Marktkommentar: May vor Europawahlen massiv unter Druck

XTB: Die Märkte wollen in dieser Woche herausfinden, in welche Richtung sich der Handelsstreit zwischen den USA und China entwickeln könnte und werden bei beiden Seiten auf Zeichen einer möglichen Wiederaufnahme der Gespräche achten. Neuester Stand ist, dass China die USA aufforderte, auf Augenhöhe zu verhandeln, und Außenminister Wang Yi sagte seinem US-amerikanische Amtskollegen Mike Pompeo, dass ein Deal immer noch möglich sei, Peking aber dennoch seine Interessen wahren müsse.

„Wir hatten so volatile Tage in Bezug auf Verlautbarungen und Interpretationen dessen, was mit diesem möglichen Handelskrieg geschieht. Und ich denke, die neuen Nachrichten, die wir am Wochenende erhielten, scheinen auf einen weicheren Ansatz von Trump bei den internationalen Zöllen hinzudeuten”, sagte Jim McCafferty, Head of Equity Research Asia (ex-Japan) bei Nomura. Gemeint ist die Ankündigung der USA vom vergangenen Freitag, die Strafzölle auf kanadischen Stahl und Aluminium abzuschaffen.

 

 

Ein freundlicherer Ton beim Handelsstreit zwischen den USA und China könnte die Hoffnungen auf einen erneuten Annäherungsversuch wiederbeleben, auch wenn die Beziehungen angespannt bleiben dürften.

Zu Beginn der neuen Handelswoche war an den asiatischen Aktienmärkten eine gemischte Sitzung zu beobachten, während die Futures der Wall Street heute früh nach oben tendierten. „Im Moment sind die Bargeldbestände auf einem ziemlich hohen Niveau und die Investoren haben Geld, um wieder an den Markt zurückzukehren” sagte Michael Metcalfe, Global Head of Macro Strategy bei State Street.

Bisher schien die Wall Street recht widerstandsfähig gegenüber der Eskalation des Handelsstreits zu sein: Der marktbreite S&P 500 verlor gegenüber dem vor drei Wochen ausgebildeten Allzeithoch etwas mehr als 3% und erlebte vergangenen Dienstag einen Rebound an der wichtigen 2.800 Punkte-Marke. Im heutigen frühen Handel notiert der US-Aktienindex bei 2.866 Punkten, wird allerdings seit Mittwochabend wieder mit mehr Abwärtsdruck konfrontiert.

In Großbritannien scheint das Brexit-Drama kein Ende zu nehmen, da in der vergangenen Woche die parteiübergreifenden Gespräche zwischen Konservativen und der Labour-Partei scheiterten. Premierministerin Theresa May gab zwar bekannt, dass sie Anfang Juni (in zwei Wochen) ein viertes Mal versuchen wird, ihren Deal durch das britische Parlament zu bringen, aber die nordirische DUP sprach sich bereits dafür aus, diesen erneut nicht zu unterstützen.

Eine Ablehnung ist also recht wahrscheinlich und angesichts der diese Woche beginnenden Europawahlen, bei der Nigal Farages Brexit-Partei eine große Popularität genießen dürfte, könnte die Konservative Partei an Vertrauen verlieren und May zu einem Rücktritt zwingen.

GBPUSD wird im heutigen frühen Handel flach gehandelt, das Paar notiert nachdem vor zwei Wochen eingeleiteten Ausverkauf auf dem tiefsten Stand seit Anfang/Mitte Januar.

 

 

Der DE30 weist ähnlich wie die Wall Street seit Donnerstag eine gewisse Schwäche auf, die nach dem starken Abpraller von fast 500 Punkten an der Unterseite des bullischen Trendkanals vorerst als korrektive Bewegung gesehen werden kann. Kurz nach der europäischen Eröffnung kam es zu einem leichten Rücksetzer, wobei die Bullen versuchten, diesem schnell entgegenzuwirken. Um 10:25 Uhr notiert der deutsche Leitindex bei ca. 12.227 Punkten.

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