22.06.2012

WH SelfInvest: Trading Strategie - Sinewave – Trading von Marktzyklen

Erklärung Sinewave – Trading von Marktzyklen
Eine Möglichkeit den Markt zu analysieren, besteht darin, die periodischen Zyklen eines Marktes aufzuspüren. Als einer der ersten Analysten, die diese Periodizität des Marktes umfangreich untersuchten, entwickelte Dr. John F. Ehlers erfolgreich das vollautomatisiertes Analysetool MESA (Maximum Entropy Spectral Analysis). In 2006 dokumentierte er seine Studien und die wichtigsten Indikatoren ausführlich in seinem Buch "Cybernetic Analysis for Stocks and Futures".

Er beschreibt, dass sich diese Zyklen häufig überlappen und die Analyse erschweren, was ihn dazu brachte, sich auf den vorherrschenden Zyklus zu konzentrieren. Unter Verwendung seines bevorzugten Indikators "Sinewave Cyber" ermittelt er den so genannten "Dominanten Zyklus", der die sinusartigen Auf- und Abbewegungen des Marktes ausfindig macht.

Mit Hilfe des Autoren und Traders Claus Grube wurde der Algorithmus des Indikators in die Programmiersprache Express übersetzt und steht in der WHS Future Station Nano zur Verfügung.  Der Indikator berechnet ohne Anpassung der Parameter den "Dominanten Zyklus", wobei das Ergebnis von der voreingestellten Zeiteinheit abhängt. Laut Crube eignet sich die Aggregation eines halben Tages (Periode von 28 x 15 Minuten) auf den Eurostoxx 50 Index.

  • Geeignet für: Alle Börsen-Indizes
  • Instrumente: Futures und CFDs
  • Trading System: Swing Trading
  • Tradingrhythmus: 3-4 pro Woche
  • Mit WHS ProStation: Strategie nicht erhältlich
  • Mit WHS FutureStation: Manuell oder automatisiert

Die Strategie im Detail
Ehlers’ Sinewave-Indikator schwingt von -1 bis +1, wobei Signale durch das Kreuzen eines Vorgängers erzeugt werden (das Ergebnis ist der Sinus eines bestimmten Winkels und der Trigger ist der Sinus des selben Winkels, jedoch 45 Grad früher). Bemerkenswerterweise kreuzen sich die beiden Sinewaves nicht in trendfolgenden Zeiten, was einen Trendfilter zur Vermeidung von Fehlsignalen überflüssig macht.

Ehlers wendet die "Hilbert-Transformation" auf den Markt an. Er geht davon aus, dass sich der Markt in den meisten Zeiten (außer während Trends) zyklisch verhält, wobei mithilfe des Sinewawe Indikators der "Dominante Zyklus" entdeckt werden soll. Obwohl sich die Geschwindigkeit und Frequenz des Zyklus' häufig verändern können, liegt die Besonderheit des Sinewaves darin, sich daran schnell anzupassen.

Wann wird eine Position eingenommen?
Sobald sich die Sinewaves kreuzen, wird eine neue Position eröffnet und eine bestehende geschlossen. Eine Long Position wird in eine Short Position gedreht und umgekehrt. Als Konsequenz bedeutet dies, dass immer eine offene Position vorliegt.





 
Chart 1:
Sobald sich die Sinewaves kreuzen, wird eine neue Position eröffnet und eine bestehende geschlossen. Eine Long Position wird in eine Short Position gedreht und umgekehrt. Als Konsequenz bedeutet dies, dass immer eine offene Position vorliegt.




 
Chart 2:
Das nächste Bild zeigt, dass mit exakt den identischen Einstellungen wie oben auch ein oder zwei Zyklen pro Tag möglich sind.

Wann wird eine Position geschlossen?
Wie bereits oben beschrieben, wird eine neue Position geöffnet und die bestehende Position geschlossen, sobald sich die Sinewaves kreuzen.

Fazit
Die Sinewave Strategie zur Analyse von Marktzyklen kann zu verschiedenen Ergebnissen führen. Die Bandbreite reicht von erstaunlich gut bis sehr schlecht. Damit gilt sie nicht als robuste Strategie, doch aufgrund ihrer immer wieder spektakulären Resultate, lohnt es sich, sie weiter zu untersuchen und zu verbessern. Genau das wurde durch den Autor Claus Grube gemacht, der sowohl einen Trendfilter als auch Kriterien für Profit Targets und Stop Loss definierte.




 
Chart 3:
Die Ergebnisse seiner Studie mit 10 Jahre zurückliegenden Daten für den 15-Minuten-EuroStoxx finden sich im nachfolgenden Screenshot. Es handelt sich um eine MACD Kombination (11 und 66 Perioden EMA, 89 x 15 Minuten). Das Profit-Target ist eine 10fache ATR, auf Basis von 280 x 15 Minuten.

Es scheint, dass die Strategie in Zeiten eines stark fallenden Marktes gute Ergebnisse erzielt. Im Übergang von bullish zu bearish in 2007 sind die Einbrüche sehr massiv. Mit dem eingesetzten Filter erzeugt die Strategie nur ein Signal in jeder zweiten Woche. Die Positionen bleiben mehrere Tage geöffnet. Die Trefferquote liegt bei rund 70 %.

Achtung. Wird die Strategie auf andere Marktindizes angewendet, bedarf es einer grundlegenden Anpassung von Filter und Aggregationen.



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