GBP/USD: Ein Handelsjahr geht zu Ende

In der vergangenen Handelswoche konnte man sehen, wie auch am Devisenmarkt langsam eine vorweihnachtliche Stimmung aufkam. Viele Institutionen haben ihre Handelsbücher für das ausklingende Jahr schon geschlossen und sich vom Markt verabschiedet. Die Volatilität ging selbst im „Cable“, der sonst für seine stürmischen Tagesschwankungen bekannt ist deutlich zurück. So gab es Phasen während eines Handelstages, während dessen die Handelsspanne nicht einmal 50 pips ausmachte. Im Vergleich dazu, im November gab es noch Tage mit einer Handelsspanne von über 250 pips.

udem hielten viele, der noch aktiven Trader, zum Beginn der Woche ihr Pulver trocken, um nicht vor der letzten Fed-Sitzung des Jahres auf dem falschen Fuß erwischt zu werden. Die Volkswirte waren sich im Vorfeld der Ratssitzung weitgehend einig über den Ausgang der Ratssitzung. Zuletzt erwies sich die amerikanische Konjunktur erstaunlich Robust und erhöhte damit den Druck auf die Fed die Politik des billigen Geldes zu beenden. So fielen die Zahlen zur Kapazitätsauslastung des verarbeitenden Gewerbes in den USA mit 71,3% besser aus als erwartet. Die Fed, allen voran ihr Vorsitzender, Ben Bernanke, schien dem Aufschwung bisher eher skeptisch gegenüber zu stehen. In den vergangenen Wochen warnte der Fed-Chef Bernanke abermals gebetsmühlenartig vor den lauernden Gefahren eines schwachen Arbeitsmarktes und einer stockenden Kreditvergabe für Unternehmen.

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Der Zinsentscheid bracht dementsprechend auch keine großen Überraschungen hervor. Der Leitzins wird weiter für eine längere Zeit auf sehr niedrigem Niveau bleiben. Mit diesem Wortlaut signalisiert die Fed, dass auch innerhalb der nächsten 6 Monate mit keiner Anhebung zu rechnen ist. Ebenfalls unverändert ließ die Fed den Diskontsatz, zum dem sich Banken bei der Fed Geld leihen können unverändert. Experten hatten hier schon auf eine Anhebung spekuliert.

Wie könnte es in der nächsten Woche weiter gehen?

In der Weihnachtswoche sollte der Handelsumsatz zunächst weiter zurückgehen. Das Pfund befindet sich seit Anfang Dezember in einem stabilen Abwärtstrend. Die Abwärtstrendlinie ist weiterhin intakt.

Zum Zeitpunkt der Analyse kostet das Pfund 1,6143US-$.Klicken Sie hier, um eine grafische Darstellung zu erhalten:

Zum Zeitpunkt der Analyse kostet das Pfund 1,6143US-$.

Auf seinem Weg nach unten findet das Pfund Unterstützung im Bereich von 1,6120US-$ und darunter im Bereich 1,5800US-$. Widerstände verlaufen aktuell bei 1,6340US-$, 1,600US-$ und im Bereich um 1,6840US-$.

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Der RSI notiert mit einem Wert von 16,48 im überverkauften Bereich. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit für eine kurzfristige Erholung.

Der MACD zeigt einen intakten Abwärtstrend an.

Nachdem Kursrutsch scheint eine technische Gegenreaktion wahrscheinlich. Auf Basis des Tagescharts generiert GBP/USD demnach folgende Fibonacci-Marken vom Hoch Mitte Oktober: 0% – 1,6880 / 23,6% – 1,6610 / 38,2% – 1,6440 / 50% – 1,6300 / 61,8% – 1,6160 / 100% – 1,5720.

Tradern wird empfohlen sich in Trendrichtung zu positionieren und den Stopp aufgrund der geringeren Volatilität kurz vor Weihnachten eng zu setzen.

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