DAX Morgenanalyse: Schwacher Start im Juni trotz stabiler Einkaufsmanagerindizes

Der Xetra-DAX ging am Montag, den 01. Juni 2026 mit einem Kursverlust von 0,40 Prozent und 25.003,04 Punkten aus dem Handel. Das Handelsvolumen via Xetra betrug rund 5,10 Milliarden Euro.Zum Wochenbeginn publizierte S&P Global eine Reihe von Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe für den Monat Mai.

Die Daten wurden für Spanien, Italien, Frankreich, Deutschland, die Eurozone und auch für Großbritannien Kanada und die USA ausgewiesen. Außerdem publizierte die SVME das Pendant für die Schweiz. Unter allen genannten Industrieländern konnte das Verarbeitende Gewerbe der Schweiz im Mai mit 57,3 Punkten deutlich überzeugen – hier wurden eigentlich 53,8 Punkte erwartet. Der Wert für Deutschland indes landete mit 50,1 Punkten hauchdünn oberhalb der Expansionsschwelle von 50,0 Punkten. S&P Global zufolge sinken die Neuaufträge der deutschen Wirtschaft seit dem Jahresbeginn und lasten auf dem Produktionswachstum – auch der Stellenabbau beschleunigt sich und befindet sich seit Juni 2022 auf dem höchsten Stand. Damals trugen dazu die hohen Energiepreise aufgrund des Ukrainekriegs bei, im Jahr 2026 sind es spätestens seit dem Beginn des Irankriegs einmal mehr die stark angestiegenen Energiekosten.

Der Wert für die Eurozone wurde mit 51,6 Punkten oberhalb der Prognose von 51,4 Punkten gemeldet, aber auch im Euro-Währungsraum schwächst sich das Wachstum aufgrund des steigenden Inflationsdrucks ab.

Aufgrund beschleunigter Preisanstiege für Industriegüter aus den Ländern der Eurozone stagnierte die Nachfrage.

Die führenden europäischen Aktienindizes in London, Madrid, Mailand, Paris und Zürich fielen zum Wochenbeginn zurück, während sich der AEX-Index in Amsterdam knapp in der Gewinnzone halten konnte. Der Euro Stoxx50 sank um 0,26 Prozent auf 6.034,95 Punkte.

Etwas Druck auf die Märkte kam am Montag gegen Nachmittag auf – zu diesem Zeitpunkt mehrten sich negative Nachrichten in Bezug auf eine Eskalation zwischen Israel und dem Libanon, sowie Warnungen aus dem Iran an die nordisraelische Bevölkerung vor Schäden. Aufgrund dieser Drohungen verschärfte sich die geopolitische Lage in der Region im Nahen Osten und am Golf wieder.

Der Preis für ein Fass Rohöl der Nordseesorte Brent kam der Marke von 98 US-Dollar intraday daraufhin näher.

US-Präsident Trump goss weiteres Öl ins Feuer und polterte, dass es ihm egal sei ob die Verhandlungen mit dem Iran dadurch vorbei seien.

In Israel wartet man Meldungen von Reuters nach auf die Genehmigung Trumps für eine militärische Operation im Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut.

 

Rohöl Chart

 

Die Rekordserie an der Wall Street ist offensichtlich trotz neuer geopolitischer Anspannung nicht zu stoppen. 51.161,10 Punkte und damit intraday neuer Rekord für den Dow Jones, 30.633,55 Punkte und damit ein neues Allzeithoch für den Nasdaq100 und 7.617,66 Punkte und damit ein neuer Rekord für den S&P500. Besonders die Software- und Halbleiterwerte trieben die Wall Street zum Wochenbeginn zu neuen Rekorden.

Die führenden asiatischen Leitindizes tendierten am Dienstag kurz vor dem jeweiligen Handelsende noch uneinheitlich. In Mumbai,Tokio, Sydney und Seoul korrigierten die Indizes, in Hongkong, Taipeh, Shanghai, Shenzhen und in Singapur indes konnten die Indizes zulegen.

 

 

DAX Kursziele

In Kuala Lumpur blieb die Börse feiertagsbedingt geschlossen. Die US-Futures wiesen rund um den Wechsel von der asiatischen zur europäischen Handelszeit durchweg Abgaben auf.

Der Xetra-DAX ging am Montag, den 01. Juni 2026 mit einem Kursverlust von 0,40 Prozent und 25.003,04 Punkten aus dem Handel.

Ausgehend vom Rekordhoch des 13. Januar 2026 von 25.507,79 Punkten bis zum Verlaufstief des 23. März 2026 von 21.863,81 Punkten, wären die nächsten Ziele zur Ober- und Unterseite zu ermitteln.

Zuletzt handelte der DAX im Bereich rund um die 25269 Punkte Marke.

  • Die Widerstände kämen bei der Marke von 25.508 Punkten, sowie bei den Projektionen zur Oberseite von 26.368/26.900 und 27.760 Punkten in Betracht.
  • Die Unterstützungen wären bei den Marken von 24.648/24.116/23.256/22.724 und 21.864 Punkten zu ermitteln.

 

DAX – Chart

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