Märkte fokussieren sich auf EZB, Trumps Steuerplan, Schuldenlimit & Macron | Niedrigere Volatilität bringt Möglichkeit

ThinkMarkets:

Schreiben Sie Le Pen noch nicht ab

Die Umfragedaten von Runde eins der Präsidentschaftswahl waren aussagend, doch dies schließt eine Änderung in der zweiten Wahlrunde nicht aus. Dies ist eine große Bedrohung, da Le Pens Partei dennoch mit niedriger Wahlbeteiligung oder durch Sympathiestimmen gewinnen könnte. Im Moment denken wir, dass Investoren sich entschieden haben, dass wohl Macron die Wahl gewinnen werde. Doch wir möchten Investoren daran erinnern, dass die größten Schwankungen im Markt auftreten, wenn es am wenigsten erwartet wird. Bei den US-Wahlen konnten wir miterleben, wie Hilary Clintons Last-minute Skandal ihre Wahlkampagne beeinflusst hat.  Ein ähnliches Szenario kann für Frankreich nicht ausgeschlossen werden, und dies könnte darin resultieren, dass ein Teil des Volkes die kontroversen Sichtweisen ihrer Partei akzeptieren könnte. In den Wahlumfragen ist Macron Le Pen im Moment weit voraus, doch die Situation könnte sich zu einem Kopf-an-Kopf Rennen entwickeln.
 

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EZB wäre bei Macrons Sieg nicht hawkish

Die Märkte erwarten, dass die Europäische Zentralbank ihre vorausschauende Führung sehr schnell verändern würde, sollte Macron die Wahl gewinnen. Jedoch entspricht dies nicht unserer Meinung, und wir denken, dass Macrons Sieg die EU noch nicht aus der Gefahrenzone befördert. Ja, die EZB mag aufgrund des französischen Wahlergebnisses optimistischer eingestellt sein, doch vergessen Sie bitte nicht, dass die Wahlen für Großbritannien nur wenige Wochen nach der Französischen Wahl stattfinden werden. Die Person die in den Wahlumfragen führt, strebt nach einem harten Brexit. Es wäre unklug wenn die EZB dies ignorieren würde, da ein harter Brexit zudem die Eurozone beeinflussen würde. Die EZB hat hart an ihrem Versuch der Wiederbelebung der Eurozone gearbeitet, und sollte kein aggressives Vorgehen verwenden, was in einem Desaster für sie resultieren könnte. Daher würden wir empfehlen, sich nicht zu sehr darauf zu verlassen dass die EZB wegen Macrons Sieg besonders hawkish sein könnte.
 

Trumps Steuerplan verdrängt alle anderen Schlagzeilen

Am Mittwoch fokussiert sich der Markt auf einen einzigen Faktor. Investoren halten ihren Atem an, da Donald Trump über seinen Steuerplan sprechen wird. Aktuell ist ein Hauptaspekt seines Plans über den allseits gesprochen wird, die Senkung der Unternehmenssteuer von ihrer momentanen Rate von 35% auf 15%. Er könnte diese Steuer mit Sicherheit auf 15% senken, doch dies würde zu nichts außer einer Megaschlagzeile in den Medien führen. Die Frage die Sie sich jedoch stellen sollten, ist wie lange es dauern würde, bis diese Steuer wirksam wird, falls sie dies überhaupt jemals wird. Die Märkte könnten aufgrund dieser schrillen Schlagzeilen ansteigen, doch es würde nicht lange dauern, bis die Sache von der Realität eingeholt wird.
 

US-Government Shutdown Risiko nicht einberechnet

Ein weiterer Faktor ist das US-Government Shutdown. Es wurde wieder nicht viel einberechnet, und es existieren viele sichere Häfen. Je näher der Samstag allerdings rückt, und die Regierung im Falle eines nicht zustande kommenden Abkommens beginnen würde sich stillzulegen, könnte abermals eine Last-minute Panik im Markt auftreten.
 

Autor: Naeem Aslam

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