Konjunkturhoffnung in der Eurozone – DAX weicht trotz starker ZEW-Daten zurück
Der Xetra-DAX beendete den Dienstag, den 18. August 2026 mit einem Kursverlust von 0,80 Prozent und 26.128,36 Punkten. Das Handelsvolumen via Xetra betrug rund 3,47 Milliarden Euro.
Das „ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH Mannheim“ veröffentlichte am Dienstag um 11:00 Uhr die ZEW-Konjunkturerwartungen für den Berichtsmonat August für Deutschland und die Eurozone. Für Deutschland konnten die Konjunkturerwartungen weiter anziehen und zwar auf ein Plus von 34,2 Punkten. Dies entspricht gegenüber dem Vormonat Juli einem Plus von 7,9 Punkten und zudem dem höchsten Stand seit dem Berichtsmonat Februar 2026. Der Lageindikator legte um 16,5 Punkte auf ein Minus von 61,1 Zähler zu – ebenfalls gemäß ZEW-Angaben ein kräftiger Anstieg. Auch im Hinblick auf die Eurozone konnten steigende Erwartungen gemeldet werden. Die Erwartungen innerhalb der Währungsunion nahmen um 8,0 Punkte auf 31,4 Punkte im Vergleich zum Juli zu. Auch die Lage verbesserte sich – ein Plus von 16,2 Punkten auf en Minus von 21,5 Punkten.
Die europäischen Leitindizes in Amsterdam, Madrid, Mailand und Paris korrigierten am Dienstag einen weiteren Handelstag, während der Londoner FTSE100 und der Züricher SMI jeweils einen Kursgewinn erzielen konnte. Der EuroStoxx50 legte den Rückwärtsgang ein und sank um 0,95 Prozent auf 6.468,17 Zähler.
Der Zahlungsdienstleister/Abwickler Klarna Group plc meldete am Dienstag die aktuellen Zahlen für das zweite Quartal des Fiskaljahres 2026 und parallel dazu den Halbjahresbericht HI/FY2026. Aufgrund der Zahlen stürzte die Aktie in den Indikationen im europäischen Handel bereits um über 20 Prozent abwärts. An der NYSE schloss das Wertpapier mit einem Abschlag von 22,81 Prozent und 15,06 US-Dollar. Blicken wir hier auf die Halbjahreswerte von HI/FY2026 im Vergleich zu den Vorjahreswerten von HI/FY2025. Der Gesamtumsatz kletterte in dieser Zeit von 1,524 auf 2,054 Milliarden US-Dollar. Die Betriebsausgaben legten von 1,660 auf 2,010 Milliarden US-Dollar zu. Das operative Ergebnis konnte von einem Fehlbetrag von 136 Millionen US-Dollar in ein Plus von 44 Millionen US-Dollar gedreht werden und auch der Konzernverlust von 152 Millionen US-Dollar in HI/FY2025 wandelte sich in HI/FY2026 in einen schmalen Überschuss von immerhin 10 Millionen US-Dollar. Das EPS auf vollverwässerter Basis änderte sich von -0,42 US-Dollar in eine schwarze Null (0,00 US-Dollar. Ein enttäuschender Ausblick und plötzliche Abgänge von Vorstandsmitgliedern belasteten die Aktie jedoch schwer.
Auch das im Dow Jones und im S&P500 eingebundene Wertpapier der großen US-Baumarktkette Home Depot befand sich am Dienstag im Fokus. Home Depot meldete die aktuellen QII/FY2026er-Zahlen, sowie die Halbjahreszahlen HI/2026. Auch hier wäre das Augenmerk auf die Halbjahreszahlen als übergeordneter Betrachtungszeitraum zu richten. Home Depot konnte den Umsatz von HI/FY2025 von 85,133 Milliarden US-Dollar auf 89,626 Milliarden US-Dollar in HI/FY2026 um 5,3 Prozent steigern. Das operative Ergebnis legte immerhin um 1,1 Prozent von 11,688 auf 11,820 Milliarden US-Dollar zu, der Überschuss nahm – wenn auch knapp – um 0,9 Prozent von 7,984 auf 8,055 Milliarden US-Dollar zu. Das EPS auf vollverwässerter Basis kletterte von 8,03 auf 8,09 US-Dollar. Die Konzernleitung bestätigte den Ausblick (Guidance) für das Fiskaljahr 2026 und stellt ein Umsatzwachstum in einer Bandbreite von 2,5 bis 4,5 Prozent in Aussicht. Das adjustierte EPS auf vollverwässerter Basis dürfte in etwa um 4 Prozent auf 14,69 US-Dollar zulegen. Die Aktie schloss an der NYSE mit einem minimalen Kursverlust von 0,115 Prozent und 337,49 US-Dollar.
Home Depot – Chart
An der Wall Street verloren die führenden US-Indizes Dow Jones, Nasdaq100 und S&P500 durchweg – darunter sackte der NASDAQ100 mit 1,68 Prozent am stärksten ab und ging mit 29.490,96 Punkten aus dem Handel.
Ausblick
Die führenden asiatisch-pazifischen Aktienindizes notierten kurz vor deren jeweiligem Handelsende mehrheitlich in der Verlustzone. Insbesondere der Kospi (fast -6 Prozent) und der Nikkei225 (über -3 Prozent) fielen stark zurück.

DAX: Kursziele und Marken
Die US-Futures wiesen in der Zeit des Übergangs von der asiatischen zur europäischen Handelszeit durchweg Kursverluste auf. Die ersten DAX-Indikationen lagen am Morgen in einer Spanne von 26.122 bis 26.129 Punkten.
Der Xetra-DAX beendete den Dienstag, den 18. August 2026 mit einem Kursverlust von 0,80 Prozent und 26.128,36 Punkten. Ausgehend vom letzten Zwischenhoch des 06. Juli 2026 von 25.900,10 Punkten bis zum jüngsten Verlaufstief des 17. Juli 2026 von 24.651,34 Punkten, wären die Widerstände bei den Projektionen zur Oberseite von 26.377/26.672/27.149/27.444/27.626 und 27.921 Punkten abzuleiten.
Die Unterstützungen wären bei der Projektionsstufe von 26.082 Punkten, sowie bei den Marken von 25.900/25.605/25.423/25.276/25.128/24.946 und 24.652 Punkten in Betracht zu ziehen.
DAX – Chart
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