Kraken Card, Kraken Borrow und KI-Assistenten: drei neue Bausteine für ein umfassenderes Finanzangebot

Die Kryptobörse Kraken hat in den vergangenen Tagen gleich mehrere neue Produkte vorgestellt: die neue Kraken Card in Kooperation mit Mastercard, den Kreditservice Kraken Borrow sowie die Ankündigung einer grundlegend überarbeiteten App mit KI-Assistenten im Zentrum. Alle drei Bausteine verfolgen dasselbe Ziel – Kraken soll sich von einer reinen Handelsplattform zu einem umfassenden Finanzdienstleister weiterentwickeln, der Ausgeben, Leihen und Investieren auf einer einzigen Plattform bündelt.

Die drei Neuerungen auf einen Blick
Kraken Card, Kraken Borrow und die KI-App-Vision
600+
Krypto- und Cash-Währungen mit der neuen Kraken Card ausgebbar
▲ 150 Mio. Händler
bis 2 %
Cashback auf Kartenkäufe – in Bitcoin, Euro oder Pfund
▲ Wöchentlich ausgezahlt
max. 1×
Hebel bei Kraken Borrow – bewusst konservativ gedeckelt
▲ Voll besichert
100 %
Kontrolle bleibt beim Nutzer – jede KI-Empfehlung erfordert Bestätigung
▲ Keine Autonomie ohne Zustimmung
Quelle: Kraken, Broker-Test.de, Stand: Juli 2026

Die neue Kraken Card: Mastercard-Debitkarte für über 600 Währungen

Mit der neuen Kraken Card können Kunden ihr Krypto- und Barguthaben ab sofort im Alltag ausgeben – überall dort, wo Mastercard akzeptiert wird, also bei mehr als 150 Millionen Händlern weltweit. Die Karte wandelt Kryptowährungen dabei direkt beim Bezahlvorgang an der Kasse in die jeweilige Fiatwährung um. Nutzer greifen dafür flexibel auf über 600 Krypto- und Cash-Bestände auf ihrem Kraken-Konto zu und legen selbst fest, aus welchen Assets ein Einkauf beglichen werden soll.

Bei jedem Kauf erhalten Karteninhaber bis zu 2 % Cashback, wahlweise ausgezahlt in Bitcoin, Euro oder Pfund – laut Kraken ohne Transaktions- oder Geldautomatengebühren. Die Karte ist sowohl als digitale Variante fürs Smartphone als auch als klassische Plastikkarte erhältlich; ausgegeben wird sie über den von der britischen Finanzaufsicht FCA zugelassenen Zahlungsdienstleister Monavate. Verfügbar ist das Angebot zunächst in Großbritannien und im Europäischen Wirtschaftsraum, weitere Märkte sollen nach Unternehmensangaben folgen.

 

Kraken Borrow: Kaufkraft erhöhen, ohne bestehende Bestände zu verkaufen

Wer schnell investieren möchte, muss oft erst auf Banküberweisungen warten oder andere Assets verkaufen. Genau hier setzt Kraken Borrow an: Berechtigte Nutzer können ihre bereits vorhandenen Kryptowährungen als Sicherheit hinterlegen, um zusätzliche Käufe zu finanzieren – ohne die eigentlichen Bestände zu veräußern. Beim Kauf zeigt die App direkt eine kombinierte Kauflimite an, die sich aus dem Bargeld auf dem Konto und der zusätzlichen Kaufkraft durch das Portfolio zusammensetzt. Das vorhandene Guthaben wird dabei immer zuerst verwendet, erst der Rest wird automatisch geliehen.

Um das Risiko für Privatanleger gering zu halten, ist Kraken Borrow auf einen konservativen Hebel von maximal 1x gedeckelt. Der Service läuft als flexibler Rahmenkredit ohne feste Laufzeiten oder starre Rückzahlungspläne, bleibt jedoch jederzeit voll besichert. Nicht jedes Asset zählt dabei gleich stark zur Kreditlinie: Stabilere Werte wie Bitcoin oder Ethereum werden mit bis zu 99 % ihres Marktwerts angerechnet, volatilere Assets entsprechend geringer. Sinkt der Portfoliowert, sinkt automatisch auch die verfügbare Kreditlinie – Kraken kündigt an, Nutzer bei kritischen Entwicklungen vorab per App, Push-Nachricht und E-Mail zu warnen, bevor notfalls Assets zur Absicherung verkauft werden.

 

Die strategische Vision: Eine App mit KI-Assistenten im Zentrum

Beide Produkte sind laut Kraken erst der Anfang einer größeren Entwicklung. In den kommenden Wochen will das Unternehmen eine grundlegend überarbeitete App veröffentlichen, die stark auf proaktive KI-Assistenten setzt – im Branchenjargon oft als „Agentic AI“ bezeichnet. Diese Tools sollen im Hintergrund arbeiten, Märkte rund um die Uhr scannen und Nutzern passende Gelegenheiten vorschlagen, abgestimmt auf das individuelle Risikoprofil und Budget.

Wie die neue Kraken-KI arbeiten soll
Vom Onboarding bis zur laufenden Portfoliobegleitung
Phase Was die KI übernimmt Rolle des Nutzers
Einrichtung Erfasst Ziele, Risikobereitschaft und finanzielle Situation im Dialog Beantwortet Fragen statt manueller Konfiguration
Portfolio-Vorschlag Erstellt eine vorgeschlagene Portfoliostruktur samt Begründung Prüft, passt an oder bestätigt den Vorschlag
Laufender Betrieb Beobachtet Märkte, liefert personalisierte Einblicke und Vorschläge Entscheidet über jede Anpassung final selbst
Ausführung Bereitet mögliche Trades vor, erklärt die Logik dahinter Muss jede Order aktiv bestätigen – keine Automatik
Quelle: Kraken-Ankündigung, Broker-Test.de, Stand: Juli 2026

Kraken betont dabei ausdrücklich, dass die finale Entscheidung und Kontrolle zu 100 % beim Kunden verbleibt: Anders als vollständig autonome Trading-Agenten, wie sie einzelne Wettbewerber bereits erproben, bleibt das Kraken-System auf eine Empfehlungs- und Zustimmungslogik beschränkt – kein Trade wird ohne aktive Bestätigung ausgeführt. Ein konkretes Veröffentlichungsdatum für die überarbeitete App hat Kraken bislang nicht genannt.

 

Einordnung: Ein Wettrennen um die persönliche Finanz-App

Die drei Ankündigungen fallen in eine Phase, in der mehrere große Krypto-Handelsplätze parallel auf KI-gestützte, persönlichere Nutzererfahrungen setzen. Die Kombination aus Ausgeben (Kraken Card), Leihen (Kraken Borrow) und intelligenter Portfoliobegleitung soll Kraken nach eigenem Anspruch näher an ein vollständiges Finanzökosystem heranführen, ohne dass Nutzer für einzelne Bedürfnisse auf externe Anbieter ausweichen müssen.

 

Mehr erfahren

Ausführliche Informationen zu allen drei Ankündigungen stellt Kraken in eigenen Mitteilungen bereit – bei Interesse gerne bei uns nachfragen.

 

 

Hinweis: Kraken Borrow ist ein Kredit mit variablem Zinssatz (APR); bei fallenden Sicherheitenwerten kann es zur teilweisen Verwertung von Assets kommen. Die neue Kraken Card kann bei Krypto-zu-Fiat-Umrechnungen an der Kasse steuerlich relevante Ereignisse auslösen; die steuerliche Behandlung liegt beim Nutzer. Die beschriebenen KI-Funktionen befinden sich in der Ankündigungsphase, ein Veröffentlichungstermin steht noch nicht fest. Verfügbarkeit aller genannten Produkte kann je nach Region variieren. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Stand: Juli 2026.

Disclaimer & Risikohinweis

Diese Unterlagen dienen nur zu allgemeinen Informationszwecken und stellen keine Beratung zu Anlagen oder Finanzprodukten oder Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf, zum Staking oder zum Besitz von Krypto-Assets oder zur Beteiligung an einer bestimmten Handelsstrategie dar. Kraken beeinflusst weder aktuell noch zukünftig absichtlich den Preis einer der angebotenen Kryptowährungen. Die Unvorhersehbarkeit von Kryptovermögensmärkten kann zu Verlusten führen.

Themen im Artikel

Infos über Kraken

  • Krypto Broker
Kraken:

Kraken ist eine internationale Kryptowährungsbörse, die 2011 gegründet wurde und zu den etablierten Handelsplätzen für digitale Vermögenswerte zählt. Die Plattform ermöglicht den Handel von Kryptowährungen gegen Fiatwährungen wie Euro oder US-Dollar und richtet sich sowohl an private Anleger a...

Kraken Nachrichten

Weitere Trading News