Broker-Interview mit Mario Fabbri, Directa

Broker-Test.de führte ein interessantes Interview mit Mario Fabbri, Vorstandsvorsitzender beim Daytrade Broker Directa SIMpA, über den kürzlich eingerichteten Zugang zum europäischen Blue Chips Markt Chi-X sowie die im Oktober gestartete Zusammenarbeit mit der Raiffeisen Landesbank Südtirol. Außerdem verriet uns Herr Fabbri, daß man bei Directa derzeit an einer mobilen Trading-Lösung für das iPhone arbeitet.

Seit Ende Juli bietet Directa seinen Brokerage-Kunden einen Direktzugang zum europäischen Blue Chips Markt Chi-X an. Können Sie uns dazu mehr berichten?

Mario Fabbri: “Im Moment ist das Handelsvolumen auf Chi-X noch relativ niedrig, aber wir rechnen für die Zukunft mit einem steigendem Handelsvolumen.

Augenblicklich bieten wir nur die deutschen und französischen Blue Chips an, wollen aber sobald wie möglich weitere Aktien aus anderen Ländern anbieten. Wir sind mit deutschen und französischen Blue Chips gestartet, da wir davon ausgehen, dass die Deutsche Börse und die Euronext nicht alle Bedürfnisse der Trader abdecken.

An Chi-X begeistert uns die hohe Liquidität bei kleinen Spreads und geringen Transaktionskosten, welche für unseren Zielkunden – den Heavytrader – zwei wichtige Faktoren darstellen.”

Directa bietet seit dem 01.10.2009 in Zusammenarbeit mit der Raiffeisen Landesbank Südtirol ein Paket für seine Kunden an. Können Sie uns Einzelheiten und Vorteile dieser Kooperation zwischen Broker und Bank erläutern?

Mario Fabbri: “Ein großer Unterschied zwischen deutschen und italienischen Tradern liegt in der Bedeutung, die die Einlagensicherung des Brokers für die Kunden hat. Die Sicherungssumme der italienischen Broker liegt bei 20.000 Euro wobei wir denken, dass dies für unsere potentiellen deutschen Kunden kein allzu attraktives Angebot ist.

Durch die Zusammenarbeit mit der Raiffeisen Landesbank Südtirol können wir die Einlagensicherung auf 100.000 Euro erhöhen. Zusätzlich liegen Aktien und Fondsanteile dann bei einer Bank, und ich kann mich an keinen Fall erinnern, bei dem ein Kunde sein Geld verloren hat, dessen Geld auf einem Bankkonto deponiert wurde.

Außerdem sind die Deutschen, im Gegensatz zu italienischen und amerikanischen Trader, eher daran gewöhnt, ihr Geld auf einem Bankkonto und nicht bei einem Broker deponiert zu haben.”

Warum sollten Trader, Daytrader und andere Interessierte mit Directa handeln?

Mario Fabbri: “Unsere Dienstleistungen sind auf Heavytrader abgestimmt, die Wert auf niedrige Gebühren und hohe Ausführungsgeschwindigkeit, Verlässlichkeit sowie einen schnellen Zugung zu liquiden Märkten legen. Directa ist der Broker, der diesen Ansprüchen am besten entspricht.

Außerdem ist das Onlinetrading unser Geschäftsschwerpunkt, so dass wir uns komplett auf die diesbezügliche Qualitätsssicherung und die beste Serviceleistung konzentrieren können.”

Directa bietet eine Reihe von Handelsplattformen. Wo handeln ihre Trader hauptsächlich? Gibt es einen Trend zum mobile trading?

Mario Fabbri: “Die von unseren Kunden am meisten genutzten Plattformen sind das Flashbook, welches sich durch schnelles 1-Click Trading in einem vertikalen Orderbuch an sehr liquiden Märkten auszeichnet. Auch unsere Tradingplattform mit HTML-Interface, die den weniger schnellen Tradern eine übersichtliche Eingabemaske bietet, wird von vielen unserer Kunden genutzt.

Mobiles Trading auf hohem Niveau ist eines unserer Vorzeigeprojekte. Directa wurde 1999 als einer der ersten Onlinebroker gegründet. 2004 haben wir den Sektor mit unserem Programm Pentrader revolutioniert, das – nach unserer Ansicht – die effizienteste mobile 1-Click-Tradingplattform ist.

Eine noch bessere Plattform für das Apple iPhone wird bald unsere Angebotspalette an mobilen Trading-Lösungen erweitern. Wir arbeiten noch an einer Präzisierung der Bewegungen der Finger und werden dies vermutlich patentieren lassen. In den letzten Jahren hat das mobile Trading lediglich 1-2% des gesamten Handelsvolumens eingenommen, aber wir gehen davon aus, dass dieser Trend an Boden gewinnen wird.”

Directa ist ein italienischer Online-Broker aus Turin. Inwieweit sind Gelder der Brokerage-Kunden ihres Hauses abgesichert?

Mario Fabbri: “Wie bereits gesagt, versichert der „Fondo Nazionale di Garanzia“ Ihre Einlagen bis 20.000 Euro, daher arbeitet Directa seit 1999 mit anderen Banken zusammen: im Moment sind es 140 Banken, die meisten davon Raiffeisenbanken. Rund 30 Prozent unserer Kunden haben sich für eine Kombination von Directa und Bank entschieden. “

Die Wirtschaftskrise hat sich bei den meisten Brokern im Orderverhalten und somit im Umsatz deutlich negativ bemerkbar gemacht – wie sieht es bei Directa für den Gesamtausblick für das Jahr 2009 aus?

Mario Fabbri: “An einem bestimmten Punkt der Finanzkrise sind die Kapitalumsätze und die Tradingaktivität unserer Kunden zurückgegangen, aber nach dem Erreichen dieser Talsohle kam eine neue Kapitalinflux und es kamen neue Kunden hinzu, so dass die Gesamtumsätze von 2009 stabil bleiben und vermutlich ansteigen, obwohl Directa weniger Zinsen erhalten wird.

Alles in allem werden wir das Jahr mit einem Gewinn abschließen und gehen davon aus, dass sich 2009 das Feld der existierenden Broker lichtet und wir unsere strategische Marktposition mehr ausbauen können.”

Vielen Dank für das Gespräch

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