Interview mit Salah-Eddine Bouhmidi, IG, über die neuen Barrier Options und Vanilla Options

Salah-Eddine Bouhmidi, IG
Salah-Eddine Bouhmidi, IG & DailyFX

Broker-Test sprach mit Salah-Eddine Bouhmidi, Senior Market Analyst IG & DailyFX, über die neuen Barrier Options und Vanilla Options bei IG, die Unterschiede zwischen Optionen und CFDs, die Auswirkungen des Brexit und wie man den kommenden Uber IPO traden kann.

 

IG stellt sich gerade als Broker neu auf. Unter anderem rückt das Thema Optionen bei Ihnen in den Vordergrund. Was genau können Sie Tradern da anbieten?

Neben dem CFD-Handel bieten wir neuerdings auch den Handel mit Optionen auf OTC-Basis für Indizes, Forex und Rohstoffe an. Trader können bei IG mit Barrier Options und Vanilla Options an steigenden, fallenden sowie seitwärtstendierenden Kursen partizipieren.

Unsere Barrier Options sind mit Knockout-Produkten vergleichbar. Wird in einem Underlying die Knockout-Schwelle erreicht, verliert der Trader maximal seine eingesetzte Prämie. Wie der Name schon sagt, sind unsere Vanilla Options von den klassischen Plain-Vanilla Optionen abgeleitet. Der Kauf von Vanilla Options-Kontrakten gibt Ihnen das Recht, aber nicht die Pflicht, einen Basiswert zu einem festgelegten Preis und an einem vordefinierten Datum zu kaufen oder zu verkaufen. Anders als bei Barrier Options spielen hier, die implizite Volatilität, die Restlaufzeit sowie der Kurs des Basiswert eine wichtige Rolle für den resultierenden Gewinn bzw. Verlust.

Trader zahlen beim Handel mit IG keine Ordergebühren für den Kauf oder Verkauf von Optionen. Bei Handel mit Barrier oder Vanilla Options fallen lediglich Kosten in Form von Spread, Kommission und ggf. Finanzierungskosten an. Darüber hinaus können Trader bei IG mit längeren Handelszeiten als gewöhnlich im Optionshandel rechnen.

Statt nur bis Handelsschluss in Frankfurt, können Trader flexibel beispielsweise im Forexmarkt rund um die Uhr handeln.

 

Was sind die größten Unterschiede zwischen Optionen und CFDs?

Eine Option ist ein Kontrakt, die Ihnen das Recht, aber nicht die Pflicht einräumt, den zugrunde liegenden Vermögenswert an einem vordefinierten Verfallsdatum zu kaufen oder zu verkaufen. Ein CFD hingegen ist eine Vereinbarung über den Austausch der Preisdifferenz eines bestimmten Vermögenswertes vom Zeitpunkt der Eröffnung bis zur Schließung. Darüber hinaus haben bei einem CFD, die Laufzeit und die implizite Volatilität keinen direkten Effekt auf Gewinn bzw. Verlust.

 

Was ist mit Tradern, die noch keine Erfahrung mit Optionen haben. Können die sich bei Ihnen fortbilden?

IG setzt stets auf die Ausbildung und das Wissen über die Funktionsweise von Finanzmärkten und den zugehörigen Produkten. Insbesondere beim Handel mit derivativen Instrumenten, wie CFDs und Optionen ist die kontinuierliche Weiterbildung unabdingbar.

Bei IG erwartet der Trader ein breites Spektrum an kostenfreien Schulungsseminaren, Webinaren und tagesaktuelle Analysen zu zahlreichen Märkten. Zudem steht ihnen bei IG ein tiefgreifendes Researchportal zur Verfügung. DailyFX ist eine Tochter der IG Gruppe und ist mit seinen weltweiten Dependancen eine führende Research

 

Das Thema Brexit steht seit langem im Fokus. Welche Trading Chancen sehen Sie im Rahmen des Brexit?

Wo Chancen sind, stecken auch Risiken. Der Brexit hat wie wir alle aktuell sehen sehr viel Ungewissheit. Das Problem mit der Ungewissheit an den Märkten ist, das sie nicht statistisch mit Szenarien abgeschätzt werden kann. Nur Unsicherheiten können statistisch quasi abgeschätzt werden. Um Chancen im Pfund und FTSE zu nutzen Bedarfs an Besonnenheit und Risikomanagement.

 

Und wenn es zu einem No deal Brexit kommt. Was bedeutet das für Ihre Kunden?

Unsere Kunden in der EU und insbesondere in Deutschland würden selbst bei einem unerwarteten Hard-Brexit keine Veränderungen spüren. Sie könnten unsere Plattform ganz wie gewohnt verwenden und alle Vorteile nutzen. IG ist nämlich seit Jahresbeginn mit der Niederlassung IG Europe GmbH, mit Sitz in Frankfurt am Main vertreten und BaFin reguliert.

 

Dieses Jahr will Uber seinen Börsengang durchführen. Was genau können Sie Tradern dabei anbieten?

Trader bei IG können auf den Börsengang von Uber auf zwei verschiedene Arten sich engagieren.

Vor dem Börsengang (Pre-IPO) können Trader, Position zu der potenziellen Marktkapitalisierung von Uber eröffnen, indem Sie auf unserem grauen Markt (Grey Market) handeln. Wenn Trader der Meinung sind, dass Uber wertvoller sein wird, als der Preis es vorhersagt, kann auf eine steigende Marktkapitalisierung spekuliert werden. wenn Trader jedoch der Meinung sind, dass der Preis überbewertet sein könnte, dann haben Sie die Möglichkeit auf eine fallende Marktkapitalisierung spekulieren.

Nach dem IPO von Uber, wird das Unternehmen umgehend zu unserem Trading-Service hinzugefügt. Dies bedeutet Trader können sich dann wie üblich Long oder Short mit einem Aktien-CFD positionieren.

 

Wie sehen Sie die Marktentwicklung 2019 allgemein? Geht es weiter bergauf oder kommt es zu einem Knall?

Das Jahr 2019 ist ein sehr spannendes Handelsjahr. Auf der einen Seite sprudeln die Unternehmensgewinne bei weiterhin niedrigen Leitzinsen. Große institutionelle Anleger wissen nicht wohin mit dem Geld. Auf der Jagd nach Rendite, bleiben dort nur die Aktienmärkte übrig. Problem dabei ist, dass langsam aufgrund von Hilflosigkeit eine irrationale Überbewertung an den Aktienmärkten entsteht, die durchaus zu einer Korrektur führen kann.

Auf der anderen Seite bleibt in Sachen Brexit und Handelskonflikt die Ungewissheit groß. Wenn die Leitzinsen weiterhin im Keller bleiben und es in Sachen Brexit und Handelskonflikt zu einer positiven Einigung kommt, kann dies den Aktienmärkten weiter Auftrieb geben. Verhärten sich die fundamentalen Fronten jedoch, könnte dies zu weiteren Wachstumsängsten führen und die Märkte belasten.

 

 

 

 

 

 


Salah-Eddine Bouhmidi, Senior Market Analyst, schreibt Trading Analysen für DailyFX.
DailyFX ist eine Nachrichten und Analysen Website der IG Group.

Disclaimer

CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 76 % der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

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