Inflation im Mai gestiegen – Dienstleistungen teurer
Bankenverband: Die Inflation in Deutschland hat zum ersten Mal in diesem Jahr wieder etwas an Tempo gewonnen.
Die Verbraucherpreise lagen im Mai um 2,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt heute in Wiesbaden anhand vorläufiger Daten mitteilte.
Der Rückgang der Inflation war bereits im April bei einer Rate von 2,2 Prozent ins Stocken geraten.
Zwar sanken die Energiekosten zum Vorjahr um 1,1 Prozent, Nahrungsmittel verteuerten sich jedoch im gleichen Zeitraum um 0,6 Prozent, Dienstleistungen sogar um 3,9 Prozent.
Kauflaune verbessert sich
Volkswirte hatten mit einem Anziehen der Inflation im Mai gerechnet und dabei auch auf gestiegene Löhne verwiesen, die zu Preiserhöhungen von Unternehmen führen können.
So sorgten im ersten Quartal 2024 Tarifsteigerungen und Inflationsausgleichsprämien für einen deutlichen Anstieg der Nominallöhne der Beschäftigten um 6,4 Prozent.
Da gleichzeitig die Verbraucherpreise in diesem Zeitraum nur um 2,5 Prozent kletterten, ergab sich ein Zuwachs der Reallöhne um 3,8 Prozent.
Das war das stärkste Plus seit Einführung der Statistik im Jahr 2008, wie das Bundesamt ebenfalls heute mitteilte.
Entsprechend hat sich die Kauflaune der Menschen in Deutschland verbessert – zum vierten Mal in Folge, wie aus der aktuellen Konsumklima-Studie der Nürnberger Forschungsinstitute GfK und NIM hervorgeht.
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