DAX kann 25 000er-Marke behaupten – Techs wackeln trotz guter TSMC-Zahlen weiter

Nach einem tiefroten Start haben Schnäppchenjäger den DAX heute zurück über die Marke von 25 000 Punkten gekauft.

Hilfreich dafür waren auch die guten Quartalszahlen vom taiwanesischen Halbleiterkonzern TSMC.

Rekordumsätze sprechen für einen fortwährenden Hunger nach KI-fähigen Halbleitern.

Das dämpfte zunächst die Befürchtungen vor einem Ende des Zyklus etwas.

 

DAX Chart

Zudem waren viele Investoren in den vergangenen Wochen an den Seitenlinien positioniert oder haben ihre Bestände am Terminmarkt abgesichert. Das führt jetzt zu einer erkennbaren Entschleunigung des Verkaufsdrucks und technischen Gegenbewegungen.

Im DAX griffen Anleger heute bei defensiven Branchen und Sektoren zu, und so finden sich die Aktien der Deutschen Börse, und Siemens Healthineers, aber auch die der Deutschen Telekom auf der Gewinnerliste wieder. Europäische Kommunikationswerte gehören seit vergangener Woche zu den Favoriten, nachdem sich Konsolidierungs- und Übernahmespekulationen in diesem Sektor breitgemacht haben.

An der Wall Street sieht man die Situation im Nahen Osten heute durch eine etwas andere Brille.

Durch den wieder aufgeflammten Konflikt steigen die Ölpreise und nähren Inflationssorgen, denen die Fed auf keinen Fall mit den noch jüngst erhofften Zinssenkungen begegnen kann.

Zusätzlich reduzieren Investoren weiter ihre Aktienbestände in den Halbleiterunternehmen und das übt Verkaufsdruck auf den Gesamtmarkt aus.

Die Gewichtung des Chipsektors hat über die vergangenen Monate deutlich zugenommen und so die Kurse der Indizes maßgeblich beeinflusst.

 

Öl Chart

Die Nervosität hinsichtlich der hohen Bewertungen und des Platzens einer möglichen Blase trifft auf einen ausgetrockneten Sommerhandel.

Weniger Liquidität und gleichzeitig hohe Volatilität sind an der Börse keine gern gesehene Kombination.

Deshalb reduzieren Anleger ihre Risikopositionen.

Vor dem Start der Berichtssaison dürften sie sich weiter zurückhaltend präsentieren.

Ab morgen könnte dann wieder etwas positive Dynamik in den Handel kommen, sofern die Banken mit ihren Zahlen überzeugen.

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