DAX beinahe regungslos – Infineon weiter gefragt, SAP und Bayer im Minus
Viel bewegt sich nicht in diesen Tagen im DAX. Ein Teil der Anleger schaut weiter in Richtung Wall Street und lässt sich von den beinahe täglichen Indexrekorden anstecken.
Der andere Teil zieht sich in Anbetracht des drohenden Sommerlochs zunehmend aus dem Aktienmarkt zurück und fokussiert sich lediglich auf die Dauerbrenner der vergangenen Wochen aus den Bereichen Künstliche Intelligenz und Halbleiter.
Die Aktie von Infineon bleibt deshalb gefragt.
Das Tauziehen zwischen den USA und dem Iran in den Friedensverhandlungen und das Hin und Her in der Nachrichtenlage zerren zunehmend an den Nerven der Anleger, die deshalb das Risiko etwas herausnehmen. Die Auswirkungen der gestiegenen Ölpreise lassen sich bereits an den Preisentwicklungen innerhalb der Eurozone ablesen.
Diese sind auf Jahressicht im Mai um 3,2 Prozent gestiegen und liegen damit weit entfernt von der avisierten Zielgrenze der Europäischen Zentralbank von zwei Prozent.
Rohöl Chart
Um das Schlusslicht im DAX kämpften heute die von kurzfristigen Gewinnmitnahmen belasteten Aktien von SAP und die Papiere von Bayer, die ihr Vermächtnis aus der Monsanto-Übernahme weiter mit sich herumtragen. Noch im laufenden Monat wird der Richterspruch des obersten Gerichts in den USA erwartet und die Anleger erhoffen sich einen potenziellen Befreiungsschlag. Da dies jedoch nicht sicher ist, trennen sich lieber einige Anleger von der Aktie des Pharmariesen.
Im jüngsten Quartalsbericht musste Bayer wegen der laufenden Rechtstreitigkeiten in den USA abermals zwei Milliarden Euro ausgeben. Es zeichnet sich damit nur sehr zäh ein Ende des Monsanto-Debakels ab.
Die Investoren hatten mit einer schnelleren und kostengünstigeren gerechnet. Die hohen Aufwendungen beeinflussen zudem den Cashflow des Konzerns negativ.
Bayer Chart
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