Raiffeisen Kundengarantiegemeinschaft Österreich (RKÖ)

Ähnlich der Modelle der deutschen Sparkassen und Volksbanken, haben sich auch die österreichischen Raiffeisen-Banken organisiert. Zusätzlich über die gesetzliche Sicherung hinaus, sind die Einlagen der Raiffeisen-Kunden abgesichert. Mit der Raiffeisen-Kundengarantiegemeinschaft Österreich (RKÖ), die im Jahr 2000 gegründet wurde, garantiert das Bankenkonsortium in Ergänzung zur österreichischen gesetzlichen Einlagensicherung bis zu 100 Prozent der Kundeneinlagen.

Die RKÖ besteht von der Struktur her betrachtet aus Landes-Kundengarantiegemeinschaften, die sich auf Bundesebene zusammengeschlossen haben. Die wirtschaftlichen Reserven aller RKÖ-Mitglieder sind in einem geregelten Verteilungs- und Belastungsschlüssel zu sehen, sodass Kundengelder selbst bei einem Konkurses (Insolvenzfall) auch über die gesetzliche Einlagensicherung hinaus erhalten bleiben. Beispielsweise werden Kunden, die etwaige wertlose Konkursforderungen gegen das im Konkurs befindliche Institut halten dann werthaltige Forderungen gegenüber anderen Instituten der RKÖ angeboten.

Den Raiffeisen-Kundengarantiegemeinschaften gehören ca. 79 Prozent aller österreichischen Raiffeisenbanken an. 93,4 Prozent aller Kundeneinlagen der Raiffeisen-Bankengruppe werden durch die RKÖ gesichert (Stand: 12/2007).