WestLB
Als Emittent ist die WestLB im Bereich der strukturierten Produkte für Zertifikate und Anleihen mit rund 2.500 Anlageprodukten in Deutschland positioniert. Bei Marktanteilen nach Marktvolumen derivativer Wertpapiere kommt die WestLB auf rund 15 Prozent und rangiert damit auf Platz 4 der Emittenten in Deutschland. Eng im Verbund mit den Sparkassen steht die WestLB als Expertise für die regionalen Partnerbanken vor Ort zur Verfügung und sorgt für ein ausreichendes Angebot von strukturierten Produkten, die durch die Sparkassen in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg den Kunden vor Ort angeboten werden können.
Dadurch hat die WestLB für den Geschäftsbereich Strukturierte Produkte ein großes Vertriebsnetz und einen dementsprechenden Absatz. Im Interesse der Kunden emittiert die WestLB vorzugsweise Produkte mit Kapitalschutz sowie Bonus- und Express-Zertifikate. Die Zertifikate-Plattform der WestLB ist mit der Note „sehr gut“ beim Internetauftritt für Zertifikateanbieter durch Euro am Sonntag gewertet worden. Obendrein hat sie ein TÜV Rheinland-Gütesiegel erhalten. Das Zertifikate-Portal von WestLB bietet Interessenten und Anlegern umfangreiche Informationen bis ins letzte Detail an und informiert auch unabhängig von der Bank über den gesamten Zertifikatemarkt, Tools, Zertifikate-Akademie und Veranstaltungen.
1832 beginnt die Historie der heutigen WestLB mit der Aufnahme der Geschäftstätigkeit durch die Westfälische Provinzial-Hülfskasse in Münster. Sie gilt als einer der Vorgänger-Gesellschaften der späteren Landesbank für Westfalen. 1888 wird die Provinzial-Hülfskasse bereits zur öffentlich-rechtlichen Landesbank der Rheinprovinz. Man verlagert schon in dieser Zeit den Sitz der Bank nach Düsseldorf, wo die Bank bis heute residiert. 1954/55 übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen die Rolle als Gewährträger und als Kapitaleigner. 1969 wird dann die Westdeutsche Landesbank (Girozentrale) WestLB mit Sitz in Düsseldorf und Münster gegründet. Die Rheinische Girozentrale und Provinzialbank und die Landesbank für Westfalen sind in der neuen WestLB aufgegangen. In den 80er-Jahren wurde die WestLB konsequent im Ausland aufgebaut. Nach der Wiedervereinigung expandierte die WestLB auch in Ostdeutschland und betreute die ostdeutschen Sparkassen im Verbund. 1993 beteiligte man sich an der Landesbank Rheinland-Pfalz, 1994 an der Landesbank Schleswig-Holstein. Die Finanzkrise führt im Februar 2008 zu einer umfangreichen Risikoabschirmung durch die Eigentümer. Durch die Billigung des Rettungsschirmes für die WestLB durch die EU-Kommission wir ein Fahrplan für die Zukunft des Institutes geebnet. Die WestLB muss beteiligungen Stück für Stück verkaufen und ihr Risiko und die Bilanzsumme um jeweils 50 Prozent zurückfahren. Die traditionsreiche Bank muss Standorte, zu denen auch Münster zählt, schließen. Heute hat die WestLB noch sieben Standorte in Deutschland sowie 13 Niederlassungen im Ausland.
Im Jahr 2011 ist die Restrukturierung der Bank größtenteils abgeschlossen. Die Kernbank ist wieder nachhaltig profitabel. Das Ergebnis vor Steuern liegt für das Jahr 2010 bei der Kernbank bei 446 Millionen Euro, somit sind hier die Erträge schon um 22 Prozent gestiegen und das Kundengeschäft ist bereits weiter ausgebaut worden. Die Bank war jedoch auch noch 2010 den Auflagen und Belastungen durch die Europäische Kommission ausgesetzt und wurde weiter verschlankt. Der Verwaltungs- und Personalaufwand der Bank ist seit 2006 rückläufig. Der Restrukturierungsplan für die Bank ist damit bereits erfüllt. Die Reduzierung der Bilanzsumme ist ebenso auf der Zielgeraden, die geforderten Standortschließungen sind erfüllt, Beteiligungsverkäufe sind größtenteils abgeschlossen.
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