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XTB: FED: Alles wartet auf Big Ben – kommt es heute bereits zu einer Entscheidung?

Mit Spannung erwarten die Anleger das Sitzungsergebnis des Offenmarktausschusses der Federal Reserve. Heute Abend um 20:15 wird Ben Bernanke vor die Mikrofone treten und die Märkte darüber informieren, ob es zu einer dritten Runde der quantitativen Lockerung kommen wird. Seit der letzten Sitzung des Offenmarktausschusses am 11. Juli und spätestens seit der Präsentation des Beige Books am 18. Juli halten sich hartnäckig Spekulationen auf weitere geldpolitische Maßnahmen der Federal Reserve im Markt.

 

Viele machen sich Sorgen über den Zustand der amerikanischen Wirtschaft, denn der private Konsum, der die wichtigste Stütze der US-Wirtschaft darstellt, schwächelt in letzter Zeit. Die Amerikaner sind verunsichert und halten ihr Geld zusammen. Dazu passen auch die Zahlen der persönlichen Ausgaben und Einkommen, die gestern herausgegeben wurden. Die Einkommen stiegen im Juni um 0,5% nach einem Wachstum von 0,2% im Mai. Im gleichen Zeitraum verharrten die persönlichen Ausgaben auf ihrem Ausgangsniveau, nachdem sie im Mai noch um 0,1% gestiegen waren. Ein anderer Unsicherheitsfaktor ist der Arbeitsmarkt, der seit geraumer Zeit bei 8,2% verharrt. Wer nicht weiß, ob er in den nächsten Monaten noch einen Job hat, ist natürlich zurückhaltender beim Einkauf. Mehr Einblick in den Zustand des Arbeitsmarktes der Vereinigten Staaten wird heute Nachmittag die Zahl der neu geschaffenen Stellen im Juli geben. Erwartet werden 120.000 nach 176.000 im Vormonat. Entsprechen die Schätzungen der Wahrheit, hat sich die Situation nochmals verschlechtert. Als wichtige Marke sind 100.000 neu geschaffene Stellen zu sehen. Diese Anzahl ist nötig, um die Arbeitslosenquote konstant zu halten. Diese Entwicklungen spiegeln sich schließlich in einem niedrigeren Wirtschaftswachstum von 1,5% im zweiten Quartal wider. Im ersten Quartal hatte die Wirtschaft noch 1,9% zulegen können.

 

Fraglich ist, ob diese und andere Negativmeldungen ausreichen, um die Federal Reserve schon zu einem Eingreifen zu bewegen. Viele Marktteilnehmer glauben, dass man sich Zeit lassen wird, um die weitere Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt zu beobachten. Zumal in der laufenden Berichtssaison viele Unternehmen mit ihren Ergebnissen überraschen konnten und ihre Prognosen bestätigt haben. Allgemein betrachtet ist die Situation auf den US-Finanzmärkten entspannter, als es die Lage vermuten lässt. Seit März 2009 konnte der Dow Jones etwa 6.500 Punkte in einem konstanten Aufwärtstrend zulegen. Die Krise in Europa sorgt hier für Kapitalflüsse in amerikanische „Assets“. Entsprechend konnte auch der Dollar gegenüber dem Euro zulegen.

 

Alles in allem ist die Lage noch nicht schlimm genug, als dass sie ein Eingreifen der FED in dieser Woche rechtfertigen würde. Vielmehr ist es wahrscheinlich, dass man bis September mit Anleihekäufen warten wird. Dennoch möchte Ben Bernanke die Märkte sicherlich nicht weiter verunsichern und wird deshalb den Leitzins zwischen 0 und 0,25% belassen und den Märkten seine Unterstützung versichern.

 

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.

von Nikolas Mauder

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