DAX still und leise auf Rekordkurs – US-Inflationsdaten als Impulsgeber
Heute wurden einmal mehr die Halbleiter- und KI-Aktien stark nachgefragt, nachdem die US-Unternehmen Coreweave und Super Micro Computer gestern nach Börsenschluss besser als erwartete Quartalszahlen vorlegen konnten. Die Aktienmärkte in China mussten dagegen Kursverluste hinnehmen, weil die Investoren dort die Risiken durch die anziehenden Rohstoffpreise übergewichten.
Auch für Europa stellen die weiter anziehenden Ölpreise einen klar erkennbaren Belastungsfaktor für die weitere Preisentwicklung und damit für den Konsum dar. Die Investoren müssen sich entscheiden, ob sie auf Deeskalation und dadurch sinkende Energiepreise setzen oder aber vorsichtiger agieren und lediglich den Technologieboom weiter verfolgen. Zumindest konnte die Gelassenheit der Anleger den DAX gestern ebenfalls auf ein neues Allzeithoch befördern, was in der aktuellen Situation eine erstaunliche relative Stärke bedeutet.
Die heute anstehenden US-Verbraucherpreise könnten jedoch Wasser in den Wein der Börsenoptimisten schütten und die Zinsangst zurück auf das Börsenparkett holen. Auf Jahressicht lagen diese zuletzt mit 3,5 Prozent über dem gesteckten Ziel der US-Notenbank von zwei Prozent. In Deutschland sind die Verbraucherpreise mit einem Anstieg von 2,9 Prozent auf Jahressicht und 0,9 Prozent auf Monatssicht im Rahmen der Erwartungen ausgefallen.
Die Berichtssaison spielt bei den deutschen Unternehmen heute noch einmal eine kleine Rolle. So stehen zu Börsenbeginn die Quartalszahlen von Hannover Rück, TUI, Indus und Brenntag im Fokus der Investoren. Aus technischer Sicht könnte sich der DAX heute in einer Handelsspanne zwischen 26 250 und 26 500 Punkten bewegen.
DAX Chart
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