XTB: DAX: Ausblick auf den Tag, 20.01.2014

XTB: Dax über Nacht im freien Fall

Der deutsche Leitindex eröffnete heute deutlich schwächer mit 9.524 Punkten, nachdem er gestern noch die Marke von 9.600 Punkten locker genommen hatte. Dafür waren unter anderem die schlechten Daten aus China verantwortlich, denn hier schrumpft die Wirtschaft den zweiten Monat in Folge, wie der Einkaufsmanagerindex von HSBC ergab. Laut dem britischen Bankhaus ging der Wert im Februar auf 48,3 Punkte zurück und erreicht damit den tiefsten Stand seit Monaten. Ähnlich schlecht sah es auch in Japan aus. Hier fiel das Handelsbilanzdefizit im Januar um knapp 20 Milliarden Euro höher aus als angenommen.

 

Auf der heutigen Agende erwarten uns vor allem neue Zahlen aus der Berichtsaison. Die Deutsche Börse AG hatte gestern Abend bereits nach Handelsschluss verkündet, dass der Gewinn um mehr als ein Viertel auf 478 Millionen Euro fiel. Heute Vormittag erfolgt dann die offizielle Pressekonferenz zur Bilanz. Desweiteren veröffentlichten gegen Nachmittag Puma, WalMart und Hewlett-Packard ihre Zahlen.

 

Aus der konjunkturellen Sicht wird heute eine Datenwelle aus den USA erwartet. Dort werden ab 14 Uhr deutscher Zeit die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die Verbraucherpreise im Januar und der Industrieindex Philly Fed veröffentlicht.

 

FOMC-Protokoll

Kleiner Rückblick auf den gestrigen Abend, denn dort wurde um 20 Uhr deutscher Zeit das Sitzungsprotokoll der Federal Reserve veröffentlicht. Diesem ist zu entnehmen, dass die Fed weiterhin ihre Anleihenkäufe pro Zinssitzung um jeweils 10 Milliarden Dollar reduzieren will, sollte sich die Wirtschaft weiterhin erholen. Das Kaufprogramm wollen die Notenbanker bis zum Ende des Jahres abgeschlossen haben, jedoch sei dies auch keine verbindliche Deadline, da man weiterhin die Auswirkungen auf die Wirtschaft im Auge behalten wolle.

 

Zudem war dem Protokoll zu entnehmen, dass es zu einer Änderung der Leitzinsen kommen könnte. Hier hatte die US-Notenbank versprochen die Leitzinsen erst zu ändern, wenn die Arbeitslosenquote sich der Marke von 6,5 Prozent nähert. Doch immer mehr Notenbanker drängen auf eine raschere Erhöhung der Leitzinsen von aktuell 0 auf 0,25 Prozent, denn dies würde die amerikanische Wirtschaft wieder in ruhigeres Fahrwasser führen.

 

Facebook schmeißt auf seiner Shoppingtour WhatsApp in den Einkaufswagen

Es war die Nachricht nach Börsenschluss in New York! Das größte soziale Netzwerk kauft den Nachrichtendienst WhatsApp für rund 19 Milliarden Dollar. Mit diesem Deal will Mark Zuckerberg die Attraktivität seines Unternehmens vor allem bei den jungen Nutzern steigern, die einen Großteil der  WhatsApp Kunden ausmachen.

 

Bezahlen wird Facebook den Deal überwiegend mit eigenen Aktien. Insgesamt werden 12 Milliarden Dollar in Aktien und 4 Milliarden Dollar in bar bezahlt. Hinzu kommt noch einmal 3 Milliarden Dollar in Aktien nur für die beiden Gründer Jan Koum und Brian Acton. Zudem wird der aktuelle Firmenchef und Mitgründer von WhatsApp in den Verwaltungsrat von Facebook berufen. Die Anleger scheinen die Neuigkeit noch nicht so positiv aufzufassen und so fällt die Aktie von Facebook momentan um mehr als 3 Prozent.

 

Henkel: Der Kampf in den Schwellenländern

Der Konsumgüterkonzern Henkel aus Düsseldorf veröffentlichte heute Morgen seine Zahlen und musste dabei so wie viele andere international agierende Konzerne mit den Währungsturbulenzen in den Schwellenländern kämpfen.

 

Dies hatte zur Folge, dass man beim Umsatz und dem Gewinn unter den Erwartungen blieb. Beim  Konzerngewinn hatten die Analysten einen Wert von 1,65 Milliarden Euro prognostiziert, unter dem Strich erwirtschafteten die Düsseldorfer nur einen Gewinn von 1,59 Milliarden Euro. Auch beim Umsatz konnte man den Erwartungen nicht gerecht werden und so fiel dieser um einen Prozent auf 16,4 Milliarden Euro.

 

Beim Ausblick bleibt der Konzernchef Kasper Rosted zurückhaltend, denn er erwartet keine schnelle Verbesserung in den Schwellenländern. Diese sind aber für Henkel von enormer Wichtigkeit, da sie 40 Prozent des Konzerngeschäfts ausmachen. Aus diesem Grund geht Kasper Rorsted nur von einem leichten Umsatzplus von 3 bis 5 Prozent aus. Den Anlegern scheint das Zahlenwerk und der Blick in die Zukunft nicht zu gefallen und so notiert die Aktie von Henkel über 4 Prozent im Minus.

 

TUI: Großaktionär Fredriksen springt von Board

Der norwegische Milliardär und Finanzinvestor John Fredriksen will sich von einem Großteil seiner Anteile an dem Reisekonzern TUI verabschieden, wie die mit dem Verkauf der Anteile beauftrage Investmentbank Goldman Sachs gestern Abend mitteilte. Demnach möchte der Norweger sich von knapp 40 Millionen TUI-Aktien trennen, was einem Wert von mehr als einer halben Milliarde Euro entspricht. Dadurch verringert sich sein Anteil von mehr als 20 Prozent auf weniger als 5 Prozent.

 

Zwar haben andere Investoren bereits die Gunst der Stunde genutzt und weitere Aktien zugekauft, jedoch kommt der Kurs der TUI-Aktie trotzdem ziemlich in Turbulenzen, wodurch die Papiere von TUI am Vormittag bereits ein Minus von fast 5 Prozent verbuchen müssen.

 

Disclaimer

CFD sind komplexe Instrumente und beinhalten wegen der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. 81% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Anlageerfolge sowie Gewinne aus der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft. Inhalte, Newsletter und Mitteilungen stellen keine Handlungsansätze von XTB dar. Telefonate können aufgezeichnet werden.

X-Trade Brokers Dom Maklerski S.A. German Branch ist Finanzdienstleister mit registriertem Sitz in der Mainzer Landstraße 47, 60329 Frankfurt am Main, Deutschland, eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main, Deutschland; Handelsregisternummer: HRB 84148. X-Trade Brokers Dom Maklerski S.A. German Branch ist registriert bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und unterliegt grundsätzlich der Aufsicht und Kontrolle der polnischen Finanzaufsichtsbehörde KNF.

Weitere News Beiträge Weitere News Beiträge