FXCM: Tag der Entscheidung für den Euro – EZB wird Status Quo beibehalten

FXCMNach weitgehendem Stillstand des Euro im bisherigen Wochenverlauf wird heute in Frankfurt über den weiteren Kurs der Gemeinschaftswährung entschieden. Leicht hat es der geldpolitische Rat der Europäischen Zentralbank auch diesmal nicht. Deflationäre Tendenzen auf der einen Seite, aber auch eine sich Stück für Stück verbessernde wirtschaftliche Verfassung der Eurozone andererseits müssen innerhalb des politischen Mandats der EZB gegeneinander abgewogen werden. Eine Beibehaltung des Status Quo ohne konkrete Maßnahmen zum heutigen Zeitpunkt ist deshalb das wahrscheinlichste aller Szenarien. Dies dürfte den Euro leicht stützen, da doch einige Marktteilnehmer eher auf einen expansiveren Kurs der Notenbank hin positioniert sind.
 

Für die Beibehaltung des aktuellen Kurses spricht die weitgehende Stabilisierung des Euro und der Wirtschaft in den Peripheriestaaten. Auch wenn diese Länder noch Jahre entfernt sind vom Wohlstand der Vorkrisenzeit, die Stabilisierung und – wie jüngst in Spanien – die Rückkehr zu moderaten Wachstumsraten lässt die Eurokrise momentan verblassen. Die Anleihen der Peripheriestaaten fanden große Marktnachfrage, was die Zinsspreads zu deutschen Bundesanleihen auf Rekordtiefs fallen ließ. Allein diese Entwicklung stützte den Euro in den letzten Monaten und entlastet die notleidenden öffentlichen Haushalte der Krisenländer um viele Milliarden Euro jährlich. Zudem fehlt der vorsichtig agierenden EZB die angemessene Evaluierung der letzten Zinssenkung im November. Diese letzte Weichenstellung macht sich im verfügbaren Zahlenmaterial bislang kaum bemerkbar. Die Kreditvergabe an Privathaushalte durch den Bankensektor ging weiter zurück. Es ist unwahrscheinlich, dass sich dieser Trend wandelt, ausschließen werden es die EZB-Ökonomen allerdings ebenso wenig können.
 

Damit wären wir auch schon bei den Argumenten, die für eine Leitzinssenkung (zum Beispiel der Einlagezinsen in den negativen Bereich) sprechen würden. Das Kreditvolumen ist weiterhin rückläufig und die deflationären Tendenzen unbestreitbar. Der Euro ist für einen großen Teil der Eurozone zu hoch bewertet, die Exportindustrie würde einen niedrigeren Kurs begrüßen. Das Problem ist, dass der EZB, entgegen den Beteuerungen Draghis, nicht wirklich viele konventionelle Mittel zur Verfügung stehen. Eine Zinssenkung ist nahezu unmöglich umzusetzen, ein neues-LTRO Programm wäre realwirtschaftlich nicht effizient genug um eine derartige Banken-Rekapitalisierung zu begründen.
 

Ich sehe deshalb eine unveränderte Geldpolitik der EZB als das wahrscheinlichste Szenario. Eine solche Entscheidung dürfte den Eurokurs stützen. Kurse bis 1,36 sind in diesem Fall wahrscheinlich. Eine Entscheidung zu Gunsten eines der oben aufgeführten Instrumente würde den Euro auf neue Jahrestiefs drücken. Nur eine Minderheit der Marktteilnehmer prognostiziert eine solche Entscheidung. Die anschließende Neubewertung würde für größere Volatilität sorgen. Ein EUR/USD-Kurs im Bereich von 1,34 wäre die Folge.

 

Von Erik Welne

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