DAX tritt weiter auf der Stelle – Nvidia hält die KI-Fantasie am Leben

Die gute Stimmung nach den Quartalszahlen von Nvidia und Salesforce schwappt von der Wall Street über Asien auch nach Europa über. Der Leuchtturm im KI-Sektor, Nvidia, kann einmal mehr von einer ungebrochenen Nachfragedynamik nach seinen Chips berichten.

Selbst die sehr hohen Erwartungen konnten erfüllt und teilweise sogar noch übertroffen werden. Bei Salesforce wurden jedoch einige Flöhe im Pelz gefunden und die Investoren schickten die Aktien des Unternehmens in die Verlustzone.

Im asiatischen Handel dominierten die positiven Zahlen von Nvidia und sorgten an den Aktienmärkten in Japan und Südkorea für Rekordstimmung.

 

Nvidia Chart

Lediglich an den chinesischen Börsen waren leichte Molltöne zu vernehmen und Befürchtungen vom Ende des klassischen Schweinezyklus im Halbleitersektor wurden lauter.

Für den europäischen Handel zeichnet sich ebenfalls eine leichtere Eröffnung ab.

In den vergangenen Handelstagen erreichten viele Börsen in Europa neue Rekordhochs, und so langsam lässt dadurch das Momentum nach.

 

DAX Chart

Die Anleger in Frankfurt werden heute erneut mit einer Reihe an Unternehmensnachrichten unter anderem von der Allianz, der Deutschen Telekom, Münchener Rück und Scout24 konfrontiert. Noch aber bleiben viele geo- und handelspolitische Fragen unbeantwortet, weshalb der DAX die positive Dynamik aus den USA und Asien nicht in weitere Kursgewinne umsetzen kann. Zum einen schwebt das Damoklesschwert in Form der US-Strafzölle weiter über dem Markt und zum anderen bleibt die Situation im Nahen Osten zwischen den USA und dem Iran angespannt. Beide Faktoren stellen wesentliche Fallstricke für die exportlastige und rohstoffabhängige deutsche Wirtschaft dar. So will immer noch keine richtige Rekordstimmung bei den Investoren aufkommen, weshalb sich das Branchenkarussell weiterdreht und der DAX auf der Stelle tritt.

Heute Nachmittag werden noch die wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten auf großes Interesse stoßen, nachdem es in den vergangenen Handelstagen zu Revidierungen der bisher publizierten Daten gekommen war.

Aus technischer Sicht bleibt es dabei: Die Handelsspanne im DAX zwischen 24 950 und 25 250 muss in eine Richtung verlassen werden, um dem Markt eine neue Richtung zu geben.

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