28.09.2016

Goldpreise fallen weil Deutsche Bank Besorgnisse abnehmen

  • Goldpreis  fiel in diesem Monat am stärksten, während Aktien der Deutschen Bank zurücksprangen
  • Restriktive Fed-Kommentare könnten Dollar stärken und Gold noch weiter abwärts drücken


FXCM: Der Goldpreis stürzte am Dienstag ab und fiel zusammen mit dem TED-Spread-Maß für Kreditrisiken, während sich die Aktien der Deutschen Bank nach einem scharfen Intraday Verlust erholten. Die Bank sah sich jüngst großem Druck ausgesetzt, denn es wurde befürchtet, dass die von den US-Behörden verlangte Zahlung einer $14 Milliarden Strafe das Firmenkapital gefährlich erschöpfen könnte. Der IMF sagte tatsächlich, dass die Bank die einzige große Quelle für das systemische Risiko im globalen Banksystem sei (Anmerk. d. Redakt.: Aktie im Fokus: Deutsche Bank - Im Rausch der Tiefe). Der Euro fiel zusammen mit dem Gelbmetall und schien damit eine abnehmende Prämie für Bargeld zu reflektieren.


Die Aktien der Deutschen Bank wurden bei der Eröffnung des Europäischen Handels höher gehandelt, wobei Gold und die Einheitswährung pflichtgemäß zurückgingen. Fortgesetzte Mäßigung ebnet den Weg dafür, dass die Fed-Policy-Spekulationen wieder in den Vordergrund rücken. Auf der Agenda stehen Kommentare der Vorsitzenden Yellen sowie von vier regionalen Präsidenten (Bullard, Evans, Mester und George). Ein restriktiver Ton, der Yellens Beinahe-Versprechen für eine Zinsanhebung im Dezember reflektiert, könnte den Dollar stärken und Gold tiefer drücken.
 

Gold - Technische Analyse

Der Goldpreis prallte von dem seit Anfang Juli bestehenden Trendlinienwiderstand ab und meldete den größten Tagesverlust in einem Monat. Ein Tagesschluss unter der Unterstützung im 1303,62-08,00 Bereich (Hoch vom 2. Mai, 38,2 % Fibonacci-Retracement) legt das 50 % Level bei 1287,29 frei. Alternativ würde eine Bewegung über die Trendlinie hinaus - jetzt bei 1341,01 - den Double-Top-Widerstand bei 1367,15 anvisieren.

 



Autor: Ilya Spivak

 

 

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