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MENUMENU

Benjamin Graham - Der Godfather des Value Investing

Benjamin Graham wurde als "Benjamin Grossbaum" im Jahre 1894 in London geboren. Bereits 1895 wanderte die Familie mit geänderten Namen in die Vereinigten Staaten aus.

Die Familie versprach sich mit der Namensänderung bessere Chancen in den USA, da deutsche Namen aufgrund des 1. Weltkriegs weniger beliebt waren.

Graham wuchs in Manhatten und Brooklyn, New York, auf. Als Benjamin Graham neun war, starb der Vater. Durch den frühen Tod des Vaters, wuchs Grahams Wunsch nach finanzieller Sicherheit.

Studium und Karriere

Im Alter von 20 Jahren schloss Graham sein Studium mit den Fächern Mathematik, Philosophie, Englisch und Griechisch an der Columbia University ab. Graham entschied sich zunächst gegen eine akademische Karriere und ging an die Wall Street.

Sechs Jahre später wurde eine Investment Partnerschaft mit Jerome Newman beschlossen, was der ersten Gründung eines Investmentfonds nahekommt. Ab 1928 unterrichtete Graham an der Columbia University.

Hauptsächlich wurden Vorlesungen über das Finanzwesen gehalten. Grahams Lehre brachte berühmte Menschen hervor: Die Wall Street Legende Warren Buffett gehörte zu einem der vielen Schüler von Graham. Buffett war der einzige, der je ein "A+" in Grahams Kurs bekam.

Das Werk „Security Analysis“

Der Börsencrash im Jahre 1929 traf die Unternehmung von Graham tief, doch er konnte einen erheblichen Teil seines Vermögens erneut erarbeiten.

Die Erfahrungen, die er durch den großen Crash gewonnen hat, haben Graham dazu inspiriert, sein Buch „Security Analysis“ zu schreiben. 1934 erschien das Buch, das noch heute von Top-Anlegern wie Warren Buffett als „Bibel“ bezeichnet wird.

Heute, rund 80 Jahre später, ist „Security Analysis“ noch immer auf Platz 1 der Bücher rund um Wertpapiere auf Amazon.

Das Thema Geldanlage wurde an den Universitäten mehr und mehr zum akademischen Bestandteil des Lehrplans: Gerade zu Beginn in den Vereinigten Staaten ausgeprägter als in Deutschland oder anderen Ländern.

Der Sicherheitsabschlag, oder auch „Margin of Safety“, ist ein weiteres Erbe Grahams. Der Grundgedanke dahinter ist, dass eine Aktie nur unter ihrem prinzipiellen Wert gekauft werden sollte. Diesen Wert bedarf es mithilfe von ausführlichen Analysen zu bestimmen. Grahams Credo bestand also darin, Aktienanlagen als Geschäft zu betrachten.

Ruhestand

Benjamin Graham beschloss sich früh aus dem Berufsleben zurückzuziehen. Bereits im Alter von 62 Jahren ging er in den Ruhestand. Fortan entschied sich Graham dazu, an schönen Orten zu leben.

Zu seinen favorisierten Aufenthaltszielen zählten Beverly Hills, Madeira oder Aix-en-Provence. Grahams Leidenschaft fürs Dichten und Schreiben wurde mit der Zeit ausgeprägter. Ein Werk war sein Lebensbericht „Woran ich mich erinnere“.

Auch sein Totengedicht verfasste Benjamin Graham selbst:
„Dieser Mann erinnerte sich an das, was sonst alle vergaßen, und vergaß viel, an das sich jeder erinnerte. Er lernte lang, arbeitete hart und lächelte häufig, gestärkt von Schönheit und gefesselt von der Liebe.“

Was der Nachwelt heute von Graham bleibt, ist ein literarisches Werk, das im Bereich der Wertpapieranalyse seines gleichen sucht, und natürlich viele Top-Anleger wie Warren Buffet.