Wochenausblick: Berichtssaison, Nahost und EZB-Sitzung im Fokus – Volkswagen und SAP öffnen ihre Bücher
Die kommende Woche verspricht eine der spannendsten des Sommers zu werden. Während die Berichtssaison in den USA deutlich Fahrt aufnimmt, richtet sich der Blick der Anleger auf eine Vielzahl wichtiger makroökonomischer Daten sowie auf die Sitzung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag.
Die Entwicklung der Wirtschaft im Reich der Mitte bleibt für exportorientierte Unternehmen in Europa sowie für den Rohstoff- und Industriesektor von zentraler Bedeutung.
Am Donnerstag werden die Anleger primär auf die Pressekonferenz von EZB-Präsidentin Lagarde achten.
Nachdem zuletzt steigende Energiepreise infolge der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten wieder Inflationssorgen aufkommen ließen, wird entscheidend sein, wie die Notenbank das Verhältnis zwischen nachlassendem Preisauftrieb und einer sich nur moderat erholenden Konjunktur bewertet.
DAX Chart
Auf Unternehmensebene nimmt die Berichtssaison Fahrt auf.
Am Mittwoch ist Tesla als immer noch eines der meistbeachteten Unternehmen weltweit am Zug.
Anleger werden hier auf Aussagen zur Nachfrageentwicklung, den Margen sowie den Fortschritten im Bereich autonomes Fahren und künstliche Intelligenz achten.
Tesla Chart
Ebenfalls am Mittwoch veröffentlicht Alphabet seine Quartalszahlen.
Nach der zuletzt erhöhten Volatilität im Technologiesektor will der Markt wissen, wie sich die Investitionen in KI-Infrastruktur auf Umsatz- und Gewinnentwicklung auswirken und welche Perspektiven das Management für die zweite Jahreshälfte sieht.
Aus dem DAX werden Volkswagen und SAP ihre Bücher öffnen
Insbesondere die Quartalszahlen des Schwergewichts SAP stehen nach der Enttäuschung von IBM im Fokus.
SAP Chart
Volkswagen Chart
Neben den Konjunktur- und Unternehmensdaten bleibt die geopolitische Entwicklung ein wichtiger Einflussfaktor auf die Börse.
Die Lage im Nahen Osten sowie die Entwicklung der Energiepreise haben Einfluss auf die Inflationserwartungen und damit auf die Zinsperspektiven der Notenbanken.
Gleichzeitig beobachten Investoren die Entwicklung der Renditen an den Anleihemärkten, nachdem die jüngsten Inflationsdaten den geldpolitischen Spielraum sowohl für die Fed als auch für die EZB neu definiert haben.
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