DAX weiter kraft- und richtungslos – Saudi-Arabien dreht am Ölpreis

CMC Markets: 13.200 Punkte dürften ein dickes Brett werden, das der Deutsche Aktienindex auf seinem weiteren Weg nach oben bohren muss. Ist die Hürde allerdings erst einmal genommen, könnte es schnell in Richtung Rekordhoch gehen. Bis dahin sammelt der Markt scheinbar die Kraft, die er dafür braucht und legte heute den zweiten Ruhetag in Folge hin.

Auch die eigentlich guten Zahlen der drei DAX-Unternehmen Wirecard, BMW und Adidas wurden von den Anlegern lediglich mit einem Schulterzucken oder gar Verkäufen quittiert.

Stattdessen will die Börse endlich die Antwort auf die Frage, wann denn nun die erste Phase des Handelsvertrages zwischen den USA und China unterzeichnet wird. Jede Verzögerung könnte als erneute Abkühlung in den Beziehungen der beiden Parteien verstanden werden. Alles steht und fällt mit dem Handelskonflikt – dies sollte man als Anleger auf dem jetzt erreichten hohen Niveau des Aktienmarktes auf keinen Fall vergessen.

Denn aus einer weichen Landung der Wirtschaft kann im Ernstfall eine harte Landung samt Rezession werden.

Alles, was es dafür braucht, sind ein paar böse Tweets aus Washington.

Die Märkte ersehnen sich weiter die Klarheit, die es im Handelskonflikt im Grunde genommen nie gegeben hat.

 


China hat gestern das erste Mal seit 15 Jahren Schulden in Euro aufgenommen. In der Volksrepublik scheint man ein wenig den Glauben daran verloren zu haben, dass der Handelsstreit mit den USA nur ein vorübergehendes Phänomen ist.

Die Eurozone könnte so zum klammheimlichen Gewinner des Handelsstreits werden und der Euro an Bedeutung gewinnen.

Auch der Ölpreis sollte jetzt im Blick behalten werden.

Saudi-Arabien will Produktionssenkungen der OPEC erreichen, um die eigenen Preisvorstellungen für den Aramco-Börsengang von zwei Billionen US-Dollar am Markt zu rechtfertigen.

Das Land hat Interesse an einem steigenden Ölpreis, der auf der anderen Seite abträglich für die Stabilisierungsversuche der Weltwirtschaft sein könnte.

 


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