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MENUMENU

Warren Buffett - Der bekannteste Value Investor

Warren Buffett (30. August 1930) ist ein US-amerikanischer Großinvestor und Unternehmer. Er wurde als zweites Kind des Brokers Howard Buffet und dessen Frau Leila geboren. Sein erstes Geld verdiente er im Jahr 1936, als er ein Sixpack Coca Cola für 25 Cent kaufte und anschließend jede einzelne Flasche für 5 Cent verkaufte.

Anschließend verdiente er Geld als Zeitungsbote, dem Verkauf von gebrauchten Golfbällen sowie der Vermietung von Flipperautomaten. Im Unternehmen seines Vaters machte er erste Erfahrungen mit Aktien, als er im Alter von elf Jahren seine ersten drei Aktien kaufte.

Sein Vermögen wird auf rund 66,1 Mrd. US-Dollar geschätzt, was ihn zum drittreichsten Menschen der Welt (2014) macht. Warren Buffett ist nach Benjamin Graham der bekannteste Value Investor und Verfechter dieser Investment-Strategie.

Berkshire Hathaway

Warren Buffett hat nahezu sein gesamtes Vermögen in sein von ihm aufgebautes und geleitetes Investment-Unternehmen "Berkshire Hathaway" investiert, von dem er selber der größte Aktionär ist.

Am 1. Mai 1956 gründete Buffett seine eigene Investmentfirma, die "Buffett Partnership", die zwischen 1956 und 1969 eine durchschnittliche Jahresrendite von 29,5% erzielte.

1969 löste Buffett die Investmentfirma auf und bot seinen Investoren an, ihr Geld in Aktien von Berkshire Hathaway zu tauschen.

Das Unternehmen wurde 1965 für seinen Investmentpool erworben und im Laufe der Jahre von einem Textilunternehmen in eine Holdinggesellschaft umgewandelt.

Berkshire Hathaway ist zu einer Beteiligungsgesellschaft mit 66 eigenen Unternehmen und weiteren Beteiligungen aufgestiegen. Das durchschnittliche jährliche Anlageergebnis zwischen 1965 und 2013 liegt bei 19,7%.

Zum Vergleich: Der S&P 500 erreichte in diesem Zeitraum lediglich eine Rendite von 9,8%. Buffett zeichnet sich auch durch seine Bescheidenheit und sein Engagement in wohltätige Zwecke aus.

Die Aktie von Berkshire Hathaway ist mittlerweile die teuerste zu kaufende Aktie der Welt.

Vorbild Benjamin Graham

In früheren Jahren sagte Warren Buffet, dass er zu 85 % wie Benjamin Graham sei, dem Übervater der Value Investment Strategie.

Auf den ersten Blick sieht die Investmentstrategie von Warren Buffet leicht aus, weil sie auf zwölf einfach zu verstehenden Kriterien bei der Bewertung von Unternehmen basiert. Diese in der Praxis umzusetzen, ist allerdings sehr schwierig und erfordert sehr viel Disziplin.

Allerdings legt Warren Buffet beim Erwerb eines Unternehmens, anders als Graham, verstärkt ein Augenmerk auf subjektive Elemente.

Dieser Fokus macht sich auch darin bemerkbar, dass Buffet den Vorsitzenden der Unternehmen, deren Investor er ist, große Freiheiten im Hinblick auf die Unternehmensführung lässt.

Buffets Strategie

Auf der anderen Seite benutzt auch Warren Buffet Bewertungskriterien, die zwar komplex zu verstehen, aber in der Praxis einfach zu beantworten sind. Zu diesen zählen unter anderem Kennzahlen wie der "Economic Value Added" (EVA).

Dieser ist zwar nicht einfach zu verstehen, doch wenn das Konzept einmal begriffen wurde, recht einfach zu berechnen. Warren Buffet selber wird nicht müde zu betonen, dass der Erfolg seiner Anlagestrategie kein Einzelerfolg oder Zufall ist, sondern auf den Lehren von Benjamin Graham basiert.

Die "Sicherheitsmarge" und der innere Wert eines Unternehmens können seiner Meinung nach von verschiedenen Investoren ermittelt und kontrolliert werden.

Bei einer Präsentation an der Columbia University präsentierte er mehre Investoren, die durch die Beachtung des Graham Prinzips überragende Anlageerfolge über mehrere Jahre vorweisen konnten.