Aktie im Fokus: Tesla enttäuscht Aktionäre – Viel Hype, wenig Erkenntnisse am „Battery Day“

CMC Markets: Während sich Fans und überzeugte Investoren der Tesla-Aktie am Ende eines steinigen und volatilen Weges noch immer über atemberaubende Kursgewinne freuen können, werden die Kritiker nicht leise zu betonen, wie übertrieben und nicht nachhaltig diese Entwicklung ist – ein klassisches Aufeinandertreffen zweier extremer Sichtweisen.

Jenseits dieses Hypes um seine Aktie versucht Tesla, seinen Vorsprung in Sachen Technik und Batterietechnologie gegenüber der Konkurrenz weiter auszubauen.

 


 

Mehr Sicherheit und Billig-Tesla
Gestern nun richtete sich mal wieder die maximale Aufmerksamkeit auf Tesla. Mit seinem „Battery Day“ eifert Tesla-Chef Elon Musk dem Vorbild von Apple nach, um seine Produkte und neuen Entwicklungen perfekt in Szene zu setzen. Mit der üblichen Übertreibung versprach er dann auch der Autowelt „einen der aufregendsten Tage in der Geschichte Teslas”.

Für seine nicht müde werdenden Kritiker aber folgte das jüngste Beispiel dafür, dass das Unternehmen technische Durchbrüche verspricht, lange bevor sie eintreffen. Die Aufmerksamkeit hat er bekommen, die Anleger allerdings sind enttäuscht von den Neuigkeiten.

Das im Vorfeld so gehypte Event lieferte keine Hinweise darauf, ob Tesla den technologischen Vorsprung halten kann, der es zum meist beneideten, aber auch nachgeahmten Innovator der Autoindustrie gemacht hat.

Elon Musk betonte am Dienstag, dass das Hauptziel des Unternehmens bei der Herstellung von Fahrzeugen die Sicherheit sei und bezeichnete Tesla als das sicherste Auto auf dem Markt. Das zentrale Element der Autoentwicklung soll in Zukunft die neue Version des Autopiloten sein, der in den nächsten Wochen auf den Markt kommen soll.

Musk zeigte sich außerdem zuversichtlich, dass das Unternehmen in drei Jahren ein E-Auto im Billig-Segment für 25.000 US-Dollar verkaufen wird.

Autonomes Fahren bleibt größte Herausforderung
Beim völlig autonomen Fahren steht Tesla weiter vor der möglicherweise größten technologischen Herausforderung. Seit Jahren heißt es, Tesla stehe hier kurz vor dem Durchbruch und dass früher oder später Teslas als Teil einer riesigen Flotte von Roboter-Taxis unterwegs sein sollen.

Noch hat Musk dieses Versprechen nicht eingelöst – auch hier wieder viel Hype und sehr wenig Realität in Bezug auf das automatisierte Fahren. Trotz unbestrittener Fortschritte auf diesem Gebiet sollten sich Tesla-Fahrer noch nicht auf die Fahrassistenzfunktionen verlassen.

Musks Fähigkeit, Kunden davon zu überzeugen, dass es sich lohnt, für die Technologie zu bezahlen, aber ist zu einem wichtigen Teil des Strebens zu nachhaltiger Rentabilität geworden.

Profitabilität noch nicht grundsätzlich gegeben
Im Juli meldete Tesla das vierte profitable Quartal in Folge. Ein Großteil der Gewinne verdankt das Unternehmen allerdings dem Verkauf von CO2-Rechten an andere Autohersteller, die ihr Defizit damit ausgleichen. Das ist jedoch eine Einnahmequelle, von der Tesla selbst zugegeben hat, dass es sich langfristig nicht auf sie verlassen kann.

Trotz der Schwierigkeiten des Unternehmens, durch die Produktion und den Verkauf von Autos zu nachhaltiger Rentabilität zu gelangen, glaubt die Wall Street immer noch, dass Tesla-Fahrzeuge die einzig technologische Zukunft darstellen. Auf dem gestrigen „Battery Day“ allerdings dürfte Elon Musk seinen Aktionären etwas von diesem Glauben genommen haben.

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