Aktie im Fokus: Ströer SE – Zukunftsweisend in der Werbewirtschaft

LYNX BrokerDie „Ströer SE“ (ISIN: DE0007493991 – Symbol: SAX (IBIS) – Währung: EUR) ist nach eigenen Angaben ein führendes digitales Multi-Channel-Medienhaus. Ströer bietet seinen werbetreibenden Kunden individuelle Kommunikationslösungen an. Europaweit setzt Ströer die Maßstäbe im Bereich digitaler Medien und eröffnet der Werbewirtschaft gezielt Zugangswege zu neuer Kundschaft. Die Ströer-Gruppe beschäftigt derzeit rund 4.600 Mitarbeiter an 70 Standorten. Gründer, Großaktionär und CEO ist Udo Müller, CFO ist Dr. Bernd Metzner und COO Christian Schmalzl.

 

Der Konzern, zu dem auch blowUP Media, das Internetportal T-online.de oder der Statistikanbieter Statista gehören, ist in die Segmente Digital, Out of Home Deutschland, und Out of Home International eingeteilt. Ströer betreibt und vermarktet mehrere tausend Webseiten und betreibt rund 300.000 Werbeträger im Bereich Out of Home.
Vorläufige Zahlen für 2016 und beeindruckende Wachstumszahlen

Nach den vorläufigen Geschäftszahlen für 2016 hat die Ströer-Gruppe einen Konzernumsatz in Höhe von 1,12 Mrd. EUR erzielt. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Umsatzplus von 36 Prozent. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wuchs im Vergleich zu 2015 sogar um 37 Prozent auf 285 Mio. EUR. Damit hat das Unternehmen ein bereinigtes Jahresergebnis mit 157 Mio. EUR erreicht – das ist im Vergleich zu 2015 eine Steigerung von 47 Prozent.
Trotz dieser Wachstumszahlen und des organischen Wachstums sieht sich der Konzern auch stetig nach anorganischen Wachstumsmöglichkeiten um. Für Übernahmen oder Zukäufe stehen Finanzvorstand Metzner den Kreditlinien zufolge bis zu 700 Mio. EUR zur Verfügung.
CEO sieht Ströer-Gruppe weiter in der Erfolgsspur

Wichtig ist auch der Ausblick, den CEO Udo Müller gegeben hat. Seinen Angaben zufolge soll das Jahr 2017 sehr gut angefangen haben. Die Guidance von über 320 Mio. in Bezug auf das operative EBITDA sieht er soweit bestätigt, der Konzernumsatz soll 2017 auf rund 1,3 Mrd. EUR anziehen.
Analysen zur Aktie von Ströer

Bankhaus Lampe, Citigroup, Commerzbank, Deutsche Bank, Hauck & Aufhäuser, Kepler Cheuvreux, Jefferies, JPMorgan, Liberum, MainFirst, Morgan Stanley, NordLB und Oddo Seydler haben seit Januar 2017 Analysen zur Aktie von Ströer gefertigt. Die Kurszielspanne reicht von 47,00 EUR (Oddo Seydler vom 23.2.2017) bis 74,00 EUR (Commerzbank vom 22.2.2017). Kumuliert man die Kursziele der 13 Analysen, ergibt sich daraus ein Durchschnittskursziel in Höhe von 61,46 EUR. Zum Zeitpunkt unserer Analyse ging die Aktie mit 47,33 EUR aus dem Xetra-Handel. Potenzial könnte demnach noch vorhanden sein. Belastend könnte die Entwicklung in dem wichtigen Markt Großbritannien und vor allem im Markt Türkei in diesem und dem folgenden Jahr sein.
Die Aktie und ihre Aktionärsstruktur

Der Markt bewertet Ströer derzeit mit 2,62 Mrd. EUR. Die Aktie kostete in den letzten 52 Wochen 57,83 EUR im Hoch und 34,25 EUR im Tief. Der Durchschnittskurs der letzten 250 Tage lag bei rund 43,40 EUR. Auf Sicht von fünf Jahren liegt die Performance bei rund 215 Prozent. Im Vergleich der Performance mit dem DAX ist die Aktie von Ströer somit ein klarer Outperformer.
Die größten Anteilseigner sind Dirk Ströer mit 21,80 Prozent, Udo Müller mit 21,70 Prozent und die Deutsche Telekom mit 11,60 Prozent. Der Streubesitz liegt bei 44,90 Prozent. Größte institutionelle Investoren im Streubesitz-Anteil sind unter anderem Allianz Global Investors Europe mit 6,51 Prozent und Credit Suisse mit 4,63 Prozent. COO Christian Schmalzl hält 0,05 Prozent der Anteile.
Insgesamt sind 55.282.499 nennwertlose Inhaberstammaktien ausstehend, die ein Grundkapital von 55.282.499 EUR verbriefen. Die Erstnotierung der Aktie erfolgte am 15.7.2010. Die Ströer-Aktie gehört dem Marktsegment Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse an und ist Mitglied im MDAX.
Fundamentaldaten zur Aktie von Ströer

Für das Geschäftsjahr 2015 (bilanziert wird bei Ströer zum 31.12. gemäß IFRS in Euro (EUR)) wies der Konzern Umsatzerlöse in Höhe von 823,7 Mio. EUR aus (2014: 721,1 Mio. EUR; 2013: 634,8 Mio. EUR; 2012: 560,6 Mio. EUR). Die Umsatzhistorie zeigt eine stetige Steigerung Jahr für Jahr. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag 2015 bei 68,4 Mio. EUR, das Zinsergebnis lag 2015 bei einem Minus in Höhe von 4,8 Mio. EUR und der Jahresüberschuss lag bei 58,0 Mio. EUR. Per Aktie netto wurde ein Ergebnis von 1,16 EUR ausgewiesen. Ströer zahlte seinen Aktionären für 2015 eine Dividende in Höhe von 0,70 EUR je Stammaktie – insgesamt wurden 38,7 Mio. EUR ausgeschüttet. Im Jahr 2015 standen 3.270 Mitarbeitern in den Büchern. In der Bilanz des Konzerns für 2015 werden 56,5 Mio. EUR liquide Mittel erklärt sowie 664,2 Mio. EUR wirtschaftliches Eigenkapital, 55,3 Mio. EUR gezeichnetes Kapital und Verbindlichkeiten in Höhe von 783,1 Mio. EUR. Die Bilanzsumme beträgt 1,5 Mrd. EUR. 2015 lag die Eigenkapitalquote bei 46,3 Prozent. In den Bilanzprognosen für 2017 und 2018 werden Umsätze in Höhe von 1,24 Mrd. EUR und 1,33 Mrd. EUR angegeben. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) wird für 2017 bei 193,41 Mrd. EUR erwartet, 2018 sollen es 215,60 Mrd. EUR sein. Der Gewinn je Aktie könnte 2017 demnach bei 3,10 EUR liegen und sich 2018 auf 3,25 EUR erhöhen. Für 2017 könnte der Konzern 1,14 EUR an seine Aktionäre ausschütten, 2018 könnten 1,20 EUR ausgeschüttet werden. Der Cashflow je Aktie könnte 2017 bei 4,46 EUR liegen und 2018 auf 4,93 EUR anziehen. Das Nettovermögen je Aktie könnte 2017 bei 14,03 EUR liegen und sich 2018 bei 15,00 EUR wiederfinden. Die Nettoverschuldung könnte 2017 bei 219,70 Mio. EUR liegen und sich 2018 mit 115,45 Mio. EUR erheblich abmildern.

Am 27.3.2017 legt Ströer offiziell seinen Jahresfinanzbericht 2016 vor, am 11.5. gibt es den Bericht zum ersten Quartal und am 14.6. findet die Hauptversammlung statt.

Technische Analyse: Ströer SE (EUR)

Beim Blick auf den Chartverlauf der letzten fünf Jahre der Ströer-Aktie zeigen sich zwei verschiedene Verläufe. Bis Ende 2015 kann ein sauberer und vor allem sehr lukrativer Aufwärtstrend verzeichnet werden. Aus dem Bereich bei 7,50 Euro lief der Wert hinauf bis auf knapp 65,00 Euro, was einem Anstieg von mehreren 100 Prozent gleichkommt. Zum Ende dieser Aufwärtsphase ist zu beobachten, dass die Volatilität merklich zunahm und es damit auch leicht stärkere Konsolidierungsphasen gab. Ab Anfang 2016 setzte dann eine generelle Konsolidierung ein und der Wert sackte bis Ende 2016 bis auf unter 35,00 Euro. Die Volatilität blieb in dieser Abwärtsphase weiter erhöht. Im aktuellen Jahr schaffte es der Wert, erneut in eine Aufwärtsbewegung überzugehen und der aus charttechnischer Sicht wichtige Widerstand von 50,00 Euro konnte angelaufen werden. Der Schlusskurs der Vorwoche lag knapp unterhalb dieses Widerstands im Bereich der 47,50-Euro-Marke. Jetzt wird spannend, wie sich der Wert um die Marke von 50,00 Euro schlägt. Ein nachhaltiges Überschreiten könnte für weitere Kurse in Aufwärtsrichtung sprechen und der Bereich von 60,00 Euro könnte als ein realistisches Ziel betrachtet werden. Unter der Marke von 50,00 Euro sollten Käufe noch mit etwas mehr Vorsicht genossen werden, da ein Rückfall der Kurse in Richtung 42,50 Euro ebenfalls nicht ausgeschlossen werden kann.

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in dem besprochenen Wertpapier bzw. Basiswert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.

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