX (SPA35): +1,14%
– FTSE MIB (ITA40): +1,45%

 

Wirecard und Deutsche Post führen am Montagmorgen die DE30-Gewinne an. Quelle: Bloomberg

 

 

Unternehmensnachrichten
Volkswagen (VOW3.DE / WKN: 766403) wird nach Angaben des Nachrichtenmagazins “DER SPIEGEL” Klage gegen seinen Hauptlieferanten erheben. Das deutsche Unternehmen Bosch, das seit Jahrzehnten Volkswagen beliefert, wird wahrscheinlich wegen seiner Beteiligung am Dieselskandal untersucht. Dem Bericht zufolge wurden Soft- und Hardware von Bosch als Ursache für den Emissionsskandal identifiziert. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat ein Verfahren gegen das Unternehmen eingeleitet.

Die Deutsche Post (DPW.DE / WKN: 555200) ist heute eines der leistungsstärksten DE30-Unternehmen, ein FAZ-Bericht sorgte dabei für einen Anstieg. Nach Angaben der Zeitung könnte das Porto 2019 von 0,70 auf 0,90 EUR ansteigen, bisher ging man von einer Erhöhung auf 0,80 EUR aus. Der Preisanstieg wird jedoch voraussichtlich später greifen als bisher angenommen, nämlich im Juli und nicht im April. Als Informationsquelle nannte die Zeitung die Interpretation eines Entwurfs für das deutsche Wirtschaftsministerium.

Wirecard (WDI.DE / WKN: 747206) leidet weiterhin unter einer Reihe von Berichten der Financial Times über angebliches Fehlverhalten in der asiatischen Niederlassung des Unternehmens. Der Aktienkurs fiel am Freitag auf ein neues Jahrestief auf rund 86,60 EUR. Die Führungskräfte des Unternehmens sind jedoch bereit, sich zu wehren. Markus Braun, CEO von Wirecard, sagte am Freitag, dass der von der Financial Times zitierte Anwaltsbericht zwar authentisch sei, aber möglicherweise nicht auf sachlichen Informationen basiere. Braun sagte, dass ein Großteil der Vorwürfe auf Emails beruht, die der Kanzlei von einer Person namens “Bobby”, einem unbenannten Wirecard-Mitarbeiter, zur Verfügung gestellt wurden. Braun begründet, dass die Kanzlei nie Zugang zum Netzwerk des Unternehmens hatte und daher nicht feststellen konnte, ob diese Emails authentisch oder gefälscht sind.

Die Deutsche Post hat Ende 2018 die Unterstützungszone bei 23,40 EUR verlassen. Die Aktie startete mit einer bullischen Kurslücke von fast 2,5% in die neue Woche . Während das Gerücht um die Portoerhöhung definitiv ein Grund zur Freude für die Investoren der Deutschen Post ist, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass die 200- und 50-Tage-Linien kurz davor stehen, mit einem “Todeskreuz” ein Verkaufssignal auszubilden. Quelle: xStation 5

Disclaimer

CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 82% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Anlageerfolge sowie Gewinne aus der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft. Inhalte, Newsletter und Mitteilungen von XTB stellen keine Handlungsansätze von XTB dar.

Aktie im Fokus: Wacker Neuson – bis zu 70% Kurspotential?!

Die Aktie des SDAX-Konzerns Wacker Neuson notierte am 15. August 2019 auf einem letzten Verlaufstief von 14,13 Euro. Das Wertpapier kletterte seitdem bis zum 13. September 2019 auf ein Zwischenhoch…

Aktie im Fokus: Deutsche Post – Gelingt diesmal ein mittelfristiges Kaufsignal?

Praktisch das ganze Jahr 2018 über tendierte das Wertpapier der Deutschen Post abwärts und erreichte erst gegen Ende des abgelaufenen Jahres bei 23,36 Euro seinen vorläufigen Tiefpunkt. Anschließen…

Deutsche Börse in Wartestellung – Der Rote Drache schwächelt

Das war dann wohl nichts Der DAX war gestern zögernd gestartet, hatte im Zuge des Brexit-Deals stark angezogen und war dann zurückgefallen. Immerhin bleibt vom Donnerstag ein neues Jahreshoch bei 1…

Bitcoin: Absturz möglich!

Auch in dieser Woche ist es dem Kurs nicht gelungen die erhoffte Erholungsbewegung einzuleiten und somit den Blick erneut nach oben zu richten. Ganz im Gegenteil.Das digitale Zahlungsmittel verharr…

Aktie im Fokus: Fresenius – Analysten sehen über 30% Kurspotential

Die Aktie des DAX-Konzerns Fresenius SE notierte am 07. Dezember 2018 bei 38,28 Euro auf einem letzten übergeordnete Verlaufstief. Seitdem erholte sich das Wertpapier bis zum 05. April 2019 auf ein…

DAX: Pullback jetzt nicht auszuschließen!

Seit dem Verlaufstief von 11.265 Punkten aus Mitte August präsentiert sich das deutsche Aktienbarometer überaus stark und hat eine erste Kaufwelle an 12.500 Punkte und den dort verlaufenden Abwärts…

AUD/JPY vor Sprung ins Glück

Der australische Dollar im Verhältnis zum japanischen Yen steht kurz vor der Vervollständigung einer langfristigen Bodenbildung. Die lange grüne Kerze vom Vortag, die die jüngste Range positiv aufl…

Wirtschaftskalender: Einige Zentralbanker halten Reden

1000 Uhr | EU-Leistungsbilanz für August1000 Uhr | Polen | Industrieproduktion und EPI (September) Einige makroökonomische Daten aus Polen haben sich im August deutlich verschlechtert, was darauf h…

USDCAD: Die Bären nehmen Kurs auf’s Jahrestief.

Im USDCAD haben sich die Bären nach einer kurzen Verschnaufpause zurückgemeldet. Im EURPLN richtet sich der Fokus mittlerweile ebenfalls wieder nach unten und bringt das Jahrestief ins Spiel. Zu gu…