DE30: Softwareprobleme belasten Lufthansa-Aktie

XTB: Aktien aus Europa und den USA schlossen die vergangene Woche schwächer ab, da auf beiden Seiten des Atlantiks deutliche Kursverluste beobachtet werden konnten. Da die Stimmung weiterhin angeschlagen war, starteten die asiatischen Aktien die neue Handelswoche mit Rückgängen. Auch bei der europäischen Eröffnung änderte sich daran nichts, die wichtigsten Indizes gaben nämlich nach. Telekommunikations- und Immobilienunternehmen notierten bei der Eröffnung höher, während alle anderen Branchengruppen hinter den Erwartungen zurückblieben.

 

Erstmals seit einem Jahrzehnt soll sich die Nettokreditvergabe positiv auf die Wirtschaft des Euroraums auswirken. Quelle: Bloomberg, Europäische Kommission

 

 

Die Umfragewerte aus dem Euroraum verschlechterten sich und das Wirtschaftswachstum verlangsamte sich, was Befürchtungen aufkommen ließ, dass sich Europa auf dem Weg in eine Rezession befinden könnte. Allerdings dürfte die Wirtschaft des Euroraums in diesem Jahr einen deutlichen fiskalischen Impuls erhalten. Höhere Staatsausgaben in Ländern wie Deutschland oder Steuersenkungen in Frankreich (nach den Protesten der Gelbwestenbewegung) gehören zu den Faktoren, die zum größten Fiskalschub seit einem Jahrzehnt beitragen.

Eine solche Entwicklung ist in Europa mehr als notwendig und könnte dazu beitragen, dass der Währungsblock die negativen Auswirkungen der sich verschlechternden Wirtschaftslage lindert, so wie die Steuerreform von Trump der US-Wirtschaft geholfen hat.

Die Lösung des Problems schafft jedoch das Potenzial, ein anderes zu vergrößern. Während ein expansiver Ansatz in der Finanzpolitik der Eurozone helfen könnte, das Wachstum zu verlangsamen, wird er Ländern wie Italien oder Spanien sicherlich nicht helfen, ihre Verschuldung zu reduzieren.

 

 

 

 

Die Aufnahme zusätzlicher Schulden durch diese Länder schafft Spielraum für eine weitere Schuldenkrise im Euroraum, falls sich das Wirtschaftswachstum nicht erholt. Es ist zu beachten, dass eine deutliche Beschleunigung des Wirtschaftswachstums angesichts der Verschlechterung der Bedingungen auf der ganzen Welt schwierig zu erreichen sein könnte.

 

 

Der DE30 fiel am Freitag unter die aufwärts gerichtete Trendlinie sowie die 11.400 Punkte-Marke. Der Rückgang wurde in der Nähe der 50-Tage-Linie (grüne Linie) gestoppt. Die Bullen versuchen heute einige Verluste auszugleichen, nachdem sie einen Schub durch besser als erwartete ifo-Werte erhielten. Ein Tagesschlusskurs über 11.400 Punkte könnte ein gutes Zeichen für die Zukunft sein. Quelle: xStation 5

 

 

 

 

 

 

Das ifo-Institut für Wirtschaftsforschung hat um 10:00 Uhr seine Indizes für März veröffentlicht. Der Geschäftsklimaindex bewegte sich von 98,7 auf 99,6 Punkte (Erwartung: 98,5 Punkte). Die Indizes zu den Geschäftserwartungen als auch zur aktuellen Lageeinschätzung fielen ebenfalls höher aus. Der erste stieg von 94 auf 95,6 Punkte, während der zweite von 103,4 auf 103,8 Punkte stieg. Bei allen wurden auch Aufwärtskorrekturen festgestellt.

Diese Werte entsprechen dem jüngsten Aufschwung der deutschen ZEW-Indizes, stehen aber im Gegensatz zu den jüngsten EMIs. Alle oben genannten Messwerte basieren auf Umfragedaten und zeigen daher manchmal ein gegensätzliches Bild.

Allerdings scheinen die EMIs am ehesten mit den Entwicklungen auf globaler Ebene in Einklang zu stehen.

Wichtige europäische Aktienindizes nach der ersten Handelsstunde:
– DE30: -0,34%
– FTSE 100 (UK100): -0,83%
– CAC 40 (FRA40): -0,69%
– IBEX (SPA35): -0,58%
– FTSE MIB (ITA40): -0,18%

 

 

 

 

 

Fresenius Medical Care sowie Fresenius steigen nach der positiven Empfehlung durch die Commerzbank. Quelle: Bloomberg

Unternehmensnachrichten
Die Deutsche Lufthansa (LHA.DE / WKN: 823212) ist heute eines der schwächsten DE30-Unternehmen. Es wurde berichtet, dass die Fluggesellschaft einige Softwareprobleme hat.

Dies könnte dazu führen, dass die Lufthansa gezwungen ist, am Montag 22 Flüge und möglicherweise mehr in den folgenden Tagen zu stornieren, falls sich die Probleme als gravierender erweisen sollten.

 

 

 

 

Fresenius Medical Care (FME.DE / WKN: 578580) steigt heute aufgrund einer Heraufstufung durch die Commerzbank (CBK.DE / WKN: CBK100). Die Empfehlung für die Aktie wurde von “Halten” auf “Kaufen” erhöht. Das einjährige Kursziel von 90 EUR bedeutet ein erhebliches Aufwärtspotenzial. Im Gegenzug finden sich sowohl Fresenius Medical Care als auch Fresenius (FRE.DE / WKN: 578560) unter den DE30-Outperformern.

Andererseits gehört Bayer (BAYN.DE / WKN: BAY001) nach einer Herabstufung durch die Bank of America Merrill Lynch zu den größten DE30-Underperformern. Die Bank senkte ihre Empfehlung für die Aktie von “Kaufen” auf “Neutral” und setzte das einjährige Kursziel auf 70 EUR. Der Kreditgeber begründete diese Änderung damit, dass rechtliche Risiken den Kurs der Bayer-Aktie weiterhin belasten könnten.

 

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