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Nebenwerte - Wie handeln?

Sollten Sie sich dazu entschließen, in deutsche Nebenwerte zu investieren, dann gestalten sich die Ihnen offenen Möglichkeiten als vielfältig. Je nach individuellem Profil können Sie in der Strategie und der Herangehensweise variieren.

Im Folgenden sind die Anlagemöglichkeiten nach Risikopräferenzen gestaffelt, beginnend bei der größten Sicherheit, der Unternehmensanleihe.

Die Anleihe

 

Unternehmen stehen als Wirtschaftssubjekte stets vor der Aufgabe, Kapital zu beschaffen. Sie müssen schließlich den Betrieb am Laufen halten und ihre offenen Rechnungen begleichen. Dies geschieht in der Regel über einen positiven Cashflow, also die Erträge aus dem operativen Geschäft.

Steht ein Unternehmen jedoch ganz am Beginn seiner Tätigkeit oder legt große Anstrengungen auf Entwicklung und Expansion, wie es beispielsweise bei Solarbetrieben der Fall ist, dann müssen andere Möglichkeiten zur Kapitalbeschaffung in Betracht gezogen werden.

Hier gibt es zu allererst die Möglichkeit von Bankkrediten. Diese sind allerdings in der Regel kurzfristig ausgelegt und dienen der Zwischenfinanzierung.

 

Benötigt das Unternehmen dringend eine größere Summe an liquiden Mitteln, so kann es sich dies über einen Börsengang beschaffen. Auch die Neuemission von Aktien, eine so genannte Kapitalerhöhung, ist eine gängige Praxis.

In diesem Falle gibt ein Unternehmen neue Aktien zu einem festgelegten Preis aus. Diese werden in den Bestand der bereits gehandelten Aktien aufgenommen. Das Ganze läuft ähnlich ab wie der erste Börsengang.

 

Für längerfristige Finanzierungen steht es Unternehmen zudem frei, Anleihen auszugeben. Ähnlich wie der Staat wirft ein Unternehmen Anleihen auf den Markt, die von Investoren gezeichnet werden können. Diese Anleihen besitzen in der Regel eine bestimmte Laufzeit und eine fixe Verzinsung. Die Rendite liegt jedoch meist ein wenig höher wie diejenige von (deutschen) Staatsanleihen.

Am Ende der Laufzeit erhält der Investor den angelegten Betrag zuzüglich der angefallenen Zinsen zurück. Er kann dadurch mit einer sicheren Rendite kalkulieren. Das einzige Risiko bestünde darin, dass ein Unternehmen während der Laufzeit zahlungsunfähig wird und Insolvenz anmelden muss. In diesem Extremfall bekämen Sie als Anleger kein Geld zurück. Dies ist aber bei anderen Anleihen genauso.

 

Heutzutage gibt es viele Unternehmen, gerade auch aus den Nebenwerten, die Anleihen ausgeben. Diese können Sie als Anleger direkt zeichnen. Unternehmensanleihen sind jedoch ebenso frei handelbar. Sie können also jederzeit verkaufen, falls Sie das investierte Geld anderweitig verwenden mögen.

Unternehmensanleihen können beispielsweise über Eurex Bonds gehandelt werden, einen Teil der Eurex, welche wiederum zur Deutschen Börse AG gehört. Grundsätzlich sollten Sie sich jedoch auch vor dem Investieren in eine Unternehmensanleihe vom Zustand des Unternehmens überzeugen. Hier greifen die in einem anderen Kapitel dargestellten Techniken zur Fundamentalanalyse.

Der Fonds

 

Ein Fonds-Investment ist grundsätzlich den Marktschwankungen unterworfen. Damit existieren Kursrisiken. Jedoch sind diese, gemessen an den Kennzahlen, geringer als die Risiken bei einem Einzelinvestment in eine Aktie.

Das liegt daran, dass ein Fonds professionell gemanagt wird und die vielen enthaltenen Aktienpositionen untereinander Risiken diversifizieren. Genauste Informationen zum Fonds-Handel erhalten Sie im 1x1 der Fonds hier auf Broker-Test.de.

 

Daher fällt diese Sektion verhältnismäßig kurz aus. Sollten Sie sich dazu entscheiden, in einen Fonds zu investieren, geht es schließlich nur noch darum, den richtigen zu finden. Hier müssen Sie an erster Stelle zwischen verschiedenen Fonds-Arten unterscheiden.

Zum einen gibt es Index-Fonds beziehungsweise so genannte ETFs (Exchange Traded Funds), die sich durch niedrigere Gebühren auszeichnen, aber in der Regel lediglich einen fixen Index abbilden, wie den MDAX oder den SDAX. Auch bei einem direkten Investment in einen gesamten Index mittels der genannten Vehikel kommt der Diversifikationseffekt zum Tragen.

Auch könnte sich die Entscheidung für eine ETF für Sie lohnen, wenn Sie sich nicht für spezielle Titel entscheiden mögen und breit an der wirtschaftlichen Entwicklung der deutschen Nebenwerte aus MDAX oder SDAX partizipieren möchten. Genauso können Sie sich selbstverständlich für einen aktiv gemanagten Fonds entscheiden, bei dem echte Fondsmanager die Aktien professionell selektieren.

Die Aktie

 

Nun, der klassische Aktienhandel ist technisch betrachtet eine sehr einfache Disziplin. Sie benötigen lediglich einen Online-Broker beziehungsweise ein Depot und können sich sofort daran machen, geeignete Aktien zu finden.

Wenn Sie sich dies alleine nicht zumuten, können Sie von einem professionellen Börsendienst Gebrauch machen. Auch hier werden Sie von einem professionellen Analysten bedient, der Aktien gezielt auswählt und diskutiert.

 

Ansonsten sollten Sie sich der Tatsache bewusst sein, dass Aktienhandel risikobehaftet ist. Die hohen Renditen, die bei Aktieninvestitionen möglich sind, werden eben auch von den Risiken auf Kursverluste begleitet.

Grundsätzlich gilt, dass der Markt effizient ist und der jeweilige Kurs einer Aktie fundamentalen Ursprungs ist. Wächst ein Unternehmen, so steigt der Kurs. Wird einem Unternehmen großes Potential attestiert, so steigt der Kurs. Wenn jedoch eine Wirtschaftskrise vor der Tür steht, dann wird es nach unten gehen.

Zum Glück aber können Sie Aktien jederzeit handeln und so Verluste in Grenzen halten. Schließlich noch haben Aktien einen positiven Nebeneffekt, denn nicht selten werden an die Anleger Dividenden ausgeschüttet. Unabhängig vom Kursverhalten können Sie diese als fixen Bonus betrachten (Dividendenaktien).

Zertifikate & Co.

 

Oberhalb der Aktie sind den pauschalen Risiken für derivative Wertpapiere keine Grenzen gesetzt. Per Optionsschein, CFD oder Hebel-Zertifikat können auch Nebenwerte mittlerweile gehebelt gehandelt werden. Hier steigen dann die Risiken proportional zur Chance. Diesen Bereich sollten Sie den echten Profis überlassen.

 

Allerdings gibt es auch eine Fülle von Zertifikaten, die fixe Strategien verfolgen und sich strikt nach dem Kursverhalten der zugrunde liegenden Aktie verhalten.

Auf diese Art können Sie als Investor Ihre Risiken anpassen, meist sogar reduzieren, falls Sie an diesem Thema Interesse finden. Zu nennen wären hier vorrangig Bonus- oder Discount-Zertifikate. Hierüber können Sie sich im 1x1 der Zertifikate hier auf Broker-Test.de genauer informieren.