Iran-USA-Konflikt belastet DAX zum Wochenbeginn
Im Fokus standen zum Wochenbeginn sicherlich die Entwicklungen rund um die Situation zwischen dem Iran und den USA, die ja ohnehin seit dem Frühling die führenden Rohölkontrakte bewegen. Dies drückte auch die Notierungen an den Aktienmärkten von Frankfurt über Paris bis hin zu London und New York. Der an der Terminbörse Intercontinental Exchange (ICE) im Oktober-Kontrakt gehandelte Brent Crude Futures-Kontrakt schloss am Montag mit einem Kurs von 91,10 US-Dollar, der nun nachlaufende Kontrakt November mit einem Schlusskurs von 89,250 US-Dollar. Eine Entspannung in der Golfregion ist derzeit offensichtlich einmal mehr schwieriger denn je und nunmehr sind sogar wieder Eskalationen sichtbar.
US-Präsident Trump will einer Meldung führender US-Nachrichtenkanäle zufolge den mit dem Iran zuvor ausgehandelten Waffenstillstand nicht verlängern und droht nun sogar dem Oman mit Bombardierungen, sollte der arabische Staat den USA in den Weg kommen. Wie immer sich die derzeitige Entwicklung in der Goldregion und explizit in Bezug auf die Straße von Hormus auch ziehen mag, muss man doch mittlerweile eine gewisse Abgestumpftheit der Marktteilnehmer konstatieren. Obendrein dürften künftig auch Themen für eine Entspannung eine Rolle spielen, denn zahlreiche Rohöl- und Gasproduzenten suchen nach neuen Routen/Möglichkeiten, um den Tramsport von Rohöl und Ergas/LNG aus der Golfregion zu bewerkstelligen.
Möglicherweise büßt die Straße von Hormus auf Sicht der nächsten Quartale und auch Jahre Stück für Stück an Bedeutung für den internationalen Rohöl- und Gashandel an Bedeutung ein, denn man plant eifrig an alternativen Routen und Pipelines, um das Nadelöhr „Hormus“ künftig umgehen zu können. Vor dem Beginn des Kriegs gegen den Iran wurden täglich rund 20 Millionen Fass pro Tag über die Straße von Hormus transportiert. Jüngst wurden nicht mal mehr 4 Millionen Fass pro Tag durch die Meerenge verschifft. Dies verdeutlicht das gegenwärtige Versorgungsproblem mit dem flüssigen Gold und insbesondere dessen inflationstreibenden Charakter. Mittels Pipelines können bereits heute über 8,8 Millionen Fass pro Tag die Straße von Hormus umgehen. Diese Menge dürfte sich in absehbarer Zeit auf deutlich über 10 Millionen Fass pro Tag erhöhen. Auf Sicht der nächsten Monate und insbesondre im Hinblick auf das Nahen der kälteren Jahreszeit auf der europäischen und nordamerikanischen Seite, wäre die Rohölpreisentwicklung aber zu beobachten.
Die europäischen Leitindizes in Amsterdam, London, Madrid, Paris und Zürich korrigierten zum Wochenbeginn, während der Mailänder FTSE MIB sich hauchdünn in der Gewinnzone hielt. Der EuroStoxx50 verlor ebenfalls und sank um 0,14 Prozent auf 6.530,45 Zähler.
EuroStoxx50 – Chart
An der Wall Street gingen die führenden US-Indizes Dow Jones, Nasdaq100 und S&P500 durchweg mit moderaten – der marktbreite S&P500 verlor darunter mit einem Minus von 0,52 Prozent am stärksten und ging mit 7.745,06 Punkten aus dem Handel.
Ausblick
Die asiatisch-pazifischen Aktienmärkte wiesen am Dienstag mehrheitlich Kursverluste auf. Die US-Futures notierten kurz vor der Eröffnung der europäischen Börsen durchweg mit Abgaben.

DAX: Kursziele und Marken
Der Xetra-DAX ging am Montag, den 17. August 2026 mit einem Kursverlust von 0,38 Prozent und 26.338,61 Punkten aus dem Handel. Ausgehend vom letzten Zwischenhoch des 26. Januar 2026 von 25.507,79 Punkten bis zum übergeordneten Verlaufstief des 23. März 2026 von 21.863,81 Punkten, wären die Widerstände bei den Projektionen zur Oberseite von 26.900/27.760 und 29.152 Punkten abzuleiten.
Die Unterstützungen wären bei der Projektionsstufe von 26.040 Punkten, sowie bei den Marken von 25.508/24.648/24.116/23.686/23.256/22.724 und 21.864 Punkten in Betracht zu ziehen.
Zuletzt handelte der DAX im Bereich um die 26.338,61 Punkte.
DAX – Chart
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