Fed schließt BTFP-Programm: Droht eine neue Bankenkrise?

CMC Markets: Die US-Notenbank hat angekündigt, dass das Bank Term Funding Program (BTFP) wie geplant ab kommenden Montag keine neuen Kredite mehr vergeben wird.

Es ist zwar unwahrscheinlich, dass diese Entscheidung zu einer Neuauflage der Bankenkrise von vergangenem Frühjahr führen wird.

Aber das Ende des Programms schränkt zumindest die Kreditvergabemöglichkeiten der Banken weiter ein.

Mit Blick auf das Ziel der US-Notenbank, die Inflation wieder auf das Zwei-Prozent-Ziel zu bewegen, ist dieser Schritt also nur konsequent.


Tech- und Krypto-Unternehmen mit weniger Finanzproblemen

Das BTFP wurde am 11. März 2023 in Reaktion auf die Insolvenzen der Regionalbanken Signature, Silvergate und Silicon Valley aufgelegt.

Die Banken wurden durch massenhafte Abhebungen von Kundeneinlagen zu Fall gebracht, einfach weil viele dieser Kunden Tech- oder Krypto-Unternehmen waren, die Geld benötigten, um Verluste an anderer Stelle auszugleichen, aber auch, weil es anderswo bessere Sparzinsen gab.

Das Ende des BTFP wird diese unheilvollen Entwicklungen wahrscheinlich nicht erneut lostreten.

Damals notierte der US-Technologieindex Nasdaq 100 Index ein Drittel unter seinem Zwölfmonatshoch und der Stress der Unternehmen war entsprechend hoch.

Heute notiert der Index zwei Drittel höher als damals und gleichzeitig so hoch wie nie zuvor.

Außerdem ist der Bitcoin nur noch gut 10.000 Dollar von seinem Allzeithoch entfernt.

Der Stress in der Tech- und Krypto-Szene von damals hat sich in einen Boom verwandelt.

 

Diskontfenster als Alternative

Als Ersatz für das BTFP steht jetzt das Diskontfenster der Fed zur Verfügung. Es ist jedoch fraglich, ob dieses genauso umfangreich genutzt werden wird.

Tatsächlich ist es so, dass die Banken vorsichtig sind, das Diskontfenster der Fed zu nutzen, da es anderen Banken signalisieren könnte, dass sie in Problemen stecken.

Die Fed hat versucht, das Diskontfenster von diesem Stigma zu befreien, scheiterte aber bislang damit.

Daher kann es auch gut sein, dass Banken auf ihrer Suche nach einem Ersatz zur Finanzierung über das Diskontfenster zu riskanteren Alternativen greifen, was das Risiko im Bankensystem erhöhen könnte.

 

Banken können Anleihen weiter zum Nennwert als Sicherheit hinterlegen

Das Diskontfenster erlaubt Kredite über 90 Tage und nicht mehr bis zu einem Jahr, wie dies beim BTFP üblich war. Außerdem gilt hier ein variabler Zinssatz.

Geschäftsbanken können über das Diskontfenster Staatsanleihen und bestimmte andere Wertpapiere auch weiterhin zum Nennwert als Sicherheit hinterlegen.

Dies geht aus einer entsprechenden Änderung der Fed aus dem März 2023 hervor.

Geschäftsbanken mit qualitativ hochwertigen Vermögenswerten können also weiterhin so tun, als hätte der Zinsanstieg am Markt gar nicht erst stattgefunden.

Das mildert den Effekt des Endes des BTFP stark ab. Außerdem hatten Geschäftsbanken nun ausreichend Zeit, sich an den abrupten Zinsanstieg anzupassen.

Bereits in Anspruch genommene BTFP-Kredite laufen auch noch bis zu einem Jahr weiter, jene etwa, die noch kurz vor Ende des Programms in Anspruch genommen werden.

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