Argentinien ist Weltmeister! Die Consorsbank spielt den Sieger der Börsen-WM 2026 aus

Argentinien darf jubeln: Nach dem Titelgewinn bei der Fußball-WM vor vier Jahren in Katar sind die Südamerikaner erneut Weltmeister. Allerdings nicht im beliebten Ballsport auf dem grünen Rasen. Wie alle teilnehmenden Nationen hat auch Argentinien bis zum Finale am 19. Juli in New York noch einen weiten Weg vor sich. Die „Gauchos“ dürfen sich aber jetzt schon Weltmeister 2026 nennen – in der von der Consorsbank ausgespielten Börsen-WM. Sie schlagen Spanien im Finale deutlich mit 41,0 zu 19,4 Prozent.

 

So funktioniert das Turnier

Wie kommt es zu diesem Ergebnis? Bei der Börsen-WM treten die Teilnehmerländer der kommenden Fußball-Weltmeisterschaft nicht sportlich gegeneinander an, sondern schicken ihre Börsen-Indizes ins Turnier. Quelle dafür sind Daten des Finanzdienstleisters MSCI. Diese widerspiegeln, wie sich die Aktienmärkte in den vergangenen fünf Jahren entwickelt haben. Stichtag der Betrachtung war der 4. Mai 2026.*

Gespielt wird gemäß des offiziellen FIFA-Turnierplans. Zunächst tragen die Teams die Gruppenphase aus, ehe es in der K.O.-Phase weitergeht über das Sechzehntel-, Achtel-, Viertel- und Halbfinale bis zum Finale. Gewinner eines Spiels ist immer das Land, dessen Index im direkten Vergleich die bessere jährliche Performance aufweist.

 

Deutschland scheitert im Achtelfinale

Wie schlägt sich Deutschland? In der Vorrunde hat die Bundesrepublik in Gruppe E mit Ecuador, Elfenbeinküste und Curacao leichtes Spiel, da keines der Länder über einen wettbewerbsfähigen Index verfügt. Im Sechzehntelfinale gelingt dann mit einer jährlichen Performance von 6,9 Prozent noch ein ungefährdeter Sieg gegen den Golfstaat Katar, dessen Index in den zurückliegenden fünf Jahren nur um 3,0 Prozent p.a. zulegte.

Im Achtelfinale ist dann allerdings Schluss. Hier setzt es eine krachende Niederlage gegen Südkorea, das ein Index-Plus von 13,4 Prozent p.a. vorweisen kann. Ein schwacher Trost, der die Niederlage vielleicht verschmerzen lässt: Die Koreaner spielen sich noch bis ins Halbfinale vor, wo sie dann an Spanien scheitern.

 

Auch andere große Nationen scheitern früh

Der Vizeweltmeister der Fußball-WM von 2022 Frankreich hat im Achtelfinale das Nachsehen gegen Schottland mit 6,8 zu 12,6 Prozent p.a., wobei Schottland wie England mit dem United-Kingdom-Index von MSCI antritt. Das gleiche Schicksal erleidet Brasilien, das gegen Fußball-Außenseiter aber Börsen-Durchstarter Norwegen denkbar knapp mit 11,3 zu 11,9 Prozent p.a. unterliegt. Die dritte ambitionierte Fußball-Großmacht, für die im Achtelfinale Endstation ist, heißt England. Sie verliert mit 12,6 zu 14,8 Prozent p.a. gegen den späteren Halbfinalisten Mexiko.

Die drei Gastgeber Mexiko, USA und Kanada scheitern allesamt am späteren Weltmeister Argentinien. Kanada (12,9 Prozent p.a.) ereilt das Schicksal bereits im Achtelfinale, die USA (12,3 Prozent p.a.) schaffen es noch ins Viertelfinale und für Mexiko (14,8 Prozent p.a.) ist erst im Halbfinale Endstation. Die Mexikaner sichern sich dann aber noch im Match um Platz drei den Sieg gegen Südkorea (13,4 Prozent p.a.).

 

Stark auf dem Rasen und auf dem Parkett

Während Fußball-Experten Argentinien und Spanien vermutlich hohe Chancen auf eine Top-Platzierung bei der Fußball-Weltmeisterschaft einräumen, dürften Anleger etwas überrascht sein, dass sie auch auf dem Börsenparkett in den zurückliegenden fünf Jahren im internationalen Vergleich so gut „gespielt“ haben.

Was macht die beiden Länder so stark? Im spanischen Länder-Index von MSCI hat aktuell der Finanzsektor das höchste Gewicht mit rund 47 Prozent – in Gestalt der Banken Banco Santander, BBVA und Caixabank. Alle drei verbuchten über den Zeitraum der zurückliegenden fünf Jahre Kursgewinne von mehr als 200 Prozent.

Im MSCI Argentina Index entfällt unterdessen auf den Energie-Sektor der höchste Gewichtsanteil mit rund 45 Prozent. Allen voran stehen hier das staatliche Erdölunternehmen YPF, der Gas- und Öl-Konzern Vista Energy und der Stromerzeuger Pampa Energia. Das Kursplus seit Mai 2021 reicht bei den Aktien von mehr als 400 bis zu deutlich über 2000 Prozent.

Die Börsen-WM zeigt einmal mehr, wie wertvoll es beim Spekulieren an der Börse sein kann, nicht nur große etablierte Märkte und Unternehmen im Blick zu haben, sondern auch mal über den Tellerrand zu schauen in Nischen und weniger im Fokus stehende Regionen. Hier können sich interessante Chancen auftun und – um es im Sport-Jargon zu sagen – Außenseiter finden, die im entscheidenden Moment zur Höchstform auflaufen und auch mal einen Favoriten schlagen können.

Solche Kurssprünge, wie sie die Aktien in den Länderindizes der Siegernationen an den Tag gelegt haben, sind aber natürlich auch alles andere als alltäglich. Es gilt: Frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Investitionen in Wertpapiere unterliegen stets Kurs- und Verlustrisiken.

 

*Die Länderindizes des Finanzdienstleisters MSCI geben die annualisierte Kursveränderungsrate (Net Return Index in US-Dollar) der Large- und Mid-Cap-Segmente des jeweiligen Marktes wider und decken je nach Land ungefähr 85 Prozent des gesamten Aktienuniversums ab oder 85 Prozent der nach Streubesitz adjustierten Marktkapitalisierung (free-float-adjusted market capitalization). Länder, für die kein Index von MSCI berechnet wird bzw. deren Index nicht mindestens auf zehn Aktien basiert, gehen bei der Börsen-WM grundsätzlich als Verlierer aus einem Match hervor. Treffen zwei Länder mit einem Index aufeinander, der nicht mindestens zehn Titel enthält, gewinnt in diesem Fall das Land mit dem höheren Indexwert. Durch die Systematik scheiden die entsprechenden Länder jedoch spätestens im Achtelfinale aus.

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