Marktkommentar: Stimmung an Finanzmärkten verbessert sich weiter

XTBWeltweit profitierten die Finanzmärkte am Dienstag von einer höheren Risikobereitschaft, da die seit ca. einem Jahr anhaltenden Handelsspannungen zwischen den USA und China scheinbar nachließen. Die derzeit in Peking stattfindenden Verhandlungsgespräche werden heute für den dritten Tag in Folge fortgesetzt und die Märkte sind hinsichtlich eines Deals immer optimistischer eingestellt.

US-Beamte sagten, dass es bei einigen Punkten Zeichen von Fortschritt gäbe, wie u.a. beim Kauf von landwirtschaftlichen Gütern und Rohstoffen aus den USA sowie beim Zugang zum chinesischen Markt.

“Die Gespräche laufen gut!”, berichtete US-Präsident Donald Trump derweil über den Nachrichtendienst Twitter.

 

 

Der marktbreite S&P 500 stieg um 0,97%, der Leitindex Dow Jones und der technologielastige NASDAQ sogar leicht über 1%. Während es international gesehen positive Entwicklungen gibt, sieht es an der Heimatfront für Trump weniger rosig aus. In seiner gestrigen Rede an die Nation bezeichnete der US-Präsident die Lage an der Südgrenze zu Mexiko als “humanitäre Krise” und drohte damit, den Shutdown weiter aufrecht zu erhalten, bis die Demokraten der Finanzierung einer Grenzmauer zustimmen. Man bedenke, dass der Bau der Mauer und dessen Finanzierung durch Mexiko ein zentrales Wahlversprechen von Trump war.

Während der heutigen Asien-Sitzung waren an den asiatischen Aktienmärkten sowie bei den Wall-Street-Futures weitere Gewinne zu beobachten.

“Wir könnten etwas mehr Stabilisierung und einen Boden auf dem Markt bekommen”, sagte Kate Moore, Strategist bei BlackRock, bei Bloomberg Television im Kontext der Handelsgespräche und fügte hinzu, dass das Problem die Märkte noch für mehrere Jahre beschäftigen werde. Die 10-jährigen US-Anleiherenditen konnten einen Teil der jüngsten Verluste ausgleichen und notieren im frühen Handel bei 2,726%. Der JPY verliert als “sicherer Hafen” 0,17% an Wert gegenüber dem USD. Das USDJPY-Paar wird bei 108,93 gehandelt und kann damit seine Erholung ebenfalls fortsetzen.

 

 

Das Ergebnis des EU-Austritts Großbritanniens bleibt weiterhin unvorhersehbar und die Sorgen um einen ungeordneten “harten” Brexit nehmen vor der für den 15. Januar geplanten Abstimmung im britischen Parlament berechtigterweise zu. Am Donnerstag wird sich der japanische Premierminister Shinzo Abe mit Theresa May treffen. Viele japanische, also auch andere international ausgerichtete Unternehmen, haben in Großbritannien große Investitionen getätigt, zudem wird die britische Insel als Zugang für den europäischen Markt genutzt.

Dieser Besuch könnte also einen starken Symbolcharakter haben, da sich Abe laut einigen Beamten auf die negativen Effekte des Brexits konzentrieren wird.

Bisher scheint die britische Premierministerin jedoch wenig Unterstützung für ihren mit der EU ausgearbeiteten Entwurf zu erhalten.

 

 

GBPUSD (1,2738) legte gestern nach einer ordentlichen Aufholjagd in den vergangenen Tagen eine Pause ein, wobei das GBP weiterhin sensibel auf jegliche Art von Brexit-Neuigkeiten reagieren dürfte. Eine ähnliche Kursbewegung war auch beim EURUSD (1,1466) zu beobachten, allerdings sind die EUR-Bullen im frühen Handel bemüht die jüngste Aufwärtsbewegung fortzusetzen.

Der DE30 (10.868 Punkte) verbuchte am Dienstag weitere Zuwächse und bildete bei 10.904 Punkten ein Tageshoch aus.

Heute eröffnet der deutsche Leitindex höher und könnte daher einen weiteren Annäherungsversuch an die psychologische wichtige 11.000 Punkte-Marke wagen.

 

Disclaimer

CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 82% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Anlageerfolge sowie Gewinne aus der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft. Inhalte, Newsletter und Mitteilungen von XTB stellen keine Handlungsansätze von XTB dar.

Aktie im Fokus: Wacker Neuson – bis zu 70% Kurspotential?!

Die Aktie des SDAX-Konzerns Wacker Neuson notierte am 15. August 2019 auf einem letzten Verlaufstief von 14,13 Euro. Das Wertpapier kletterte seitdem bis zum 13. September 2019 auf ein Zwischenhoch…

Aktie im Fokus: Deutsche Post – Gelingt diesmal ein mittelfristiges Kaufsignal?

Praktisch das ganze Jahr 2018 über tendierte das Wertpapier der Deutschen Post abwärts und erreichte erst gegen Ende des abgelaufenen Jahres bei 23,36 Euro seinen vorläufigen Tiefpunkt. Anschließen…

Deutsche Börse in Wartestellung – Der Rote Drache schwächelt

Das war dann wohl nichts Der DAX war gestern zögernd gestartet, hatte im Zuge des Brexit-Deals stark angezogen und war dann zurückgefallen. Immerhin bleibt vom Donnerstag ein neues Jahreshoch bei 1…

Bitcoin: Absturz möglich!

Auch in dieser Woche ist es dem Kurs nicht gelungen die erhoffte Erholungsbewegung einzuleiten und somit den Blick erneut nach oben zu richten. Ganz im Gegenteil.Das digitale Zahlungsmittel verharr…

Aktie im Fokus: Fresenius – Analysten sehen über 30% Kurspotential

Die Aktie des DAX-Konzerns Fresenius SE notierte am 07. Dezember 2018 bei 38,28 Euro auf einem letzten übergeordnete Verlaufstief. Seitdem erholte sich das Wertpapier bis zum 05. April 2019 auf ein…

DAX: Pullback jetzt nicht auszuschließen!

Seit dem Verlaufstief von 11.265 Punkten aus Mitte August präsentiert sich das deutsche Aktienbarometer überaus stark und hat eine erste Kaufwelle an 12.500 Punkte und den dort verlaufenden Abwärts…

AUD/JPY vor Sprung ins Glück

Der australische Dollar im Verhältnis zum japanischen Yen steht kurz vor der Vervollständigung einer langfristigen Bodenbildung. Die lange grüne Kerze vom Vortag, die die jüngste Range positiv aufl…

Wirtschaftskalender: Einige Zentralbanker halten Reden

1000 Uhr | EU-Leistungsbilanz für August1000 Uhr | Polen | Industrieproduktion und EPI (September) Einige makroökonomische Daten aus Polen haben sich im August deutlich verschlechtert, was darauf h…

USDCAD: Die Bären nehmen Kurs auf’s Jahrestief.

Im USDCAD haben sich die Bären nach einer kurzen Verschnaufpause zurückgemeldet. Im EURPLN richtet sich der Fokus mittlerweile ebenfalls wieder nach unten und bringt das Jahrestief ins Spiel. Zu gu…