Aktie im Fokus: BASF – Chemie-Gigant mit über 5% Dividendenrendite und 20% Kurspotenzial
Seitdem kletterte das Wertpapier bis auf ein Zwischenhoch vom 12. Mai 2025 auf 45,97 Euro.
Zuletzt handelte die BASF Aktie im Bereich rund um die 43 Euro Marke.
Aufgrund dieses Kursverlaufs wären die nächsten Ziele auf der Ober- und Unterseite näher abzuleiten.
- Die Widerstände kämen bei 42,70 Euro, 45,97 Euro, 51,27 Euro und 54,54 Euro in Betracht.
- Die Unterstützungen lägen bei 40,67 Euro, 39,42 Euro und 37,40 Euro.
BASF Kursziel
Die Experten von Jefferies vergaben ein Ziel von 47,00 Euro und die von Goldman Sachs ein Ziel von 54,00 Euro.
Vor allem das Zeil von 54,00 Euro wäre mit dem Widerstand von 54,54 noch ausreichend zu erklären.

BASF Aktie Chart
Analyse der broker-test.de Redaktion
Der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF navigiert weiter durch turbulente Gewässer. Während das operative Geschäft nur zaghaft Erholung zeigt, überzeugt die Aktie mit solider Dividendenrendite und attraktiver Bewertung. Bei einem aktuellen Kurs von knapp 43 Euro Ende Juni 2025 stellt sich die Frage: Ist die Talsohle durchschritten oder warten weitere Herausforderungen?
BASF: Analysten sehen Kurspotenzial von bis zu 17%
Die Expertengemeinschaft zeigt sich vorsichtig optimistisch. Das durchschnittliche Kursziel aus elf Analysen liegt bei 50,00 Euro, was einem Aufwärtspotenzial von etwa 17 Prozent entspricht. Die Einschätzungen reichen von „Kaufen“ bis „Verkaufen“, wobei die Mehrheit eine neutrale bis positive Haltung einnimmt. Diese Zurückhaltung spiegelt die Unsicherheit über die weitere Marktentwicklung und die Herausforderungen in der chemischen Industrie wider.
Besonders bemerkenswert ist die Bandbreite der Prognosen für 2025: Die Gewinn-je-Aktie-Schätzungen reichen von 1,00 Euro bis 3,29 Euro bei einem Durchschnitt von 2,34 Euro.
Diese große Spanne verdeutlicht die Schwierigkeit, die künftige Entwicklung des Chemiekonzerns präzise zu prognostizieren.

Umsatzprognose 2025: Moderates Wachstum von 65,3 Milliarden Euro erwartet
Für das laufende Geschäftsjahr rechnen Analysten mit einem Umsatz von 65,3 Milliarden Euro – ein moderates Plus von 0,33 Prozent gegenüber den vergangenen zwölf Monaten. Die Spanne der Prognosen bewegt sich zwischen 61,9 und 68,8 Milliarden Euro, was die unterschiedlichen Erwartungen an die konjunkturelle Entwicklung widerspiegelt.
Bei der Profitabilität zeigen sich die Herausforderungen deutlicher: Das EBITDA soll 2025 bei 7,8 Milliarden Euro liegen – immerhin 19 Prozent über dem Vorjahresniveau. BASF selbst prognostiziert ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 8,0 und 8,4 Milliarden Euro, was leicht über den Analystenschätzungen liegt.
Attraktive Dividendenrendite von 5,25% stabilisiert das Investment
Der wahre Trumpf der BASF-Aktie liegt in ihrer verlässlichen Ausschüttungspolitik. Die Dividende von 2,25 Euro für 2024 entspricht bei einem aktuellen Kurs von 42,88 Euro einer Rendite von 5,25 Prozent. Diese attraktive Verzinsung macht die Aktie besonders für einkommenssuchende Investoren interessant.
Das Management hat sich zu einer stabilen Dividendenpolitik bekannt:
Von 2025 bis 2028 sollen mindestens zwölf Milliarden Euro an die Aktionäre ausgeschüttet werden, wobei jährlich mindestens 2,25 Euro je Aktie fließen sollen. Diese Garantie bis 2028 unterstreicht das Vertrauen der Unternehmensführung in die langfristige Ertragskraft.
| Kennzahl | Wert | Einordnung |
|---|---|---|
| Aktueller Kurs | 42,88 € | +2,46% am 27.06.2025 |
| Dividendenrendite | 5,25% | Attraktiv für Dividendeninvestoren |
| KGV (aktuell) | 51,79 | Erhöht durch schwaches Vorjahr |
| 52-Wochen-Spanne | 37,40 – 55,06 € | Kurs im unteren Drittel |
Operative Herausforderungen belasten das erste Quartal 2025
Die jüngsten Quartalszahlen zeigen die anhaltenden Schwierigkeiten des Konzerns. Im ersten Quartal 2025 lag der Umsatz mit 17,4 Milliarden Euro um 151 Millionen Euro unter dem Vorjahresquartal. Besonders beunruhigend ist die Entwicklung des Cashflows: Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit betrug minus 982 Millionen Euro, ein Rückgang von 468 Millionen Euro.
Diese Schwäche resultiert teilweise aus außergewöhnlichen Faktoren wie dem Aufbau der Edelmetallhandelsposition und einer Zahlung von rund 300 Millionen Euro für die Beilegung eines Rechtsstreits in den USA.
Dennoch verdeutlichen diese Zahlen den anhaltenden Druck auf die operative Performance.
Geschäftsjahr 2024: Kerngeschäfte zeigen Stärke trotz Gegenwind
Das abgeschlossene Geschäftsjahr 2024 bot gemischte Signale. Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg um zwei Prozent auf 7,9 Milliarden Euro, getragen von einer starken Performance der Kerngeschäfte. Die Core Businesses steigerten ihr EBITDA vor Sondereinflüssen um beachtliche 18 Prozent, während die Standalone Businesses deutlich zurückfielen.
Der Umsatz ging auf 65,3 Milliarden Euro zurück, nach 68,9 Milliarden Euro im Vorjahr. Dieser Rückgang resultierte hauptsächlich aus niedrigeren Preisen und negativen Währungseinflüssen, während die Mengen leicht anstiegen.
Kosteneinsparungen zeigen erste Erfolge
BASF setzt konsequent auf Effizienzsteigerungen. Bis Ende 2024 wurden bereits eine Milliarde Euro der angestrebten jährlichen Einsparungen von 2,1 Milliarden Euro bis Ende 2026 realisiert. Diese Kostendisziplin ist entscheidend, um in einem schwierigen Marktumfeld die Profitabilität zu stabilisieren.
Die Einmalkosten für diese Restrukturierungsprogramme beliefen sich bis Ende 2024 auf rund 900 Millionen Euro – ein Zeichen dafür, dass das Management bereit ist, kurzfristige Belastungen für langfristige Verbesserungen in Kauf zu nehmen.
Ausblick: Vorsichtige Hoffnung auf Stabilisierung
Für 2025 setzt BASF auf eine moderate Erholung. Das Unternehmen erwartet, dass alle Segmente zum Ergebnisanstieg beitragen werden – mit Ausnahme des Chemicals-Bereichs. Dieser wird durch steigende Fixkosten im Zusammenhang mit dem neuen Verbundstandort in China belastet.
Der prognostizierte Free Cashflow zwischen 0,4 und 0,8 Milliarden Euro bewegt sich auf dem Niveau des Vorjahres, was angesichts der hohen Investitionen in China als respektabel gelten kann.
Fazit: Solide Dividendenaktie mit moderatem Kurspotenzial
BASF vereint günstige Bewertung mit verlässlicher Dividende – eine seltene Kombination in volatilen Zeiten. Mit einem aktuellen KGV von 51,79 spiegelt die Aktie zwar das schwache Vorjahr wider, doch die Marktkapitalisierung von 38 Milliarden Euro und die Dividendenrendite von 5,25 Prozent machen sie für einkommenssuchende Anleger attraktiv.
Die strukturellen Herausforderungen der chemischen Industrie – von hohen Energiekosten bis zur schwachen Nachfrage aus der Automobilindustrie – werden den Konzern auch 2025 begleiten.
Für geduldige Value-Investoren bietet sich jedoch eine Chance, vorausgesetzt die Konjunktur stabilisiert sich und BASF meistert seine Transformation erfolgreich.
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