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MENUMENU

Welche Chancen bieten Investitionen in Emerging Markets?

Investoren, die sich direkt oder indirekt in diesen zukunftsträchtigen Märkten engagieren, haben dafür eine Reihe von Gründen. Das dynamische Wirtschaftswachstum dieser Länder dürfte einer der wichtigsten davon sein.

Die hohe Wachstumsdynamik erklärt sich vor allem daraus, dass die meisten zu den aufstrebenden Märkten zählenden Volkswirtschaften stark exportorientiert sind, zugleich aber in den betreffenden Ländern selbst viele Märkte, insbesondere für Konsumgüter, noch nicht gesättigt sind. Das ist ein wesentlicher Unterschied beispielsweise zu Deutschland.

Wachstumspotential im Inland

Die deutsche Wirtschaft ist zwar auch stark exportorientiert. Doch im Unterschied zu den Schwellenländern kann sie sich parallel dazu im Inland deutlich weniger Wachstumspotenziale erschließen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg hat der Wohlstand der Bevölkerung in Deutschland deutlich zugenommen, nicht zuletzt infolge des so genannten "Wirtschaftswunders" in den 1950er Jahren.

Ganz gleich, ob es um großzügigeren und besser ausgestatteten Wohnraum, um die Anschaffung von Haushaltsgeräten und PKWs oder um den Besitz von Unterhaltungselektronik, Computern und modernen Kommunikationsmitteln geht - in den meisten Fällen sind die entsprechenden Märkte in Deutschland bereits weitgehend gesättigt.

Expansives Marktwachstum ist eigentlich nur noch dann möglich, wenn völlig neue Produkte auf den Markt kommen, wie in jüngster Zeit etwa bei Tablet-PCs oder Smartphones.

Demografie

Das im Unterschied dazu weitaus größere Wachstumspotenzial in den aufstrebenden Ländern liegt jedoch nicht nur daran, dass deren Märkte für Konsumgüter noch nicht so stark gesättigt sind und eine entsprechende Entwicklung wie in den zurückliegenden Jahrzehnten in Deutschland dort erst sukzessive mit steigendem Wohlstand zu erwarten ist.

Vielmehr spielt auch die demographische Situation eine ganz wesentliche Rolle. Während sich in Deutschland und den meisten anderen Industriestaaten ein Rückgang der Bevölkerung und eine zunehmende Überalterung abzeichnen, ist in den meisten aufstrebenden Märkten noch ein deutliches Bevölkerungswachstum zu beobachten.

Und mit der Bevölkerung wächst auch die Zahl der inländischen Konsumenten.

Konsumgüter, Exportgüter, Rohstoffe

Für Kapitalanleger heißt dies, dass vor allem jene Unternehmen und Branchen attraktive Chancen bieten, die in hohem Maße Konsumgüter und Exportgüter für den Bedarf dieser Märkte produzieren oder die in den betreffenden Ländern selbst vertreten sind. Auch die Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen ist unter diesem Aspekt von großem Interesse.

Denn zum einen benötigen die dynamisch wachsenden Volkswirtschaften selbst immer größere Mengen Rohstoffe, und zum anderen spielen sie zumindest teilweise eine bedeutende Rolle als Exporteure bestimmter Rohstoffe und Bodenschätze.

Investoren können ihr Kapital zum einen direkt in den aufstrebenden Ländern anlegen, zum anderen aber auch in solche Unternehmen investieren, die ihren Sitz anderswo haben, aber ihre Exportgüter vor allem in diesen Märkten absetzen.

Investments direkt in Wachstumsmärkten sind oftmals auch deshalb besonders attraktiv, weil das niedrige Lohnniveau und der günstige Zugang zu bestimmten Rohstoffen höhere Gewinnspannen ermöglichen.

Länderspezifische Unterschiede

Je nachdem, um welches Land es sich handelt, können bestimmte Branchen besonders bedeutend und chancenreich sein. So verfügen beispielsweise China, Brasilien, Südafrika und Russland über wertvolle Rohstoffe und Bodenschätze, angefangen von Kohle, Erdöl und Erzen bis hin zu Gold, Diamanten oder Seltenen Erden.

Im Hinblick auf ein niedriges Lohnniveau und einen großen Bedarf an Konsumgütern stehen vor allem die sehr bevölkerungsreichen Länder China und Indien im Vordergrund.

Staaten wie Südkorea und Taiwan hingegen sind seit Jahren als Exporteure für Halbleiterprodukte, Unterhaltungselektronik, Computertechnik und andere Konsumgüter feste Größe an den globalen Märkten.

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