Marktlage: Korrektur nach neuem Jahreshoch – und dann?

XTB: USA: Die Wall Street hat am gestrigen Handelstag das gezeigt, was viele Marktteilnehmer erwartet haben: einen abermals uninspirierten Handel, wenig Volatilität und Schlussnotierungen nahe denen des Vortages. Fallende Ölpreise und Gewinnmitnahmen als unmittelbare Folge sorgten dafür, dass die US-amerikanischen Aktienmärkte auf breiter Front im leicht roten Bereich die Sitzung beendeten. Der Dow-Jones-Index mit seinen 30 Standardwerten büßte -0,20% oder 37,79 Punkte ein und landete so bei 18.495,66 Zählern. Für den breit aufgestellten S&P 500 ging es um -0,29% oder 6,25 Punkte in südlichere Gefilde. Der Schlusskurs hier wurde mit 2.175,49 Punkten festgehalten. Auch für den, von Technologie-Werten dominierten, Nasdaq-100-Index ging es nach unten. Ein Abschlag von -0,26% beziehungsweise 12,36 Punkten führte zum Schlusskurs von 4.783, 39 Zählern. Den größten Rückschlag mit -0,40% musste der Nasdaq-Composite einen Tag nach einem neuen Allzeithoch hinnehmen. Der Index notierte zum Handelsschluss bei 5.204,58 Punkten, 20,90 Zähler unter der gestrigen Notierung.

Während einige Analysten den US-Aktienmarkt mittlerweile um mindestens +30% überbewertet halten, sehen andere neben den Zinsphantasien derzeit auch die enge Bindung der Kurse an die Ölpreise als entscheidenden Faktor für die Kursentwicklung bis zum Jahresende. Einen ersten Vorgeschmack darauf lieferten die wider Erwarten auf ein Rekordhoch gestiegenen wöchentlichen Lagerbestände sowie die randvollen Rohöllager. Neben den Aktienkursen drückten die gestern veröffentlichten Daten auch die Ölnotierungen auf den tiefsten Stand seit einer Woche. Bei den Einzelwerten überraschte Walt Disney mit seinen aktuellen Geschäftszahlen positiv: Sowohl die Gewinne als auch der Umsatz im 3. Quartal lagen deutlich über den Erwartungen. Der Unterhaltungskonzern kündigte zudem an, für 1 Milliarde US-Dollar ein Drittel an BAMTech übernehmen zu wollen. An der New York Stock Exchange NYSE gingen in der gestrigen Sitzung insgesamt 763 Millionen Aktien über die Counter der Händler, am Vortag waren es gut 14 Millionen Papiere weniger. Den 1.350 Kursgewinnern standen dabei 1.675 Kursverlierer gegenüber. Auf identem Vortagesschluss beendeten 103 Titel den Handel.

Asien: Während die Tokioter Börse auf Grund des Feiertags "Tag des Berges" geschlossen blieb, standen die weiteren Handelsplätze im asiatischen Raum weitestgehend unter dem Einfluss der Ölpreisentwicklung. So gab der eher rohstofflastige australische Markt -0,7% ab, die Aktienbörse in Seoul notierte -0,2% tiefer.

An den chinesischen Börsen in Schanghai und Hongkong hingegen konnten leichte Gewinne verzeichnet werden, auch weil die im Vormonat veröffentlichten Zahlen zu notleidenden Krediten bei chinesischen Geschäftsbanken nach unten hin revidiert wurden. Der Hang-Seng-Index beendete den Handel mit einem Aufschlag von +0,29% bei 22.558,59 Zählern, der Shanghai-Composite legte +0,09% zu und zählte am Ende des Handelstages 3.021,36 Punkte.

DAX: Mit dem Elan des Vortages markierte der deutsche Leitindex DAX im frühen Handel zwar noch mit 10.708 Punkten eine neue Jahresbestleistung. Anschließend legten die Bullen im Markt jedoch eine Verschnaufpause ein und viele Anleger machten nach den überzeugenden Auftritten der Vortage Kasse. Wie auch an anderen europäischen Börsen prägten Gewinnmitnahmen überwiegend das Geschehen beim deutschen Börsenbarometer, dass schlussendlich mit einem Abschlag von -0,39% und einem Wert von 10.650,89 den Handel beendete.

Nach Ausbruch aus dem bearischen Trendkanal sehen sowohl Anleger, Händler als auch Analysten im deutschen Aktienmarkt noch einiges an Kurspotenzial nach oben. Dabei führen sie den Nachholbedarf gegenüber den Rekordnotierungen an der Wall Street ebenso als kurstreibendes Argument an wie die Billiggeldflut von EZB und einzelnen, nationalen Notenbanken. Bei den Einzelwerten rückte die Aktie des Energieversorgers in den Fokus – ein nochmaliger Verlust in Milliardenhöhe im ersten Halbjahr ließ den Anteilsschein nicht nur um knapp -8% nach unten taumeln. Mit dem Kurssturz auf 8,642 EUR zog der Titel den Konkurrenten RWE mit -3,5% gleichfalls nach unten und stand letztlich ganz am Ende im DAX und EuroStoxx-Index.

 

Für den Start in den neuen Handelstag zeichnet sich eine Fortsetzung der Korrekturbewegung ab, sodass das deutsche Börsenbaromer nur wenig verändert beginnen dürfte. Weil die Stimmung unter den Anlegern grundsätzlich positiv ist, sollte sich das im weiteren Sitzungsverlauf auch in den Kursen widerspiegeln. Heute muss der Markt allerdings eine Flut an unternehmerischen Zwischenergebnissen verdauen, wobei auch die ein oder andere Überraschung veröffentlicht werden könnte.

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