DAX 2026: Rallyehoffnung trotz geopolitischer Spannungen

DAX nimmt die 24.500-Punkte-Marke ins Visier: Startet 2026 die Rekordjagd?

Der deutsche Leitindex zeigt sich zum Auftakt der ersten vollständigen Handelswoche des Jahres 2026 widerstandsfähig. Trotz eines durchwachsenen ersten Handelstags nährt die Verteidigung der psychologisch wichtigen Marke von 24.500 Punkten die Hoffnung auf ein baldiges neues Allzeithoch. Doch während die heimische Konjunkturbelebung für Rückenwind sorgt, werfen geopolitische Spannungen in Übersee lange Schatten auf das Parkett.

Bullishe Grundstimmung trotz Volatilität

Nach einem volatilen Jahresauftakt blicken Investoren mit verhaltenem Optimismus auf die kommenden Handelstage. Dass sich der DAX stabil über der Grenze von 24.500 Zählern behaupten konnte, werten Analysten als konstruktives Zeichen. In Frankfurt herrscht die Hoffnung vor, dass die im Vorjahr begonnene Rallye ihre Fortsetzung findet. Anleger scheinen fest entschlossen zu sein, die fundamentale Neuausrichtung der deutschen Wirtschaft – getragen von den Reformhoffnungen unter der Regierung Merz – in die Kurse einzupreisen. Dennoch bleibt die Marktdynamik vorerst fragil, da das Handelsvolumen nach den Feiertagen erst allmählich wieder anzieht.

Geopolitisches Beben: Der Faktor Venezuela

Für erhebliche Unruhe sorgt zum Wochenstart die zugespitzte Lage in Lateinamerika. Die US-Regierung hat mit der Festnahme des venezolanischen Präsidenten einen drastischen Schritt vollzogen, um ihre Interessen in der Region zu untermauern. Diese Machtdemonstration Washingtons birgt das Risiko einer Eskalation, die über die Grenzen Südamerikas hinausstrahlen könnte. Für die Finanzmärkte bedeutet dies vor allem eines: Unsicherheit. Da Venezuela über signifikante Ölreserven verfügt, beobachten Marktteilnehmer die Reaktion der Energiepreise und die daraus resultierenden Inflationserwartungen mit Argusaugen. Sollte die geopolitische Instabilität zunehmen, könnte dies die Risikoappetit der Anleger kurzfristig bremsen.Konjunkturdaten als Richtungsweiser: Sentix und ISM im FokusUm die weitere Richtung des Marktes zu bestimmen, richten sich die Blicke am heutigen Montag auf zwei zentrale Datenpunkte.

 

Sentix-Investorenvertrauen (10:30 Uhr MEZ): Dieser Frühindikator für die Eurozone wird zeigen, wie die Profi-Anleger die aktuelle Lage und die Erwartungen für die kommenden sechs Monate einschätzen.

Ein positiver Wert könnte die These einer nachhaltigen wirtschaftlichen Erholung in Europa stützen.US-ISM-Einkaufsmanagerindex (16:00 Uhr MEZ): Am Nachmittag wird die Wall Street das Zepter übernehmen. Der ISM-Wert für das verarbeitende Gewerbe gilt als das wichtigste Barometer für die US-Industrie.

Er wird darüber entscheiden, ob die US-Märkte dem DAX zusätzliche Impulse verleihen oder als Bremsklotz fungieren.

Technischer Ausblick

Aus technischer Sicht ist die Lage eindeutig: Kann der DAX das Niveau von 24.500 Punkten nachhaltig verteidigen und per Tagesschlusskurs bestätigen, generiert dies ein starkes Kaufsignal. In diesem Szenario rückt das bisherige Allzeithoch in greifbare Nähe. Sollte der Index jedoch unter den Verkaufsdruck der geopolitischen Nachrichten geraten, könnten Unterstützungsmarken im Bereich der 24.200 Punkte schneller als gehofft getestet werden.Anleger sollten daher in dieser ersten vollen Handelswoche des Jahres eine erhöhte Wachsamkeit an den Tag legen und insbesondere die Dynamik aus den USA am Nachmittag genau beobachten.

DAX Chart

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