DAX hängt die Wall Street ab – Zinsen in Deutschland könnten steigen 

CMC Markets: Der Deutsche Aktienindex brennt gerade ein regelrechtes Kursfeuerwerk ab. Just als es niemand mehr erwartete, entwickelt sich der deutsche Markt plötzlich besser als die Wall Street. Das ist eine Entwicklung, die der Großteil der Anleger so nicht auf dem Schirm hatte. Gerade deshalb entfaltet sich die aktuelle Dynamik.

Diejenigen, die auf das Gegenteil gesetzt haben, müssen den Kursen nun nachlaufen. Seit dem 26. August stieg der DAX um knapp zehn, der S&P 500 um 7,5 Prozent. Auf diese Outperformance haben Anleger lange warten müssen. Deutsche Aktien sind günstiger bewertet als amerikanische. Das zahlt sich jetzt aus.

Die ultralockere Geldpolitik in der Eurozone setzt sich fort. Die geldpolitische Wende wurde mit dem gestrigen Tag nicht mehr nur noch verschoben, sondern womöglich ganz aufgehoben. Aber die Zinsen in Deutschland könnten nach den gestrigen Beschlüssen der Europäischen Zentralbank sogar steigen, während alle darüber sprechen, dass die Maßnahmen die Lage für Sparer verschlechterten.

Wenn die designierte EZB-Chefin Lagarde beschließt, Staatsanleihen nach einem anderen Verteilungsmechanismus zu kaufen als dem Finanzierungsschlüssel der EZB, könnte die Notenbank tatsächlich weniger deutsche Papiere kaufen.

 


 

Dies wiederum würde einen Zinsanstieg in Deutschland nach sich ziehen, den sich offenbar jeder wünscht. Dann darf sich aber auch niemand beschweren, wenn die wirtschaftliche Entwicklung im kommenden Jahr hierzulande schwächer ausfällt und die Zinsbelastung für die Haushalte ebenso nach oben geht.

Aus technischer Sicht bestätigte der DAX gestern die Marke von 12.294 Punkten als neue Unterstützung. Das macht den Weg frei in die 12.500er Region, auch das Jahreshoch bei 12.656 Zählern ist ein mögliches Ziel für die kommenden Wochen. Die Börsenampel in Frankfurt hat dank der EZB jetzt vollends auf grün geschaltet.

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