Value-at-Risk

VaR ist die Abkürzung des Begriffs Value-at-Risk, was so viel wie "riskierter Betrag" bedeutet. Bereits in den achtziger Jahren bei Großbanken eingeführt, findet es heute breite Anwendung in allen Bereichen des modernen Finanzwesens. Es beschreibt, welchen Teil eines betrachteten Vermögens ein Anleger mit einer angegebenen Wahrscheinlichkeit in einem festgelegten Zeitraum höchstens verliert.

 

VaR ist der Versuch, mit statistischen und sonstigen mathematischen Methoden das sich aus Marktveränderungen ergebende Risiko für ein bestimmtes Anlageprodukt rechnerisch vorherzusagen. Dem Anleger wird jedoch keine Gewähr auf die prognostizierte Risikoeinstufung und das damit einhergehende Risiko gegeben. Hierbei sollte deutlich werden, dass der VaR nur alle zwei Wochen neu berechnet wird – in Zeiten heutiger Volatilitäten somit ein Zeugnis für äußerst ungewisse Prognosen.

Der Deutsche Derivate Verband (DDV) unterteilt alle Produkte entsprechend ihrem VaR in unterschiedliche Risikoklassen ein. Dabei beschreibt 1 die am wenigsten riskante und 5 die riskanteste Klasse. Produkte in einem dynamischen Umfeld können jedoch auch mehr oder weniger Risiko aufweisen, so dass diese je nach Marktvolatilität auch in eine riskantere oder weniger riskante Klasse überwechseln können.