Der erste Geschäftsbericht von SpaceX: Kann Musks Vision eine Bewertung von 1,4 Billionen Dollar rechtfertigen?
Von der IPO-Euphorie zu einem Verlust von 500 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung
Die Begeisterung ist seitdem dramatisch abgeklungen. Die SpaceX-Aktie notiert nun mehr als
50 % unter ihrem Tageshöchststand nach dem Börsengang, während das Unternehmen seit seinem ersten Handelstag am 12. Juni mehr als 500 Milliarden US-Dollar an Marktkapitalisierung verloren hat.
SpaceX-Tageschart – Quelle: ActivTrader-Handelsplattform
Der Rückgang fiel mit einer wachsenden Vorsicht gegenüber einigen der Aktien zusammen, die am stärksten vom KI-Investitionszyklus betroffen sind.
Zwar ist SpaceX in erster Linie ein Raumfahrt- und Kommunikationsunternehmen, doch ist KI zu einem wichtigen Bestandteil seiner Wachstumsstrategie geworden. Anleger sind bei hoch bewerteten KI-Aktien zunehmend wählerisch geworden. Warum? Weil sie bezweifeln, dass die hohen Kapitalkosten für die KI-Infrastruktur starke Renditen bringen werden.
Zudem laufen die Sperrfristen nach dem Börsengang am 6. August aus, was frühen Investoren möglicherweise den Verkauf ihrer Aktien ermöglicht. Dies könnte das Angebot an Aktien auf dem Markt erhöhen und für zusätzliche Volatilität sorgen. Leerverkäufer haben bereits von dem Kursrückgang profitiert. Laut S3 Partners hatten Leerverkäufer bis Ende Juli seit dem Börsengang Buchgewinne in Höhe von rund 8,3 Milliarden US-Dollar angehäuft.
Anleger setzen auf Musk (und die Zukunft)
Investoren setzen auf Musks Fähigkeit, SpaceX in weit mehr als nur ein Raketenunternehmen zu verwandeln: in einen globalen Anbieter von Satellitenkommunikation, eine Plattform für wiederverwendbare Trägerraketen, ein Geschäft für KI-Infrastruktur und möglicherweise einen Anbieter von Rechenkapazität im Weltraum.
Dadurch entsteht so etwas wie eine „Musk-Prämie“.
Die Herausforderung besteht darin, dass die aktuellen Finanzkennzahlen von SpaceX eine Bewertung von rund 1,4 Billionen US-Dollar nicht ohne Weiteres rechtfertigen. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis des Unternehmens liegt bei über 70, während es im Jahr 2025 bei einem Umsatz von 18,7 Milliarden US-Dollar einen Verlust von fast 5 Milliarden US-Dollar verzeichnete. Im ersten Quartal 2026 belief sich der Verlust auf etwa 4,28 Milliarden US-Dollar.
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