XTB: Zögerliche FED und EZB erhöhen den Druck auf die BoJ

Sowohl die Federal Reserve, als auch die europäische Zentralbank geben sich weiterhin abwartend in Bezug auf quantitative Lockerungen durch Anleihekäufe. Vor allem durch die Zurückhaltung von Mario Draghi wurden die Märkte enttäuscht, was durch Verkäufe an den internationalen Börsen quittiert wurde. Die Investoren hatten sich auf eine Wiederaufnahme des Anleihekaufprogramms eingestellt, das im Frühjahr eingestellt wurde.

 

Die Renditen der Krisenstaaten Spanien und Italien kletterten wieder in die Höhe. Papiere aus Spanien notierten wieder über der Marke von 7 %. Draghi hatte angekündigt erst helfen zu wollen, wenn ein Staat unter den EFSF beziehungsweise den ESM geschlüpft ist. Dadurch erhält er zwar den Druck auf die Regierungen aufrecht, selbst für Vertrauen bei den Investoren zu sorgen und die Reformanstrengungen voranzutreiben, allerdings öffnet er damit den Märkten wieder Tür und Tor Druck über die Renditen auszuüben. Lange wird Spanien, das zu einem großen Teil von kurzfristigen Finanzierungen abhängt, die erhöhten Zinsen aber nicht zahlen können.

 

Trotz der großen Abschläge des gestrigen Handelstags befinden wir uns nicht auf dem Kursniveau von vor einer Woche, als die Spekulationen auf Notenbankaktionen begonnen hatten. Aktuell steigen die Kurse sogar wieder. Das könnte daran liegen, dass sich die Überzeugung durchsetzt, dass die FED und die EZB früher oder später eingreifen werden. Mario Draghi hat erklärt, dass bereits an entsprechenden Plänen gearbeitet wird und Ben Bernanke will noch weitere wirtschaftliche Verlangsamung sehen, bevor er eingreift. Damit ist es sehr wahrscheinlich, dass beide Herren dieses Jahr noch aktiv werden müssen.

 

Solange dem noch nicht so ist, gelten aber wieder die übergeordneten Abwärtstrends des Euro gegen den US-Dollar und den Yen. Seit vielen Monaten fließt Geld aus europäischen Anlagen nach Amerika und Japan. Vor allem die japanische Währung wird von den Anlegern als sicherer Hafen wahrgenommen. Dieser Trend wird immer mehr zur Bedrohung für die dortige exportorientierte Wirtschaft. In letzter Zeit wurden Stimmen laut, die nach einer Schwächung des Yen durch die japanische Notenbank gerufen haben. Auch der internationale Währungsfond hat kürzlich verlautbaren lassen, dass er die Währung für moderat überbewertet hält. Hält die Stärke des Yen an, könnte sich die Bank of Japan dazu entscheiden ausländische Bonds mit Zentralbankgeld zu kaufen, wodurch das Angebot an Yen erhöht würde. Der teure Yen schlägt sich bereits in den Quartalsbilanzen großer Unternehmen wie Sony nieder, die unter anderem den Wechselkurs für die schlechten Ergebnisse verantwortlich machen.

 

Solange die EZB und die FED passiv bleiben, wird der Yen als sicherer Hafen weiterhin gesucht sein und der Druck auf japanische Aktien Bestand haben. Man sollte die Entwicklungen im dortigen Raum unter Beobachtung halten und auf eine Aktion der Bank of Japan warten. Bereits am 08. August findet das nächste Meeting zur japanischen Geldpolitik statt.

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