Das turbulenteste Quartal seit Jahren

Das erste Quartal 2026 wird als eines der turbulentesten in die Börsengeschichte eingehen. Was als hoffnungsvoller Jahresstart begann, wurde durch einen geopolitischen Schock fundamental erschüttert.

Der Ausbruch des Iran-Krieges Ende Februar 2026 veränderte das Marktgeschehen schlagartig: Die Ölpreise explodierten, Inflationsängste flammten wieder auf und Risiko-Assets wurden abverkauft und selbst traditionelle Schutzmechanismen oder „Sichere Häfen“ wie Gold verloren ebenfalls.

 

DAX: Vom Allzeithoch in den freien Fall

Der DAX erzielte Mitte Januar noch ein neues Allzeithoch bei 25.500 Punkten, getragen von Hoffnungen auf Konjunkturerholung und deutschen Fiskalimpulsen. Doch die Rallye war kurzlebig. Geopolitische Spannungen im Nahen Osten, explodierende Ölpreise und wachsende Unsicherheit belasten den Index seitdem massiv.

Ende März notiert der DAX bei rund 22.300 Punkten, ein Rückgang von über zwölf Prozent vom Hoch.

DAX Chart

 

Brent Öl: Der Schock aus dem Persischen Golf

Kein Asset prägte das erste Quartal 2026 so stark wie Rohöl. Noch am 27. Februar, vor Beginn des Iran-Krieges, kostete ein Barrel Brent rund 72 US-Dollar. Danach passierte Historisches: Brent kletterte auf über 116 US-Dollar pro Barrel – ein Anstieg von fast 60 Prozent in weniger als einem Monat.

Der Auslöser: Die Straße von Hormus, durch die täglich rund 20 Millionen Barrel Öl passieren, ist seit Beginn des Konflikts faktisch gesperrt. Europa, das stärker von nahöstlichem Öl abhängt als die USA, trifft das besonders hart. Diesel kostet über 2,29 Euro, Super E10 über 2,08 Euro je Liter. Die EZB beobachtet die Lage genau: Zinssenkungen rücken in weite Ferne.

Brent Crude Öl Chart

 

Gold: Wenn der Sichere Hafen zu einem Risiko wird

Gold startete stark ins Jahr und erreichte Ende Januar ein neues Allzeithoch bei rund 5.600 US-Dollar je Feinunze. Doch dann folgte das Paradoxe: Ausgerechnet als der Iran-Krieg ausbrach und die Märkte in Panik verfielen, fiel auch Gold. Anstatt in den „sicheren Hafen“ zu fliehen, verkauften Anleger Gold ab, der Kurs fiel bis Ende März auf rund 4.600 US-Dollar.

Die Erklärung dafür ist, dass ein stärkerer US-Dollar und steigende Zinserwartungen die Opportunitätskosten für das zinslose Edelmetall erhöhten. Gold verlor im ersten Quartal damit trotz Allzeithoch rund 20 Prozent seines Wertes von der Spitze. Die Lektion des Quartals: Auch vermeintlich „sichere Häfen“ sind keine Garantie in einem Umfeld steigender Realzinsen und Dollarstärke.

Gold Chart

 

Bitcoin: Schwächstes Quartal seit 2018

Bitcoin startete das Jahr bei rund 87.700 US-Dollar und fiel bis Ende März auf etwa 66.900 US-Dollar, ein Minus von rund 23 Prozent. Damit markiert das erste Quartal 2026 das schwächste Auftaktquartal für Bitcoin seit dem Crash 2018.

Drei Faktoren trafen zusammen:

  • Die Fed hob ihre Inflationsprognose für 2026 auf 2,7 Prozent an, befeuert durch den Iran-Konflikt und steigende Ölpreise. Sieben FOMC-Mitglieder erwarten für dieses Jahr keine einzige Zinssenkung mehr.
  • Die verwalteten Vermögenswerte in Spot-BTC-ETFs fielen um rund 41 Prozent von 165 auf 96 Mrd. US-Dollar bis Mitte Februar.
  • Risikoaversion durch die geopolitische Eskalation trieb Kapital in US-Dollar und Staatsanleihen.

Im März zeigten sich erste Stabilisierungszeichen: Bitcoin erholte sich im Monatsverlauf um rund 6,7 Prozent. Ob das der Beginn einer nachhaltigen Erholung ist oder nur eine Gegenbewegung, bleibt offen.

Bitcoin Chart

 

Fazit und Ausblick auf das zweite Quartal 2026

Q1/2026 war ein Quartal der Zeitenwende. Der Iran-Krieg legte eine neue Risikoschicht über alle Märkte. Inflation, Zinserwartungen, Rezessionsängste und Geopolitik greifen ineinander. Kein Asset war immun, kein „sicherer Hafen“ blieb sicher.

Im zweiten Quartal lauten die entscheidenden Fragen, ob es im Nahen Osten zu einer Deeskalation kommt, wie stark die Inflation auf die Notenbankpolitik drückt und ob Tech und Krypto eine nachhaltige Erholung einleiten können. Wer jetzt investiert, braucht Geduld und klares Risikomanagement. Wer wartet, riskiert, den Wendepunkt zu verpassen.

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