08.04.2016

DAX: Konsolidierung nimmt Formen an

XTB: USA: Der starke Yen und wieder neue Konjunktursorgen ließen gestern den Rückenwind durch die Fed schnell verfliegen. An den US-Indizes ging es kräftig nach unten und die Vortagesgewinne wurden vollständig zurückgehandelt. Der Dow Jones gab um -0,98% auf 17.541,96, der S&P 500 sogar -1,19% auf 2.041,91 Zähler und der Nasdaq 100 verlor mit -1,50% am stärksten auf 4.475,28 Punkte. Gold und Anleihen waren gestern die großen Profiteure ebenso wie die Goldaktien.

 

Bei Industriemetallen setzt sich der Abwärtsdruck fort und Kupfer hat die bereits abgeschlossene Bodenbildung wieder negiert, was sich in das langsam eintrübende Gesamtbild einfügt. Dennoch lässt sich in den US-Indizes bisher nur eine Konsolidierung attestieren. Der Aufwärtsimpuls seit Mitte Februar ist charttechnisch intakt, auch wenn das saisonale Zeitfenster eines guten April und eher verhaltene Mai sich langsam schließt. Beispielsweise lässt sich im Dow Jones ein Rücklauf in Form einer bullishen Flagge einzeichnen, die bei einer Auflösung nach oben weiteres Aufwärtspotenzial signalisiert. Unter 17.391,62 Zählern nimmt die Gefahr einer vertieften Korrektur aber zu.

 

Asien: In Asien präsentieren sich die Aktienmärkte heute Morgen überwiegend positiv. Nach der starken Yen-Aufwertung am Vortag trägt dieser mit einer Beruhigung genauso wie ein festerer Ölpreis zur Stabilisierung der Aktienkurse bei. Brent und WTI legen heute Morgen um über +2,5% zu. Nach einer längeren Durststrecke kann der Nikkei mit +0,46% auf 15.821,52 Zähler ansteigen. Hingegen präsentieren sich die chinesischen Indizes durchwachsen. Der Shanghai Composite hat Abgaben im Umfang von -0,78% zu beklagen, während der Hang Sang leicht +0,51% zulegen kann.

 

Europa: Die Stabilisierung in Asien und die festeren Rohstoffpreise führen auch in Europa zu einem positiven Handelsbeginn. DAX und EURO STOXX 50 können aktuell über +0,6% hinzugewinnen. Dabei werden die Vortagesverluste von -0,97% bzw. -1,29%. Gegenwind verursacht nachwievor der starke Euro und die Konjunktursorgen, die verstärkt Exportwerte unter Druck bringen. Auch in Europa mußten die Aktienmärkte gestern einen Rückschlag hinnehmen. Zwar gelang es dem DAX gestern erneut die Marke von 9.500 Punkten zu verteidigen, aber charttechnisch ist der deutsche Leitindex weiterhin angeschlagen.

 

Erst bei Überwindung des Märzhochs von 10.113 Zählern ergeben sich weider Perspektiven auf der Oberseite. Bei Preisgabe der Haltezone von 9.500 Punkten entsteht ein neues Ausstiegssignal. Die Marke sollte man gut im Blick behalten. Vor dem Hintergrund, dass bald mit dem Mai eine eher dämpfende Aktienmarktphase beginnt (Sell in May and go away) sollte man von Bullenseite nicht allzu viel erwarten.

 



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