Bundesbankpräsident Nagel: Inflation könnte EZB zu Zinserhöhung zwingen
Bundesbankpräsident Joachim Nagel hat vor einer höheren Inflation gewarnt und eine Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) bei der nächsten Zinssitzung im Juni in Aussicht gestellt. „Wir können die hohen Energiepreise nicht ausblenden“, sagte Nagel in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview. „Zinserhöhungen werden immer wahrscheinlicher, wenn sich das Inflationsbild nicht grundsätzlich ändert.“
Seit dem Ausbruch des Nahost-Krieges Ende Februar sind die Energiekosten stark gestiegen, was die Wirtschaft belastet und zugleich die Inflation anheizt. Im April war die Teuerung in der Eurozone bereits auf 3 Prozent gestiegen.
Nagel, der auch Ratsmitglied der EZB ist, mahnte, bei der Inflation könne noch einiges auf die europäische Staatengemeinschaft zukommen. Dabei seien Inflationsraten über 4 Prozent nicht auszuschließen. Der Notenbanker betonte: „Selbst bei einem baldigen Kriegsende könnte die Inflationsrate deutlich länger erhöht bleiben, als wir noch vor Wochen dachten.“
Wirtschaft im Euroraum kaum gewachsen
Unter den größten Volkswirtschaften der Eurozone verzeichnete Spanien das stärkste Wachstum mit 0,6 Prozent im Quartalsvergleich. In Deutschland wuchs die Wirtschaft um 0,3 Prozent, in Italien um 0,2 Prozent, während sie in Frankreich stagnierte. Rückgänge gab es in Irland (minus 2 Prozent) und in Litauen (minus 0,4 Prozent).
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