DAX noch auf Richtungssuche – Hin und Her in Nahost geht weiter

Der schwächer als erwartete Arbeitsmarktbericht aus den USA vom Freitag ist an der Börse gut angekommen. Eine Zinserhöhung der Federal Reserve ist damit wieder etwas unwahrscheinlicher geworden. Die daraufhin guten Vorgaben von der Wall Street führten auch in Asien zum Wochenstart zu überwiegend grünen Vorzeichen in den Kursen und Indizes. Wieder leicht höhere Ölpreise wurden so gut kompensiert.

Im Fokus standen die Technologieunternehmen aus Japan, Südkorea und China. In Japan wurde zudem die Handelsbilanz vorgelegt, die deutlich schlechter als erwartet ausgefallen ist. Auch der Leistungsbilanzsaldo lag unter den Erwartungen.

Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran ließen über das Wochenende nur kurzzeitig die Hoffnung auf eine Einigung und damit Lösung des Konflikts zu. Zuletzt zog der Iran seine Zustimmung über eine potenzielle Einigung zur Öffnung der Straße von Hormus wieder zurück. Übrig bleiben Reibungspunkte und gegenseitige Forderungen, die von keiner Seite erfüllt werden. Auch wenn die Anleger noch versuchen, die Unwägbarkeiten zu ignorieren, könnten sie durch bald anstehende Preisdaten auf unangenehme Art wieder auf die Problematik hingewiesen werden.

 

Diese Handelswoche könnte sich etwas ruhiger gestalten. Die bislang vorgelegten Quartalszahlen fielen größtenteils besser als erwartet aus und zeigten eine hohe Gewinndynamik auf. In den USA haben bereits über 80 Prozent der S&P-500-Unternehmen ihre Bücher geöffnet.

Die Zahlen der Gea Group heute Morgen lagen weitestgehend im Rahmen der Erwartungen und fielen durch den bestätigten Ausblick auf. Weitere Unternehmen aus der zweiten und dritten Börsenreihe folgen. Aus technischer Sicht könnte sich der DAX heute in einer Handelsspanne zwischen 26 000 und 26 400 Punkten bewegen.

DAX Chart

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